Er galt als große DFB-Hoffnung

Bayern legte für ihn Millionen hin! Ex-FCB-Talent muss Viertligist verlassen - und wechselt erneut ins Ausland

Sinan Kurt (l.) galt als eines der größten Talente, nun fiel er bei einem Viertligisten durchs Raster.
+
Sinan Kurt (l.) fuhr mit den Bayern 2015 noch mit ins Trainingslager nach Katar, nun fiel er bei einem Viertligisten durchs Raster.

Der FC Bayern bezahlte für ihn einst eine Menge Geld, auch beim DFB hoffte man schon auf einen neuen Star am deutschen Fußball-Himmel. Die Realität ist anders.

  • Der FC Bayern München will stets die besten deutschen Talente in seinen Reihen haben.
  • Mit Sinan Kurt holten die Münchner 2014 ein Talent für mehrere Millionen Euro.
  • In seinem sportlichen Abstieg ist der 24-Jährige nach einem Viertliga-Intermezzo wieder ohne Verein.

Update vom 11. Januar, 10.00 Uhr: Beim FC Bayern konnte sich Sinan Kurt nach seinem 3-Millionen-Wechsel von Gladbach an die Isar nie durchsetzen und spielte lediglich 45 Minuten in der Bundesliga. Nach einem erfolglosen Transfer zu Hertha BSC und einem Abstecher in Österreichs zweiter Liga wechselte der Ex-DFB-Nachwuchsspieler zurück nach Nordrhein-Westfalen.

FC Bayern: Ehemaliges Millionen-Talent mit neuem Klub - sein Regionalliga-Klub löste Vertrag auf

Beim Regionalliga-Aufsteiger SV Straelen konnte der 24-Jährige nach über einem Jahr ohne Verein wieder mit einer Mannschaft trainieren. „Für mich ist das Wichtigste, erst einmal wieder gesund zu werden und einen Spielrhythmus zu bekommen“, sagte der Offensivspieler gegenüber dem Kicker. Nach sieben Einsätzen, in denen ihm zwei Vorlagen gelangen, ist das Kapitel Straelen nun beendet. Kurts Vertrag wurde aufgelöst, der Ex-FCB-Profi hat allerdings schon einen neuen Verein gefunden.

„Wir haben vereinbart, dass er im Dezember gehen kann – wenn er ein Angebot eines Profi-Klubs bekommt”, zitierte die Bild im September letzten Jahres den Straelen-Präsidenten Hermann Tecklenburg. Wie die Rheinische Presse berichtet, soll Kurt vor einem Wechsel zum slowakischen Erstligisten FC Nitra stehen. Dort würde er auf seinen ehemaligen Teamkollegen Yanni Regäsel, mit dem er in der U15- und U18-Nationalmannschaft zusammenspielte. Ob Kurts Reise in der Slowakei endet, ist angesichts seiner vorherigen Stationen und Leistungen fraglich.

FC Bayern: Drei Millionen für Transfer-Flop Sinan Kurt - nur zwei Deutsche waren in seinem Alter teurer

Erstmeldung vom 10. Januar 2021:
München - Im Sommer 2014 sicherten sich die Bayern mit einem Millionen-Deal eines der vielversprechendsten Mittelfeld-Talente Deutschlands - Sinan Kurt. Der damals 18-Jährige wagte den großen Schritt zum Rekordmeister und kam seither nicht wieder in die Spur. Nun steht der ehemalige Junioren-Nationalspieler nach drei Vereinswechseln ohne Klub da - kürzlich fand er sich in der Regionalliga wieder.

Kurt zeigte bei seinem Jugendklub Borussia Mönchengladbach in der U17- und U19-Bundesliga überdurchschnittlich gute Leistungen, zudem wurde er als Teil einer Sky-Doku über DFB-Talente der breiten Öffentlichkeit bekannt. Für das Bundesliga-Team der Borussia kam er trotz seiner Bekanntheit nie zum Einsatz, eine Einwechslung in der Reserve-Mannschaft musste als Erfahrungsgrundlage für seinen Wechsel nach München reichen.

Ganze drei Millionen Euro ließ sich der FCB das teure Experiment Kurt kosten, bis heute waren nur drei U19-Spieler teurer: Salzburgs Supertalent Karim Adeyemi (3,35 Millionen EUro an die SpVgg Unterhaching) und Bayern-Mittelfeld-Ass Leon Goretzka (3,25 Millionen Euro an den VfL Bochum) bei seinem Wechsel zu Schalke. Medial wurde Kurt nach dem vieldiskutierten Transfer noch genauer beäugt.

FC Bayern: Guardiola hatte wenig Verwendung für Kurt - stetiger sportlicher Abstieg

Unter dem damaligen Bayern-Trainer Pep Guardiola fuhr der Deutsch-Türke zwar mehrfach mit ins Trainingslager, zu mehr als einem 45-minütigen Einsatz in der Bundesliga reichte es für ihn dennoch nicht. Nach anderthalb Jahren sahen sich die Bayern gezwungen, Kurt für gerade einmal 500.000 Euro an den Bundesliga-Konkurrenten Hertha BSC abzugeben.

Doch auch in der Hauptstadt gelangte Kurt unter Trainer Pal Dardai nur zu drei Einwechslungen kurz vor Spielende, insgesamt sechs Spielminuten bestritt Kurt für die Hertha. In der Regionalliga-Reserve war er - wie schon in München - meist gesetzt. Nach drei Jahren in Berlin fand Kurt den Weg ins Ausland, Trainer Dardai bemängelte Kurts fehlende Einstellung zum Beruf. Bei der WSG Tirol wurde er in Österreich zwar Zweitliga-Meister, jedoch spielte er in 13 Einsätzen nie durch. Am Ende wurde sein Vertrag aufgelöst.

FC Bayern: Einstiges Millionen-Talent spielt in der Regionalliga keine Rolle mehr

Nach zwischenzeitlicher Vereinslosigkeit landete Kurt „über Kontakte“ beim SV Straelen in der Regionalliga West, wie er vor einiger Zeit dem Kicker berichtete. Wie das Portal RevierSport nun meldet, soll der Viertligist den Vertrag mit dem langjährigen DFB-Nachwuchsspieler aufgelöst haben.

Da Kurt trotz eines Amateurvertrags zu den Bestverdienern im Kader zählte, haben die Verantwortlichen angeblich eine Trennung vorangetrieben. Zudem sollen die Trainingsleistungen des 24-Jährigen „nicht zu den besten gehört haben sollen“. Kurt hatte beim letzten Ligaspiel gegen Alemannia Aachen nicht im Kader gestanden. (ajr)

Auch interessant:

Meistgelesen

Kovac über Umgang mit Sanches: So packt der Coach den Youngster an
Kovac über Umgang mit Sanches: So packt der Coach den Youngster an
Thomas Müller meldet sich aus Quarantäne - und gibt Einblick in seinen tristen Alltag
Thomas Müller meldet sich aus Quarantäne - und gibt Einblick in seinen tristen Alltag
FC Bayern und Leroy Sané: Transfer endlich perfekt! So erkannte Rummenigge die Chance beim City-Star
FC Bayern und Leroy Sané: Transfer endlich perfekt! So erkannte Rummenigge die Chance beim City-Star
Reporter-Legende mahnt: „Für Kovac kann es keine Schonfrist mehr geben”
Reporter-Legende mahnt: „Für Kovac kann es keine Schonfrist mehr geben”

Kommentare