Er war schon in Leeds

Geplatzter Medizincheck? Von wegen! Salihamidzic hatte dreisten Cuisance-Plan - Trick scheiterte gnadenlos

Hasan Salihamidzic und Michael Cuisance bei der Transfer-Vorstellung.
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Hasan Salihamidzic lotste Michael Cuisance einst zu den Bayern.

Der Transfer von Michael Cuisance zu Leeds platzte in letzter Sekunde. Das lag offenbar an einer besonderen Masche von Hasan Salihamidzic.

München - Kaum ein Fußball-Profi hat nicht den Traum, einmal in der englischen Premier League* zu spielen. Wenn es dann noch ein Traditionsverein wie Leeds United unter der Führung von Trainer-Legende Marcelo Bielsa sein kann, ist man wohl ganz besonders aufgeregt.

Für Michael Cuisance hat zu solch einem Schritt nicht mehr viel gefehlt. Am Ende soll der 20-Millionen-Abgang des FC Bayern München* am Medizincheck gescheitert sein. Zumindest ist das die offizielle Version. Am Deadline Day verschlug es den 21-Jährigen dann als Leihgabe zu Olympique Marseille.

Transfer von Michael Cuisance: Forderung des FC Bayern hat Deal wohl platzen lassen

Dabei hätte der dauerhafte Transfer nach England überhaupt nicht platzen müssen. Es war wohl Hasan Salihamidzic, der die Premier-League-Aufsteiger mit einer dreisten Transfer-Forderung von einem Deal abgeschreckt hat. Wie Jermaine Beckford, ein ehemaliger Leeds-Spieler und heutiger Mitarbeiter im Podcast „Doing a Leeds“ berichtet, ist die Geschichte des gescheiterten Medizinchecks nur eine Erfindung.

Der FC Bayern hätte stattdessen auf eine Rückkauf-Klausel bestanden. Eine Rückkauf-Klausel, die es dem deutschen Rekordmeister* ermöglicht hätte, Cuisance für über zehn Millionen Pfund zurück an die Isar zu holen. Da Leeds allerdings 20 Millionen Pfund für den Transfer bezahlen sollte, hätte der Deal für die Verantwortlichen keinen Sinn mehr gemacht. Schließlich wären die dreifachen englischen Meister somit das Risiko eines großen Verlustgeschäfts eingegangen.

Michael Cuisance: Gescheiterter Medizincheck offenbar ein Märchen

„Das macht keinen Sinn, sie wollten ihn günstig zurückholen“, so Beckford. Dass an der Erzählung Beckfords durchaus etwas dran sein kann, untermauert die Cuisance-Aussage nach dem Marseille-Transfer: „Es gab kein Problem beim Medizincheck, der mit Marseille lief sehr gut, ich bin in Form und bereit zu spielen.“

Demnach waren es also die Bayern*-Verantwortlichen unter der Führung von Sportvorstand Hasan Salihamidzic, die den Transfer mit ihrer kruden Forderung haben platzen lassen. Zwar sind ihnen so 20 Millionen Pfund durch die Lappen gegangen, jedoch hat sich Marseille eine Kaufoption in Höhe von 18 Millionen Euro gesichert und könnte damit für einen verspäteten Geldregen in München sorgen. (ta) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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