Per Leihe nach Marseille

Michael Cuisance: Flop-Transfer tritt gegen den FC Bayern nach - gibt es bald neuen Ärger?

Michael Cuisance bei seiner Vorstellung in Marseille.
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Michael Cuisance bei seiner Vorstellung in Marseille.

Der FC Bayern München hat Michael Cuisance per Leihe nach Marseille abgegeben. Der Franzose macht nun keinen Hehl daraus, dass er froh über den Wechsel ist.

  • Michael Cuisance ist zurück in seiner französischen Heimat.
  • Der Mittelfeldspieler wäre „glücklich“, wenn er dauerhaft in Marseille bleiben dürfte.
  • Wenn die Kaufoption nicht gezogen werden sollte, haben die Bayern aber ein millionenschweres Problem.

München - Auf einmal war er weg: Michael Cuisance hat den FC Bayern in letzter Minute in Richtung Marseille verlassen. Der Mittelfeldspieler ist leihweise zu Olympique gewechselt - möglicherweise kehrt er gar nicht mehr nach München zurück. Die Franzosen besitzen nämlich eine Kaufoption für den Elsässer. Sie beträgt dem Vernehmen nach 18 Millionen Euro.

An der Säbener Straße würde man sich natürlich freuen, wenn OM diese ziehen würde. Hansi Flick hat für den Ex-Gladbacher keine Verwendung mehr. Das wurde aus verschiedenen Gesprächen in der jüngeren Vergangenheit deutlich. Cuisance sollte dann eigentlich direkt nach Leeds verkauft werden. Die Geschichte ist bekannt: Probleme beim Medizincheck. Zurück nach München. Last-Minute-Leihe nach Marseille mit eben jener Kaufoption.

Michael Cuisance: FC Bayern verleiht Mittelfeldspieler nach Frankreich - bleibt er in Marseille?

„Ich werde die Saison für OM spielen und alles geben. Wenn die Kaufoption gezogen wird, werde ich glücklich sein. Marseille ist ein großer Klub“, sagte Cuisance bei seiner Vorstellung in Südfrankreich. Schöner Gruß nach München - der 21-Jährige würde den FC Bayern also kaum vermissen, wenn es zu einem festen Wechsel kommt.

So richtig glücklich wurde der gebürtige Straßburger in München nämlich nicht. Talent? Das hat Cuisance, zweifelsohne. Mentalität? Da hapert es wohl. Denn der französische U20-Nationalspieler hatte beim FCB Probleme, sich hinten anzustellen, forderte immer wieder mehr Spielzeit. Die konnte ihm Flick letztlich nicht versprechen, weshalb ihn auch nichts mehr in der bayerischen Landeshauptstadt hielt.

„Ich habe gelernt, dass mir nichts geschenkt wird. Ich muss härter arbeiten als die anderen, um zu erreichen, was ich will. Jetzt bin ich zurück in Frankreich und glücklich“, führte Cuisance weiter aus. Klare Botschaft: Die Bayern-Zeit war nicht unbedingt schön.

FC Bayern München: Michael Cuisance - Wird er noch zum großen Problemfall?

Bis Sommer 2021 steht Cuisance jetzt also für Marseille auf dem Platz. Aber was passiert, wenn die Kaufoption nicht gezogen wird? Dann haben die Bayern plötzlich einen unzufriedenen Spieler zurück und die ganze Welt weiß es. So wird man die Ablösesumme kaum in die Höhe schrauben können, die Klubs sind wegen der Corona-Krise ohnehin darauf aus, wenig Geld zu investieren.

Cuisance könnte also noch ein echtes Problem für die Bayern darstellen. Einen frustrierten Bankdrücker braucht niemand - und der Bayern-Vertrag des Mittelfeldspielers läuft auch noch bis 2024. Aus Münchner Sicht möchte man sich also wünschen, dass Cuisance bei Olympique liefert und deshalb auch die Kaufoption gezogen wird. Dann kann er in Marseille „glücklich sein“. (akl)

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