„So eine Saison hat es noch nie gegeben“

„Man muss sich nur die Amateurfußballer angucken“: Manuel Neuer lässt bei Fazit tief in Gefühlswelt blicken

Manuel Neuer sieht sich und den FC Bayern an der Belastungsgrenze angekommen. Der Kapitän warnt eindringlich vor einer Überlastung wegen zu vielen Spielen.

  • Manuel Neuer ist Kapitän des FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft.
  • Der Torhüter warnt wegen dem vollen Terminkalender vor einer Überlastung der Spieler.
  • Neuer hält sich selbst mit modernen Trainingsmethoden fit.

München - Der FC Bayern steht vor anstrengenden Wochen, eine Pause ist nicht in Sicht. Im Corona-Jahr jagt ein Spiel das nächste, für die Spieler gibt es kaum Luft zu verschnaufen.

Bayern-Kapitän Manuel Neuer warnt vor zu vielen Spielen

Der FC Bayern musste in dieser Saison seit Mitte September schon 13 Pflichtspiele absolvieren. Bis Jahresende warten noch zehn weitere Partien. Nach nicht einmal zwei Wochen „Winterpause“ geht es schon am 2. Januar im neuen Jahr wieder weiter. „So eine Saison hat es noch nie gegeben und wird es hoffentlich auch nie wieder geben“, sagte FCB-Kapitän Manuel Neuer dem Sportbuzzer.

Bei der Vielzahl an Spielen kann man schnell mal durcheinander kommen. Mitgezählt hat Neuer allerdings nicht. „Damit habe ich gar nicht erst angefangen“, so der 34-Jährige. „Alle Beteiligten wissen, dass es sehr viel ist im Moment. Daher ist die Kommunikation untereinander umso wichtiger – mit den Trainern, den Ärzten und Physios und den Spielern.“

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Keeper training 🧤

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Dazu kommen noch die Länderspiele mit der Nationalmannschaft. Immerhin müssen die Bayern-Stars erst am Donnerstag nach dem Testspiel gegen Tschechien anreisen und haben so wenigstens ein paar freie Tage. Dann stehen zwei Duelle in der Nations League gegen die Ukraine und in Spanien auf dem Programm.

Neuer prangert zu viele Spiele und zu wenig Training an

Neuer ist in Corona-Zeiten, in denen nichts so ist wie zuvor, sehr erfinderisch. Der DFB-Kapitän hat sich sogar ein Originaltor in seinen Garten am Tegernsee gestellt. Dazu macht der viermalige Welttorhüter Übungen, Yoga und Pilates mit dem sogenannten Fitnessspiegel. „Durch den Spiegel kannst du dich direkt kontrollieren und bekommst Feedback. Außerdem kannst du dir verschiedene Programme und Übungen aussuchen, in der Gruppe oder alleine trainieren, deine Ziele selbst setzen und erreichen – das macht wirklich großen Spaß und ist extrem motivierend.“ 

Aufgrund der Vielzahl an Spielen und wenigen Pausen hat sich auch das Training verändert. „Gewisse Trainingsinhalte sind momentan gar nicht mehr möglich. Es gibt Regeneration nach dem Spiel, dann ein bisschen Taktik, Abschlusstraining, und dann steht schon die nächste Partie an. Kleine Turniere oder Spielformen oder Zweikampftraining - das findet gar nicht mehr statt“, erklärte Neuer, der zuletzt über ein mögliches Karriereende aufhorchen ließ.

Klagen will Neuer in Corona-Zeiten aber nicht. „Wir als Spieler sollten uns nicht beschweren, auch wenn wir an der Belastungsgrenze angekommen sind. Wir dürfen - im Gegenteil zu vielen anderen - spielen und sind sehr froh darüber, man muss sich ja nur die Amateurfußballer angucken oder einen Blick in andere Sportarten wagen“, sagte der Torhüter.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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