Zu teuer für die Bank

Warum Lucas Hernandez sich jetzt beim FC Bayern durchbeißen muss - Es hängt auch an der Alaba-Posse

Die teuerste Brust der Liga: Lucas Hernández, Triple-Sieger des FC Bayern München
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Die teuerste Brust der Liga: Lucas Hernández, Triple-Sieger des FC Bayern München.

Rekordtransfer Lucas Hernández hofft beim FC Bayern München auf mehr Einsatzzeiten – Auch um sein üppiges Gehalt zu rechtfertigen. Der Fall David Alaba spielt hierbei eine große Rolle.

  • Lucas Hernandez ist nicht nur der teuerste Spieler im Kader des FC Bayern, sondern der ganzen Bundesliga.
  • In seiner Premierensaison in München konnte der Franzose jedoch nicht seine Investition rechtfertigen.
  • Auch der Weltmeister und Triple-Sieger macht sich Gedanken - die Lage vor der anstehenden Saison.

München - Das Tauziehen zwischen David Alaba, seinem Berater Pini Zahavi und den FC-Bayern-Bossen dürfte eine Person an der Säbener Straße mit besonderem Interesse verfolgen. Die Rede ist von Lucas Hernández, seines Zeichens Innen- wie Außenverteidiger, der just aufgrund der starken Leistungen Alabas in der Abwehrzentrale (sowie von Alphonso Davies links hinten) in seiner Premierensaison bei Bayern München nie wirklich über den Status des Reservisten hinweggekommen ist. Eine Situation, die sowohl den französischen Weltmeister als auch die Chefetage des Triple-Siegers nur bedingt zufriedenstellen dürfte – schließlich handelt es sich bei dem 24 Jahre alten Kicker, der für 85 Millionen Euro an die Isar wechselte, um den teuersten Transfer in der Geschichte des Klubs und der Bundesliga.

FC Bayern: Sucht Lucas Hernandez das Weite? Bizarrer Unterschied zum Shootingstar

Bereits im Laufe der vergangenen Saison kochten immer wieder neue Gerüchte auf, wonach der FC Bayern seinen Goldjungen aufgrund seines (zweistelligen) Millionensalärs für eine erträgliche Summe am liebsten schnell wieder von der Gehaltsliste streichen würden. Nun hat sich der ehemalige Verteidiger von Atlético Madrid selbst zu Wort gemeldet und durchscheinen lassen, dass er sich wohl selbst umorientieren würde, sollte sich sein Arbeitspensum in der kommenden Saison nicht kontinuierlich steigern. In der französischen Sendung „Téléfoot“ sagte Lucas: „Noch habe ich vier Jahre Vertrag bei Bayern. Bleibt alles weiterhin so kompliziert, muss ich aber schauen.“ Lucas streckt die Brust raus!

Und das muss er auch. Dass sein Fall ein durchaus verzwickter ist, dürfte bei einem wirtschaftlich stets mit Vernunft handelnden Klub wie dem FC Bayern München niemandem entgangen sein. Allen voran den Bossen nicht, die 85 Millionen Euro in einen Spieler investiert haben, der vergangenen Saison lediglich 1119 Minuten auf dem Platz stand. Nach Adam Riese hat Hernández dem FCB demnach 75.961 Euro pro absolvierter Spielminute gekostet. Zum Vergleich: Senkrechtstarter Davies, der Anfang 2019 für zehn Millionen Euro von den Vancouver Whitecaps an die Isar wechselte und bei den Profis seitdem auf eine Einsatzzeit von 3495 Minuten, vier Treffer und neun Assists kommt, war bei 2861 Euro pro gespielter Minute vergleichsweise ein Schnäppchen. In dieser Rechnung ist nicht einmal das Gehalt enthalten, das bei Hernández für zusätzlich Zündstoff sorgte. Mehrere Medien berichteten von einem Bruttoverdienst von rund 24 Millionen Euro, das Berater Manuel García Quilón allerdings direkt dementierte.

FC Bayern und seine Verteidiger: Vor Corona ist nicht nach Corona - Alaba bald weg?

Aus der Welt geschafft ist der Kern des Problems damit aber noch lange nicht. Denn: Gerade ein Spieler wie Alaba, der beim FC Bayern zur Identifikationsfigur gereift ist und maßgeblich am Gewinn der zwei Titel-Drillinge in der Vereinsgeschichte beteiligt war, weiß nur zu gut, dass die Chefetage (vor Corona, versteht sich!) beim Aufsetzen von Hernández’ Vertrag großzügig war – und setzt seine Forderungen nun folgerichtig ähnlich üppig an.

So gehen die Schicksale der beiden Bayern-München-Kameraden in gewisser Weise einher. Bleibt der eine, dann zu ebenso hohen Konditionen wie der andere. Geht der eine, spielt der andere wieder mehr. Wobei: Bei dem Pensum, das auf den FCB kommende Saison wartet, dürften wohl beide auf ausreichend Spielzeit kommen. Ob das allein das Grundproblem löst, bleibt jedoch weiter fraglich…

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