Letzte Ausfahrt Königsklasse

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Wohin führt der Weg des FC Bayern?

München - Bei den Bayern ist man sich sicher, in der Bundesliga endlich die lange ersehnte Sieges-Serie zu starten, um doch noch die Spur in die Champins League zu finden. Der Anfang soll in Freiburg gemacht werden.

Es sind triste Tage an der Säbener Straße. Die bittere Pleite gegen Inter hat Fahrt rausgenommen aus dieser Saison, die letzte Titelchance ist durch das Aus in der Champions League verspielt. Ab sofort fährt der FC Bayern nur noch auf der Bundesliga-Bahn, die zwei- oder dreispurige Zeit ist vorbei.

Das Erreichen des neuen Ziels ist dafür aber so wichtig wie lange nicht mehr: Letzte Ausfahrt Königsklasse – der Meister muss auf Touren kommen! „Wir müssen jetzt unbedingt Zweiter oder Dritter werden“, erklärt ein nach wie vor sichtlich angeschlagener Mario Gomez. Er steht noch immer unter dem Eindruck vom Dienstagspiel, aber er weiß genau, wie wichtig jetzt die Liga ist. Deshalb sagt er auch: „Es gibt bei uns kein Motivationsloch. Das wird vielleicht von außen reingebracht. Unser Titel ist jetzt Platz zwei oder drei!“

Damit dieses Ziel nicht außer Reichweite gerät, müssen die Spieler nun ganz schnell umschalten auf Freiburg. Dort wartet am Samstag um 15.30 Uhr die erste Aufgabe von insgesamt acht im Liga-Endspurt. Derzeit liegt der Rekordmeister zwei Punkte hinter Hannover auf Rang vier. Leverkusen ist sieben Zähler vorne auf Rang zwei. Thomas Müller sagt: „Platz drei würde ich noch nicht unterschreiben!“ Der Nationalspieler will noch auf das Silberpodest!

Doch klar ist: Selbst wenn Bayern alles (!) gewinnt, muss Leverkusen noch ordentlich ins Straucheln geraten und mindestens zweimal verlieren und einmal remis spielen. Dann wäre der FCB aufgrund des besseren Torverhältnisses vorn. Gut für Bayern: Leverkusen spielt fünf Runden vor Schluss in der Allianz Arena. Da kann Bayern also direkt am Überholmanöver arbeiten!

Die wichtigere Frage aber, damit es zumindest für Platz drei und die Qualifikation zur Königsklasse reicht, lautet: Kann Bayern endlich eine richtige Serie hinlegen? Mario Gomez sagt Ja! Denn: „Bis auf die Spiele gegen Hannover und Dortmund waren wir immer die bessere Mannschaft. Das war so gegen Inter, und auch gegen Schalke waren wir besser. Aber wir haben keinen Sieg geschafft.“ Trotzdem sei alles für den Erfolg auf den Weg gebracht. „Es lag in diesen Spielen immer nur an uns selbst und nicht am Gegner – das zeigt, dass wir es schaffen können“, so Gomez.

Und es gebe einen zusätzlichen Schub: „Wir sind in einer Jetzt-erst-recht-Situation!“ So sieht es auch Thomas Müller. Für ihn ist das Inter-Spiel so gut wie abgehakt, sein „kleiner Anfall“ nach dem Schlusspfiff, als er den ganzen Frust in den Nachthimmel brüllte, wirkte „wie eine Selbsttherapie“. Müller: „Die Woche des Schreckens müssen wir vergessen. Wir sind in der Bringschuld und peilen jetzt acht Siege an. Wir werden eine Mannschaft sehen, die achtmal Vollgas gibt. Es gibt jetzt keine Ausreden mehr.“

Schon am Samstag soll mit drei Punkten der Auftakt zur Serie gelingen. Schließlich, so Gomez, „ist Champions League was Großartiges, jeder freut sich darauf. Das ist höher anzusiedeln als die Bundesliga.“ Es lohnt sich also, dafür Gas zu geben…

mic

Quelle: tz

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