Spott und Hohn für FCB-Boss

Kurioser Anblick in der Münchner Innenstadt: FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge plötzlich als Pippi Langstrumpf

Karl-Heinz Rummenigge als Pippi Langstrumpf in der Münchner City
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Karl-Heinz Rummenigge als Pippi Langstrumpf in der Münchner City.

FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge streitet sich mit anderen Klubs um die Verteilung der TV-Gelder. Von den Fans wird er dafür verhöhnt.

  • Karl-Heinz Rummenigge ist ein Verfechter des aktuellen Verteilungsschlüssels der TV-Gelder.
  • Die Fanszene fordert angesichts der Corona-Krise neue Reformen und mehr Gerechtigkeit.
  • Der Boss des FC Bayern wurde in München als Pippi Langstrumpf verspottet.

München - Die Kluft zwischen Arm und Reich klafft im Profifußball immer weiter auseinander. Auch in Deutschland werden die kleineren Klubs immer weiter abgehängt. Der FC Bayern zementiert seinen Status als Branchenprimus, selbst den eigenen Fans missfällt das.

Haben die Klubs aus den Folgen der Corona-Krise gelernt? Fans fordern Umdenken

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie stand auch die Bundesliga still. Lange Zeit war unklar, ob und wie es überhaupt weitergehen wird. Bei einigen Klubs ging es ans Eingemachte. Ein Saisonabbruch hätte manch einen Klub an den finanziellen Ruin gebracht, weil die TV-Gelder nicht geflossen wären.

Die Fans gingen auf die Barrikaden, konnten nicht fassen, dass ihre Vereine auf derart wackeligen Füßen gebaut waren. Ein Umdenken wurde gefordert und Vereine und Verbände schienen tatsächlich einzulenken. Nach dem erfolgreichen Re-Start samt hochgelobtem Hygiene-Konzept habe sich aber wenig zum Positiven geändert, moniert die Fanszene. Der Profifußball lebt wieder in der sogenannten Blase.

FC Bayern: Streit um Verteilung von TV-Geldern entbrannt

Trotz Corona hat die DFL im Sommer einen neuen dicken TV-Vertrag bis 2025 abgeschlossen. Nun stellt sich die Frage, wie die Millionen verteilt werden? Die Fanszene und kleineren Klubs fordern eine gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder. Mehr Chancengleichheit. Dem entgegen stehen die Top-Klubs, die mindestens an dem aktuellen Verteilungsschlüssel festhalten wollen, der sich stark nach Erfolg richtet. Angeführt wird die Beletage des deutschen Fußballs vom FC Bayern, allen voran Karl-Heinz Rummenigge.

Auf einem Gipfeltreffen der Bundesliga-Klubs, auf dem über wichtige Entscheidungen über die Zukunft geredet wurde, waren vier Bundesligisten nicht eingeladen. Sie hatten sich mit zehn Zweitligisten verbündet und wurden vom FCB-Boss nicht eingeladen. Ein Riesen-Streit entbrannte.

FC Bayern: Rummenigge wird zu Pippi Langstrumpf

Genau das falsche Zeichen aus Sicht vieler Fans, die jetzt mit einem kuriosen Plakat verblüfften. Mitten in München wurde an einer Litfaßsäule ein Banner mit dem Gesicht von Rummenigge mit der Haarpracht von Pippi Langstrumpf angebracht. Darüber war zu lesen: „Ich verteil das Fernsehgeld, wie es mir gefällt.“ Eine klare Anspielung. Die Heldin der schwedischen Kinderbuch-Reihe von Astrid Lindgren singt für gewöhnlich: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“

Könnte dieser Affront sogar von Fans des FC Bayern stammen? Im Netz wurde darüber eifrig diskutiert. Das Bündnis „Fanszenen Deutschland“ positioniert sich jedenfalls eindeutig und fordert in einer Stellungnahme eine klare Reform was die Neuverteilung der TV-Gelder angeht. „Die Neuverteilung der TV-Gelder ist gleichzeitig ein Test, ob die Worte im Frühjahr die erwartete Nebelkerze oder doch ehrlich gemeint waren.“ Sie sei ein „erster Schritt in Richtung substanzieller Veränderungen.“ Weiter heißt es: „Weitere Reformen zur Förderung eines ausgeglicheneren Wettbewerbs, aber auch eines nachhaltigen Wirtschaftens müssen folgen.“ Ob Rummenigge das gefällt? Die nächsten Wochen werden es zeigen. (ck)

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