Bei Pleite gegen Paris

Kimmich völlig fassungslos - Bayern-Star motzt Richtung Flick: „Ich glaub‘ das nicht, ehrlich“

Der FC Bayern muss sich im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Paris geschlagen geben. Joshua Kimmich ärgerte sich dabei maßlos über die „Unterzahl“.

München - Der FC Bayern musste sich in einer intensiven Partie mit 2:3 gegen Paris Saint-Germain geschlagen geben. Im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League in Paris steht der Titelverteidiger nun enorm unter Druck. Das vorzeitige Aus droht. Joshua Kimmich legte sich während des Spiels sogar mit der eigenen Bank an.

FC Bayern: Kimmich beweist sich als Aggressive Leader

Es war einer dieser Abende, für die Kimmich gemacht ist. Wenn es in den großen Spielen um alles geht, verspürt jeder Spieler nochmal einen Schuss Extra-Motivation. Manche kann der Druck auch lähmen, nicht so bei Kimmich. Bayerns Aggressive Leader im Mittelfeld treiben solche Duelle zur Höchstform. Der 26-Jährige kann Niederlagen nicht ausstehen, will unbedingt gewinnen.

Im Champions-League-Finale letzten Sommer bereitete Kimmich den entscheidenden Siegtreffer von Endspiel-Held Kingsley Coman war. Auch beim Wiedersehen mit PSG im Viertelfinale zeigte er eine starke Leistung, ging im Schneetreiben von München voran. Das frühe Gegentor begünstigte Kimmich mit einem Ballverlust, danach war er jedoch entscheidend an der zwischenzeitlichen Aufholjagd beteiligt. Das 1:2 leitete der Führungsspieler mit kluger Spielverlagerung ein, das 2:2 bereitete er per Freistoß-Hereingabe direkt vor. Kimmich war laut tz-Einzelkritik notenbester Bayern-Spieler.

Kimmich brüllt wegen Flick-Entscheidung: „Wechselt aus, Mann!“

Mitte der ersten Halbzeit platzte dem ehrgeizigen Profi aber der Kragen. „Wechselt aus, Mann! Wir sind schon fünf Minuten einen Mann weniger!“, brüllte er in der 33. Minute Richtung Bayern-Bank um Trainer Hansi Flick. „Ich glaub‘ das nicht, ehrlich!“ Kimmich ärgerte sich, weil die Auswechslung von Leon Goretzka für seinen Geschmack zu lange auf sich warten ließ. Sein Mittelfeld-Partner konnte wegen muskulären Problemen nicht weitermachen und schleppte sich angeschlagen über das Feld.

Bitter: In der 28. Minute fingen sich die Bayern das 0:2 durch Marquinhos. Goretzka zeigte noch vor dem Eckball Flick an, dass er raus muss. Erst fünf Minuten später reagierte der Trainer und wechselte Alphonso Davies ein. Doch wieso dauerte das Ganze so lange? Für einen sofortigen Wechsel war es im Schneefall der Allianz Arena zu kalt. Jerome Boateng wurde zunächst zum Aufwärmen geschickt, danach entschied sich Flick um und brachte Davies.

FC Bayern: Flick erklärt späte Auswechslung von Goretzka

Der Trainer begründet die verzögerte Auswechslung. „Es ist nicht spät reagiert worden. Es geht darum, dass man sich auch warmmachen muss. Wir wollten erst Jerome reinbringen, haben uns dann für Alphonso Davies entschieden“, so Flick nach der Partie bei Sky. „Alphonso war relativ schnell dann auch bereit, deswegen haben wir den Wechsel ein bisschen schneller über die Bühne bekommen. Es war eine Überlegung, noch mal Geschwindigkeit auf dem Flügel zu haben. Das war positiv für uns.“

Der Wechsel hatte auch zur Folge, dass die Abwehr komplett durcheinander gewirbelt wurde. Alaba übernahm den Goretzka-Part im Mittelfeld, dafür rückte Lucas Hernandez von links nach innen in die Viererkette, Davies wiederum gab fortan den Linksverteidiger. Überraschenderweise wechselte Flick im kompletten Spiel nur zweimal, beide Male aus Verletzungsgründen. Kurz vor der Pause kam Jerome Boateng für Niklas Süle. Gut möglich, dass Kimmich die Wechsel-Posse um Kumpel Goretzka noch einmal mit Flick unter vier Augen bespricht. Thomas Müller musste am Spielfeldrand wegen einer Kopfverletzung behandelt werden, konnte aber weiterspielen. (ck)

Rubriklistenbild: © Bernd Feil/imago-images

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