Youngster über seine Startschwierigkeiten in München

„Es ist nicht einfach hier“ - Jetzt spricht Renato Sanches

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Hat in München nicht nur mit den Temperaturen zu kämpfen: Europameister Renato Sanches.

München - Über ein halbes Jahr ist die Rastarakete nun schon beim FCB, gezündet hat sie aber immer noch nicht. Die magere Bilanz des Renato Sanches, seines Zeichens Europameister mit Portugal, nach acht Monaten in München: 17 Spiele, null Tore, null Vorlagen.

Woran es liegt? Nicht am Talent, dieser Meinung ist jedenfalls Luís Figo. „Er wurde völlig zurecht zum besten jungen Spieler der EM gewählt, er ist ein fantastischer Spieler mit viel Qualität“, so Portugals Fußball-Legende jüngst. „Es ist gerade nicht einfach für ihn in einem neuen Land.“ Daraus macht der 19-Jährige selbst auch keinen Hehl. In einem Interview bei Sport TV+ sprach Sanches über…

... seinen Abschied von Benfica Lissabon: Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal geweint habe. Aber klar, es war schwierig, weil ich dort Freundschaften geschlossen hatte. Wenn du als Spieler jedoch auf höchstem Niveau spielen willst, musst du stets neue Herausforderungen wagen. Benfica zu verlassen hat mich nicht traurig gestimmt. Ich habe getan, was ich tun musste. Ich wäre gern geblieben, weil ich Benfica-Fan bin, aber ich ging weg, weil ich andere Dinge wollte.

... seine Rückennummer, die 35: Bei Benfica hatte ich die 85, weil sie die 8 beinhaltete, die für Mittelfeldspieler gemacht ist. Die 85 hat mir gefallen und ich wollte sie beibehalten, aber in der Bundesliga sind nur die Nummern bis zur 40 erlaubt. Die 35 hat aber auch eine Bedeutung. Ich musste sofort an Benfica denken und daran, dass sie 35 Ligatitel gewonnen haben und ich beim 35. mit von der Partie war.

... seine Eingewöhnung in München: Es ist nicht einfach hier, aber jetzt kann ich meine Familie und meine Brüder besser unterstützen. In ein neues Land zu gehen, war ein heftiger Wechsel für mich. Aber jeder Spieler, der den nächsten Schritt gehen will, muss auf diese Art von Situationen gefasst sein. Ich esse mehr Bratwürste als Bifanas (typisch portugiesisches Schweinefleisch-Sandwich, d. Red.). Englisch spreche ich nicht so gut und deutsch noch weniger. Das erste, was ich hier gelernt habe, war „Danke“ und „Guten Morgen“.

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... seine Mitspieler: Die Leute denken, dass wir eine Mannschaft voller Stars sind, in Wahrheit sind wir aber alle ziemlich entspannt. Ich bin sehr gut aufgenommen worden. Mit den Spielern, die portugiesisch sprechen, verbringe ich natürlich die meiste Zeit, aber ich spreche auch sehr viel mit Alaba und Ribéry. Sie haben mir sehr geholfen.

... seine Eltern: Mein Vater war in vielen Momenten nicht da, aber er ist ein guter Vater. Meine Mutter hat mir alles gegeben. Wäre es nicht ihretwegen, stünde ich heute nicht dort, wo ich stehe. Ganz einfach aufgrund ihrer Geduld und ihrer Mühen. Ich treffe keine Entscheidung ohne sie mit einzubeziehen. Ich will auch, dass meine Brüder und Neffen den rechten Weg einschlagen und nicht auf der Straße Dinge anstellen, die sie nicht sollten. Fußball ist eine gute Sachte und hilft. 

Bayerns "Rasta-Rakete" Sanches zündet noch nicht

Video: snacktv

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