Innenverteidiger überzeugte gegen PSG

Akte Boateng: Neue Details enthüllt - Bayern-Chaos erreicht nächstes Level

Jerome Boateng wurde mitgeteilt, dass sein Vertrag beim FC Bayern nicht verlängert wird. Sein Aus spaltet dabei offenbar den ganzen Verein.

München - Wieder einmal bewies er in einem großen Spiel seine Klasse. Das Ausscheiden im Viertelfinale der Champions League gegen PSG aber konnte Jerome Boateng trotz seiner überragenden Leistung nicht verhindern*. Es war der letzte Auftritt des Abwehr-Stars in der Königsklasse - zumindest im FCB-Trikot.

Der Vertrag des 32-Jährigen wird im Sommer nicht verlängert, obwohl er unter Hansi Flick* zu alter Stärke zurückgefunden hat. Die Akte Boateng spaltet den gesamten FC Bayern! Wie die Sport Bild berichtet, begann das Drama um den Innenverteidiger Anfang April.

Da wurde Boateng im Hotel „Vier Jahreszeiten“ in München offenbar mitgeteilt, dass man über den Sommer hinaus nicht mehr mit ihm plane. Hasan Salihamidzic begründete dies laut Sport Bild damit, dass Boateng zu verletzungsanfällig und seine Leistungen zu inkonstant seien. Die Boateng-Seite wollte dies aber nicht auf sich sitzen lassen und vereinbarte ein weiteres Gespräch für den darauffolgenden Tag.

FC Bayern: Boateng-Aus spaltet FCB! Abwehr-Star ist Opfer des Flick-Brazzo-Machtkampfes

Dieses soll an an der Säbener Straße stattgefunden haben, im Beisein von Karl-Heinz Rummenigge und Brazzo. Da klang alles plötzlich nicht mehr nach endgültigem Abschied, der FCB-Boss bat Boateng um ein paar Wochen Geduld. Auch sollten seine Berater noch mit keinem anderen Verein sprechen.

Rummenigge wusste, wie sehr Flick den Innenverteidiger schätzt, weshalb er bei dieser Personalie auf Zeit spielte. Allerdings funkte dann Uli Hoeneß dazwischen, der am Abend bei RTL deutlich machte, dass er Boateng nicht mit zur EM nehmen würde und sich stattdessen ausgerechnet für BVB-Star Mats Hummels aussprach. Ein Schlag ins Gesicht für Boateng - und Flick!

Diese Aktion machte eine Sache deutlich: Hoeneß und Brazzo waren offensichtlich gegen eine FCB-Zukunft von Boateng, Flick und Rummenigge wollten das Kapitel nicht frühzeitig schließen. Auch Salihamidzics Auftritt vor dem Viertelfinal-Hinspiel gegen PSG, bei dem Boateng beim Anschwitzen erfuhr, dass er definitiv keine Zukunft an der Säbener Straße hat*, soll bei den Teamkollegen und den FCB-Bossen für Unverständnis gesorgt haben.

Die Zukunft von Boateng wird nicht der letzte Streitpunkt im Machtkampf zwischen Flick und Salihamidzic gewesen sein. Möglich, dass auch der Coach ab Sommer nicht mehr beim FC Bayern sein wird. Zumal Flick nach dem CL-Aus gegen PSG eine Art Abschiedsrede hielt*. Jetzt liegt es am designierten Bayern-Boss Oliver Kahn, Flick beim geplanten Gespräch in den kommenden Tagen noch umzustimmen. Falls das noch überhaupt möglich ist... (smk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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