„Bomber der Nation“ ist tot

Paul Breitner nimmt Abschied von Gerd Müller: „Bis zuletzt konnte ich ihm noch nahe sein“

Gerd Müller (r.) und Paul Breitner: Gemeinsam feierten sie für den FC Bayern und die deutsche Nationalelf zahlreiche Erfolge. Hier jubeln sie über den WM-Sieg 1974.
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Gerd Müller (r.) und Paul Breitner: Gemeinsam feierten sie für den FC Bayern und die deutsche Nationalelf zahlreiche Erfolge. Hier jubeln sie über den WM-Sieg 1974.

Gerd Müller und Paul Breitner - gemeinsam prägten sie eine Ära beim FC Bayern. Breitner nimmt in der tz Abschied von der Stürmer-Legende.

München - Mit 18 Jahren hat Paul Breitner Stürmer-Star Gerd Müller kennengelernt. „Es war im Juli 1970, bei meinem ersten Training für den FC Bayern. Gerd hat zu mir gesagt ,Servus Paul, schön, dass du da bist!‘. Das war der Beginn einer jahrzehntelangen Freundschaft.“ In der tz nimmt der 69-Jährige nun Abschied.

„Gerd Müller war für mich der größte Fußballer meines Lebens. Der Fußball verliert einen einzigartigen Torjäger, der in der Lage war, aus dem Nichts die entscheidenden Tore zu machen. Gerd ist der Sockel, auf dem der große FC Bayern unserer Tage entstanden ist. Seine Tore haben den FC Bayern auf eine Höhe gebracht, in der nur eine Handvoll Klubs weltweit spielt. Das Zusammenspiel mit ihm war das Beste, was mir als Fußballer je passiert ist.

Was ihn neben seinen fußballerischen Qualitäten so ausgezeichnet hat, war die absolute Fairness, die er in jedem Spiel gezeigt hat. Und die Geduld, mit der er all die Tritte und Attacken weggesteckt und runtergeschluckt hat. Damit war er für mich immer ein großes Vorbild.

Paul Breitner: „Gerd war ein friedliebender, positiv denkender und immer freundlicher Mensch“

Gerd war ein friedliebender, positiv denkender und immer freundlicher Mensch, vor allen Dingen auch den Fans gegenüber. Sein Lebensziel war nicht die Society, die feine Gesellschaft – sein erster und wichtigster Mittelpunkt war immer seine Familie, seine Frau und seine Tochter haben ihm stets Kraft und Ruhe gegeben.

Ich möchte mich bei seiner Frau Uschi bedanken, dass ich ihn gerade auch in seinen letzten Jahren im Heim begleiten durfte. Bis zuletzt konnte ich ihm noch nahe sein.

Gerd hat meinen Lebensweg entscheidend mitgeprägt. Deshalb werde ich mein ganzes Leben an die wunderbare Zeit mit ihm denken.“

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