Chelsea weggefegt

Unaufhaltsamer FC Bayern jetzt gegen Barca: Der nächste, bitte

Der FC Bayern München hat den FC Chelsea mühelos ausgeknockt und trifft im Champions-League-Viertelfinale nun auf Barcelona. Die Triple-Hoffnungen sind zurecht groß.

München - Ein Frühstück am eigenen Küchentisch, noch etwas Zeit mit der Familie, sogar ein Mittagessen war noch drin. Aber dann ging es los. Sonntagnachmittag, keine 16 Stunden nach dem 4:1 im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea, machte sich der Tross des FC Bayern auf in Richtung Faro. An der Algarve, im Cascade Wellness & Lifestyle Resort, warteten Sonne, 28 Grad, eine leichte Brise. „Meer, Urlaub“, hatte Thomas Müller am Vorabend sinniert, bevor er sich selbst unterbrach: „Nein!“ Diese Bayern brauchen keine Pause. Sie haben eine Mission, auf der sie nicht mal der FC Barcelona im Viertelfinale stoppen soll. In Lissabon heißt es am Freitag: Der Nächste, bitte!

Corentin Tolisso vom FC Bayern feiert seinen Treffer gegen Chelsea.

FC Bayern weiß um seine Stärke - Flick hat „nicht viel auszusetzen“

„Volle Kraft voraus“, gab Müller seinen Kollegen nach der Demonstration der eigenen Stärke mit auf den Weg. Der 18. Pflichtspielsieg in Folge, der 26. aus den letzten 27 Spielen (ein Remis) war zu keiner Zeit gefährdet. „Nicht viel auszusetzen“ hatte Flick – trotz Patzer von Manuel Neuer vor dem Gegentor durch Tammy Abraham (44.) und einigen Abwehr-Wacklern. In dieser Sommernacht mit Toren von Robert Lewandowski (10., Foulelfmeter, und 84.) sowie Ivan Perisic (24.) und Corentin Tolisso (76.) überwog die Freude darüber, dass die Bayern auch nach der Pause da anknüpfen, wo sie vor einem Monat aufgehört haben. „Wir wollten klarmachen, dass mit uns zu rechnen ist“, sagte Müller. Mission erfüllt!

Die Münchner müssen sich nicht verstecken, nicht mal vor Barça, das am Freitag in der Runde der letzten Acht wartet. Flick: „Wir wissen um unsere Stärke.“ Der Trainer hatte zugegeben, vor der Partie gegen Chelsea „angespannter als sonst“ gewesen zu sein. Die Erleichterung war groß, auch darüber, dass die bis ins Detail geschmiedeten Reisepläne gestern in die Tat umgesetzt werden konnten. Bis zum Donnerstag macht das Team in Lagos Station, ehe es zum Abschlusstraining nach Lissabon geht.

FC Bayern jetzt gegen den FC Barcelona: „Wir fiebern dem Spiel entgegen“

„Wir fiebern dem Spiel entgegen“, sagte Müller, der 2013 dabei war, als die Katalanen im Halbfinale eindrucksvoll aus dem Weg geräumt wurden. In den kommenden Tagen geht es für Flick darum, das Team bestens vorzubereiten, aber auch bei Laune zu halten. Leon Goretzka sprach vom „Charakter einer EM oder WM“, bei dem Teamgeist eine wichtige Rolle spielt. Turnier-Spieler Müller meinte: „Der Schuss Lockerheit darf auch nicht fehlen.“ Erstes Training ist heute um 9.30 Uhr.

Ohnehin ist es die Mischung aus Disziplin, Willen und Spaß, die dieses Team zum Top-Favoriten auf den Henkelpott hat werden lassen. Flick freute sich am Samstag besonders über „die Erkenntnis, dass wir von der Bank nachlegen können“. Corentin Tolisso traf, Alvaro Odriozola legte ein Tor auf, Niklas Süle spielte, als sei er nie weg gewesen.

Sie alle hatten Anteil daran, dass die Bayern nach acht Spielen in der Königsklasse bei acht Siegen und 32 Toren stehen. Das ist zuvor keinem Team gelungen. Müller: „Es kommt nicht von ungefähr, dass wir von Rekord zu Rekord stürmen.“ Süle sprach aus, was alle denken. Ob die Bayern das Triple holen? „Ja!“ Hanna Raif, Manuel Bonke

Rubriklistenbild: © Bernd Feil / mis

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