Spielbericht nach der Niederlage

Bayern eiskalt abserviert! Mané und van Dijk schießen starkes Liverpool weiter

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Machtlos: van Dijk sorgt per Kopf für die Vorentscheidung.

Der erste Titel des Jahres ist futsch! Im Rückspiel verliert der FC Bayern München in der heimischen Allianz Arena gegen den FC Liverpool und ist raus.

Triple-Traum geplatzt, am Ende lachten nicht die Bayern, sondern Jürgen Klopp. Mit 1:3 (1:1) (der Ticker zum Nachlesen)zog der Bundesliga-Tabellenführer gestern Abend in der ausverkauften Arena den Kürzeren gegen den FC Liverpool. Nach Dortmund und Schalke verlor also auch der dritte deutsche Klub sein Achtelfinal-Duell gegen einen Premier-League-Vertreter. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch ein Eigentor von Joel Matip war zu wenig zum Weiterkommen. Erstmals seit 2011 (gegen Inter Mailand) verabschiedeten sich die Münchner damit wieder im Achtelfinale aus der Königsklasse.

„Bis zum 1:2 war alles sehr eng, danach war Liverpool die bessere Mannschaft“, konstatierte ein ernüchterter Mats Hummels. „Wir waren fußballerisch nicht gut genug, um auf diesem Niveau mehr Chancen herauszuspielen. Im Nachhinein wär’s vielleicht besser gewesen, wenn wir aktiver und aggressiver gewesen wären.“

Ribéry und Rafinha in der Startelf

Wie erwartet hatte Rafinha den gelbgesperrten Kimmich rechts hinten ersetzt, links vorne bekam Ribéry den Vorzug gegenüber Coman. Es entwickelte sich eine taktisch geprägte Partie, beide Teams taten sich schwer, die erste Pressinglinie des Gegners zu überspielen. Meist musste ein langer Ball herhalten, um in halbwegs aussichtsreiche Positionen zu kommen. Erschwerend für Liverpool kam hinzu, dass Klopp schon nach zwölf Minuten zum ersten Wechsel gezwungen war. Fabinho kam für den umgeknickten Henderson ins Spiel, Milner übernahm die Kapitänsbinde.

Torchancen? Außer einem Fernschuss von Thiago (9.) gab’s nichts zu notieren, die erste richtig gefährliche Aktion führte gleich zum 0:1. Van Dijk hatte einen langen Pass auf Mané gespielt, der gleich von zwei Bayern-Fehlern profitierte: Rafinhas Unaufmerksamkeit und Neuers Übereifer. Der Keeper war überflüssigerweise aus seinem Kasten zur Sechzehnerlinie geeilt, Mané übertölpelte ihn mit einer Rechtsdrehung und vollendete gefühlvoll mit links zur Führung (26.). „Wenn Neuer drin bleibt, passiert nichts“, analysierte Lothar Matthäus im Sky-Studio. Jetzt brauchten die Bayern zwei Tore zum Weiterkommen.

Liverpool in zweiter Hälfte besser

Es war der Weckruf für die Hausherren, die nun entschlossener zu Werke gingen. Neuer musste bei einem Konter gegen Robertson parieren (35.), der Rest der ersten Halbzeit gehörte dem FCB. Die Belohnung: der Ausgleich durch ein erzwungenes Eigentor von Joel Matip (39.). Süle hatte Gnabry rechts steil geschickt, der düpierte Robertson und drosch die Kugel quer vors Tor, wo Matip Gegenspieler Lewandowski zuvorkam. Jürgen Klopp dürfte froh gewesen sein, als Schiri Orsato zur Halbzeit pfiff.

Aus der die Liverpooler gefestigt zurückkamen, während Bayern in alte Passivität verfiel. Mané scheiterte an Neuer (50.), zehn Minuten später eröffnete sich Lewandowski wie aus dem Nichts die Chance zum 2:1, als er Gnabrys Vorlage nur um zwei Stollenlängen verpasste. Das wär’s gewesen für die Bayern – stattdessen setzte Liverpool den Wirkungstreffer. Abwehrbiest van Dijk sprang nach einer Ecke von Milner höher als Martínez und Hummels, Neuer blieb aus fünf Metern keine Abwehrchance: das 1:2 in der 69. Minute.

Coman (für Ribéry) und Sanches für James blieben ohne Wirkung. Mané setzte per Kopf den Todesstoß (84.). Und um 22.51 Uhr war die Champions-League-Saison vorbei für den FC Bayern. Fazit Niko Kovac: „Wir haben unsere Grenzen aufgezeigt bekommen.“

lk, lop, jau, bok.

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