1. hallo-muenchen-de
  2. Sport
  3. FC Bayern

Zehnte Meisterschaft in Folge: Macht der FC Bayern die Bundesliga langweilig?

Erstellt:

Von: Florian Schimak

Kommentare

Spieler des FC Bayern feiern den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.
Spieler des FC Bayern feiern den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. © IMAGO / Sammy Minkoff

Der FC Bayern eilt von Meisterschaft zu Meisterschaft. Doch ist diese Dominanz für die Bundesliga gut? Oder wird die Liga dadurch auf internationaler Sicht nicht unattraktiv?

München - „Langweilig? Das ist nicht langweilig. Das ist überragend!“ Diesen Satz sagte Thomas Müller am vergangene Samstag nach dem 3:1 über Borussia Dortmund und dem damit verbundenen, abermaligen Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Es war für den FC Bayern die zehnte in Folge.

Zwar haute Müller diesen Satz im Zusammenhang mit Kingsley Comans irrer Statistik raus, die besagt, dass er in all seinen Profi-Jahren am Ende der Saison Meister wurde. Dennoch müssen sich die Bayern gegen den Vorwurf der Langweile wehren. Zurecht?

FC Bayern: Zehnte Meisterschaft in Folge - macht der FCB die Bundesliga langweilig?

Fakt ist, dass der Kampf um die Meisterschaft seit Jahren wenig bis gar nicht spannend ist. Abgesehen von der Saison 2018/19 hatte der Rekordmeister am Ende immer einen zweistelligen Vorsprung vor seinem ärgsten „Verfolger“. Diese Dominanz spricht zum einen für die Qualität der Bayern, die Jahr für Jahr den besten Kader haben, weil sie es sich leisten können.

Video: Nach Geheimtreffen - Hasan Salihamidzic geht bei Haaland auf Kuschelkurs

Auf der anderen Seite zeigt dies aber auch, dass man in der Bundesliga inzwischen nicht einmal mehr „schottische Verhältnisse“ hat. Das führt dazu, dass die restlichen Teams nicht mehr interessant für potenzielle Top-Stars aus dem Ausland sind. Wer will schon in eine Liga wechseln, in der man nicht Meister werden kann, weil ein Verein auf Sicht der nächsten Jahre zu gut ist?

FC Bayern: Pure Dominanz, die die Bundesliga langweilig macht?

Darunter leiden der BVB oder RB Leipzig, die ihre Superstars daher selbst machen müssen. Am Ende werden diese dann vom FC Bayern mal für mehr und mal für weniger viel Geld an die Säbener Straße gelockt. Siehe Beispiel Dayot Upamecano, Marcel Sabitzer oder Julian Nagelmann zuletzt. Oder Robert Lewandowski und Mario Götze vor einigen Jahren.

Wenn jetzt auch noch Erling Haaland an die Isar wechselt, wäre bitter für den BVB und die gesamte Liga. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür, recht gering sein wird, zeigt es doch, wie groß die Abstände zwischen dem FCB und den Dortmundern inzwischen geworden ist.

Vielleicht muss die Konkurrenz einfach darauf hoffen, dass Coman den FC Bayern doch verlässt. Denn der hat ja offenbar eine Meisterschaftsgarantie in seinen Verträgen. Unglücklich, dass der Franzose seinen Kontrakt erst kürzlich bis 2027 verlängerte... (smk)

Auch interessant

Kommentare