Nächstes Gespräch in Lissabon geplant

David Alaba: Wirbel um Bayern-Zukunft - Berater setzt auf knallharte Tricks

David Alaba (l.) und Karl-Heinz Rummenigge unterhalten sich an einem Auto
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Gemeinsame Zukunft beim FC Bayern? Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (r.) arbeitet an der Vertragsverlängerung von David Alaba.

Noch immer ist die Zukunft von David Alaba nicht geklärt. Die Bayern-Verantwortlichen dürften sich bei den Verhandlungen an die jüngere Vergangenheit erinnert fühlen.

München - Bis vor Kurzem war noch nicht gewiss, ob in Lissabon weiter um die Zukunft von David Alaba verhandelt werden kann. Das hatte zum einen damit zu tun, dass der FC Bayern erst am Samstag endgültig das Ticket für das Champions-League-Finalturnier in der portugiesischen Hauptstadt löste. Dieser Teil war allerdings nur Formsache.

Kritischer war in den vergangenen Wochen hingegen der Zustand von Alaba-Berater Pini Zahavi. Den 76-jährigen Israeli plagten nämlich gesundheitliche Probleme. Beim FCB wussten die Verantwortlichen darüber Bescheid.

Alaba und der FC Bayern: Berater Zahavi wieder fit und verhandlungsbereit

Mittlerweile ist Zahavi wieder fit und der nächsten Verhandlungsrunde zwecks der Vertragsverlängerung von Alaba steht nichts mehr im Weg, wie Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge gegenüber der tz bestätigte: „Wir haben gesagt, wenn wir nach Lissabon kommen - und das sind wir jetzt -, werden uns dort mal treffen. Das ist geplant und steht weiterhin.“

Wenn sich Rummenigge und Sportvorstand Hasan Salihamidzic in Portugal mit Zahavi treffen, wird nicht mehr groß um das Gehalt gefeilscht werden können. Die Bayern haben der Alaba-Seite ein großzügiges Angebot unterbreitet - und sich dem Vernehmen nach beim Gehalt weit gestreckt. Trotz Corona. „Bei Alaba bin ich durchaus vorsichtig optimistisch, dass wir eine Lösung finden werden“, so Rummenigge.

Feilscht um einen Topvertrag für David Alaba: Pini Zahavi zählt zu den renommiertesten Beratern Europas.

Alaba und der FC Bayern: Berater setzt auf altbekannte Verhandlungstaktik

Damit besagte Lösung für seinen Klienten so lukrativ wie möglich ist, hat Zahavi einmal mehr seine im Fußball-Business altbekannte Verhandlungstaktik angewandt.

Es fängt damit an, dass der Berater einen Spieler für seine Agentur gewinnt, wenn sich dessen Vertragslaufzeit dem Ende zuneigt, indem er ihm versichert, beste Kontakte zu Real Madrid und Barcelona zu pflegen.

Das war bereits so, als Zahavi die Beratung von Robert Lewandowski übernahm, der im Sommer 2018 unbedingt zu den Königlichen wechseln wollte. Und auch für Alaba sind die beiden spanischen Top-Klubs Traumvereine. Darüber wissen die Verantwortlichen in München Bescheid.

Alaba und der FC Bayern: Statt um Madrid geht es plötzlich um Manchester

Meist stellt sich nach recht kurzer Zeit heraus, dass es für den jeweiligen Kicker mit einem Wechsel zu einem der beiden Klubs nicht klappt. Dafür werden die Spieler kurze Zeit später mit Vereinen in England in Verbindung gebracht. Bei Lewy war es damals Chelsea und Alaba hatte Zahavi bekanntlich als Tauschobjekt für Leroy Sané Manchester City angeboten.

Interesse der Spieler an einem solchen Wechsel ist freilich nicht wirklich vorhanden - es treibt aber die Gehaltssummen nach oben und ist somit ein gern genommenes Druckmittel bei Zahavis Verhandlungen für eine Vertragsverlängerung. Bei Lewandowski hatte Zahavi mit diesem Vorgehen Erfolg: Er stieg zum Top-Verdiener beim Rekordmeister auf. Das erhofft sich nun auch Alaba. Bleibt für den Österreicher zu hoffen, dass er sich mit Zahavi nicht verzockt hat.

Nach dem Triple-Sieg kann der FCB-Profi zumindest im Mittelmeer abschalten - wenngleich bei diesen Urlaubsbildern definitiv seine Freundin die größere Aufmerksamkeit erhält. (Manuel Bonke, Jonas Austermann)

Der FC Bayern stellte ein neues Champions-League-Trikot vor - das stößt nicht überall auf Begeisterung.

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