Pokalabend in Bremen

TV-Kritik zum FC Bayern: „Der Sky-Sarr“ oder einfach „der Mann mit den ulkigen Fragen“

Bremer SV gegen Bayern München bei Sky: Wasserziehr (re.) interviewt Nagelsmann
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Bremer SV gegen Bayern München bei Sky: Wasserziehr (re.) interviewt Nagelsmann.

Während der FC Bayern dem Bremer SV ein Dutzend Tore einschenkte, verfiel Sky-Ikone Patrick Wasserziehr in sein übliches Muster. Experte Lothar Matthäus glänzte in Abwesenheit.

Bremen/München - Das zentrale Thema dieses knüppelharten Sportjahres ist die Belastungssteuerung. Viele Bayern-Fans haben gestern darüber nachgedacht, das Jahrhundertspiel des Bremer SV gegen den FCB (Ticker zum Nachlesen) auszulassen und stattdessen zu regenerieren. Aber wer gegen Bremens aktuell beste Fußballmannschaft zugeschaut hat, musste nichts bereuen. Auch wir haben die letzten Kräfte mobilisiert – und verraten Ihnen, wer bei Sky die Belastung am besten gesteuert hat.

FC Bayern zu Gast in Bremen: Sky-Mann Wasserziehr folgt seinem inneren Zwang

Patrick Wasserziehr: Der Mann mit den ulkigen Fragen kam für Sebastian Hellmann ins Spiel, der geschont wurde. Er ist quasi der Bouna Sarr des Bezahl-TV, der Sky-Sarr. Wasserziehr durfte gleichzeitig moderieren und interviewen. Das ist kräftemäßig zwar anstrengend, aber dafür bekam er auch das doppelte Gehalt. Er hatte gewohnt dubiose Fragen für Julian Nagelsmann auf Lager: „Bleibt man im Herzen immer Amateurfußballer?“ Oder auch: „Könnte ein Jonas Hofmann bei Ihnen reinpassen?“ Denn egal, ob ein Spiel vor der Tür steht – Transferfragen stellt der Wasserziehr am liebsten. Das ist ein Zwang, der tief in ihm sitzt. Es ist nicht zu erwarten, dass er bei FC-Bayern-Spielen künftig öfter regeneriert. Eigentlich schade.

Lothar Matthäus: Wer da, Bremen? Und: Hier regiert der BSV! Es hätte viel zu analysieren gegeben beim Rekordmeister der Bremen-Liga. Aber Lothar steuerte die Belastung perfekt, und blieb daheim. So reiste Sky komplett ohne jeglichen Experten an die Weser. Und man hat trotzdem alles kapiert, potzblitz! Eine dolle Stradegie für die Zukunft.

FCB im DFB-Pokal weiter - Flexi-Kommentator Fuss kennt keine Belastungsgrenze

Wolff Fuss: Während der Flexi-Kommentator bei seinem Dritt-Arbeitgeber Sat.1 nur noch Wolffi Fuss heißt, firmiert er beim Sky weiterhin unter Wolff-Christoph Fuss. Soweit wir das beim DFB-Pokalspiel beurteilen konnten, handelt es sich aber um denselben unterhaltsamen Menschen. Wolffi-Wolff erzählte viele nette Schoten über die Bremer: „Óscar García García. Er heißt tatsächlich zweimal García, da ist das García vom Opa noch reingeflossen.“ Ärgerlich war nur, wie er die dumpfbackigen Pfiffe gegen Leroy Sané verharmloste als „Stahlbad, durch das er jetzt durch muss“. Dennoch: Für einen Mann wie ihm (O-Ton Lothar), der bei der WM 2018 innerhalb von 30 Tagen rund 117 Spiele live kommentierte, ist Belastungssteuerung kein Thema. Er kann immer.

Offensiv-Trio holt sich die Bestnote: Hier die Einzelkritik der FC-Bayern-Profis zum Kantersieg in Pokalrunde eins.

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