Ein Neuzugang ist „kein Kandidat für die erste Elf“

Sebastian Hoeneß: Gegen Würzburger Kickers „wird viel auf uns zukommen“

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Für Sebastian Hoeneß ist es bei den FC Bayern Amateure die erste Station im Profifußball.

Knapp vier Wochen nach dem Start in die Vorbereitung wird es ernst für die FC Bayern Amateure. Die Elf von Sebastian Hoeneß gastiert zum Auftakt der 3. Liga am Samstag bei den Würzburger Kickers.

„Wir haben uns von Woche zu Woche gesteigert. Wir sind gut drauf und in der Spur. Wir freuen uns, dass es endlich losgeht“, attestierte der Neffe von Präsident Uli Hoeneß seiner Mannschaft eine gute Vorbereitung. Besonders mit dem 4:1-Sieg im letzten Test gegen den tschechischen Erstliga-Absteiger Dukla Prag am vergangenen Samstag zeigte sich Hoeneß zufrieden: „Es war über weite Strecken eine ordentliche Leistung. Im Abschluss waren wir sehr konsequent“. 

„Würzburg ist eine harte Nuss“

Mit dem FC Bayern und den Würzburger Kickers treffen die beiden jüngsten Mannschaften der Liga aufeinander. Trotz zahlreicher Abgänge von Leistungsträgern sieht Hoeneß im Tabellenfünften der vergangenen Saison „eine harte Nuss. Es wird viel auf uns zukommen. Sie sind sehr eingespielt und haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Nach dem Spiel wissen wir, wo wir stehen.“ Besonders Timo Kern soll der Offensive den entscheidenden Schwung geben: „Er ist sehr wichtig für uns. Er hat bereits gezeigt, dass er fußballerische Qualität mitbringt und die jungen Spieler führen kann“, so Hoeneß über den Neuzugang von Mitaufsteiger Waldhof Mannheim. Auch der 29-Jährige selbst sieht darin seine größte Aufgabe: „Ich will helfen, aus dem Talent, dass offensichtlich da ist, etwas zu formen und, dass hier jeder Spieler einen Schritt nach vorne macht.“ Kern, der in der Jugend beim Karlsruher SC ausgebildet wurde und dort bereits zwölf Drittliga-Spiele absolviert hat, will deshalb in Zukunft als Führungsspieler vorrangehen: „Ich kann schon mal das Wort ergreifen“. Zuerst will er sich allerdings „durch Leistung einbringen und die Jungs dadurch von mir überzeugen.“ 

Auch Millionen-Neuzugang Leon Dajaku ist gegen die Würzburger Kickers eine Option

Mit Leon Dajaku kann Sebastian Hoeneß auf einen weiteren Neuzugang bauen: „Er ist fit und daher eine Option. Er hat die Saisonvorbereitung bei den Profis in Stuttgart absolviert“, fiel aber zuletzt mit einer Knöchelverletzung aus. Der 18-Jährige kam erst am Montag vom Zweitliga-Absteiger VfB Stuttgart zum Deutschen Rekordmeister. Medienberichten zufolge zahlte der FC Bayern rund 1.5 Millionen Euro für die Dienste des deutschen Juniorennationalspielers, der in der vergangenen Saison zwei Spiele in der Bundesliga bestritt und in 32 Spielen für die U19 zwölf Tore und sechs Vorlagen erzielen konnte. Neben zahlreichen Langzeitverletzten wird auch der neuseeländische Nationalspieler Sarpreet Singh in Würzburg nicht dabei sein. 

USA-Reisende sind keine Startelf-Kandidaten

Der 20-jährige Neuzugang von Wellington Phoenix weilt, wie Ron-Thorben Hoffmann, Maximilian Zaiser und Daniels Ontuzans, derzeit im Trainingslager der Profis in den USA. „Er kommt vom anderen Ende der Welt und hat noch nicht das körperliche Niveau, dass er ein Kandidat für die erste Elf ist“, begründet Hoeneß Singhs Fehlen beim ersten Drittligaspiel seit acht Jahren. Das gilt auch für die anderen drei Spieler aus dem Kader der Amateure, die derzeit Profiluft schnuppern dürfen: „Alle im Verein wollen, dass wir einen guten Start hinlegen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist dem richtigen Personal höher.“ Gleichzeitig macht Hoeneß aber vor allem Singh Hoffnung: „Es wird nicht lange dauern, bis er eine Option für die Startformation ist.“ 

Zirkzee-Gerücht eine „holländische Ente“

Trotz der Abgänge von Leistungsträgern wie Maxime Awoudja und Wooyeong Jeong sieht Hoeneß ,,derzeit keine Notwendigkeit“ in weiteren externen Verstärkungen, auch wenn „wir aktuell personell unterbesetzt sind“. Mit Timothy Tillmann, Maximilian Franzke und Nicolas Feldhahn sind weitere potentielle Stammspieler noch verletzt: „Wenn sie da sind, sind wir richtig gut aufgestellt“, blickt Hoeneß optimistisch auf die kommende Saison. Auf Sturmjuwel Joshua Zirkzee kann der 37-Jährige hingegen auch in Zukunft bauen. Einen möglichen Abgang zu AOD Den Haag, wie er von niederländischen Medien berichtet wurde, deklarierten die Verantwortlichen des FC Bayern als „holländische Ente“. Das erklärte Ziel Klassenerhalt, untermauerte auch Timo Kern: „Wir wollen die Liga halten. Das ist das realistischste Ziel, das eine Mannschaft haben kann. Alles andere kommt danach.“

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