Reaktionen zu Köln gegen Bayern

Klarer FCB-Sieg: Müller übt Selbstkritik - Neuer motzt gegen Kollegen

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FCB gewinnt in Köln: Thomas Müller und Co. erwartete dennoch ein ganzes Stückchen Arbeit.

Manuel Neuer ist nach dem ungefährdeten Sieg des FC Bayern beim 1. FC Köln verärgert, denn eines kann der Weltmeister nicht verstehen. Thomas Müller schwärmt vom spannenden Titelkampf. Die Stimmen zum Spiel.

  • Der FC Bayern München besiegt den 1. FC Köln klar und ist wieder Bundesliga-Tabellenführer.
  • Trotzdem hat Kapitän Manuel Neuer einiges an der Leistung der Kollegen auszusetzen.
  • Lesen Sie hier die Stimmen zum Sieg des Rekordmeisters.

München/Köln - Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter: So kann man das letztlich souveräne 4:1 (3:0) des FC Bayern München beim 1. FC Köln zusammenfassen.

FC Bayern München: Manuel Neuer motzt, Thomas Müller frohlockt

Für die teils brillante Offensivleistung bekam die Abteilung Attacke um Thomas Müller, Robert Lewandowski und Serge Gnabry unisono die Note 2. Doch gerade nach dem Seitenwechsel offenbarte der Rekordmeister einmal mehr Schwächen in der Abwehr.

Zweimal wurden vermeintliche Kölner Tore wegen Abseits zurückgenommen. Torwart Manuel Neuer verhinderte zudem mit mehreren Glanzparaden ein schlechteres Ergebnis oder gar einen Ausgleich des Effzeh - und nahm sich hinterher die Bayern-Kollegen verärgert vor.

Müller, der wieder zwei Tore vorbereitet hatte, erklärte seine Rolle als Vorlagengeber, den Leistungsverlust nach dem Seitenwechsel und den Titelkampf in der Bundesliga, an dem sich aktuell nach wie vor vier Mannschaften beteiligen. Die Spieler des 1. FC Köln waren verständlicherweise einfach nur ernüchtert. 

Wir fassen die Stimmen von Sky, aus der Mixed Zone und vom Kicker zusammen:

Manuel Neuer (FC Bayern) über...

...über das Spiel: „Damit, wie wir hier begonnen haben, konnte man nicht rechnen. Ich hatte mit Kölner Gegenwehr am Anfang gerechnet. Wir haben aber unsere Chancen eiskalt ausgenutzt.“

...über die fahrige zweite Halbzeit: „Wir müssen uns das vorwerfen. Wir hätten heute bis zu zehn Tore schießen können. Hier war mehr drin als das 4:1. Man muss aufpassen, ich habe schon viel erlebt. Wenn einiges bei uns schiefgegangen wäre, hätte Köln fünf, sechs Tore schießen können. Mich ärgert einfach, dass wir nicht so weitergespielt haben. Wenn man heute so in die Kabine geht, ärgert man sich schon.“

... über die Deutsche Meisterschaft: „Wir glauben daran, dass wir Deutscher Meister werden können, weil wir eine starke Mannschaft haben.“

Thomas Müller (FC Bayern) über...

...über das Spiel: „Wir haben in der ersten Halbzeit einen super Fußball gespielt. Ich habe uns selten so spielfreudig gesehen. Wir hatten Kombinationen, an denen alle Spieler beteiligt waren, hatten gute Laufwege und waren technisch sauber. Und in den ersten zehn Minuten waren wir extrem effizient, zum Ende der ersten Halbzeit jedoch nicht mehr ganz so. Eigentlich hätten wir zur Pause 5:0 führen müssen, dann wäre das Spiel schon zu gewesen.“

...den Leistungsabfall in Halbzeit zwei: „Da ist aufgetreten, was wir schon in den letzten Spielen beobachten konnten: Wenn wir einen großen Vorsprung hatten, verstecken wir uns, machen es uns bequem, gerade wir Mittelfeld- und Offensivspieler bieten uns nicht mehr so an, und dann kommt der Gegner wieder ins Spiel. Es spricht natürlich nicht hundertprozentig für uns, dass Manuel Neuer noch zweimal super halten musste, nach einem in der ersten Halbzeit absolut überragenden Spiel von uns.“

...über seine Rolle als Vorlagengeber: „Ich versuche, in unserem funktionierenden System ein Rädchen zu sein. Dass ich ein Auge für den Nebenmann habe, ist ja bekannt. Ich hätte aber auch gerne selbst getroffen.“

...den Titelkampf in der Bundesliga: „Es ist ein schöner Vierkampf. Der neutrale Zuschauer findet es klasse - eventuell... Wir wollen natürlich schon schauen, dass wir irgendwann in den nächsten Wochen - wenn es so läuft, wir es uns vorstellen - den Vorsprung ausbauen. Doch die Konkurrenz ist stark, das muss man anerkennen. Weder Dortmund, noch Leipzig, noch Mönchengladbach ließen irgendetwas anbrennen. Deswegen bleibt es spannend.“

Serge Gnabry (FC Bayern) über...

...über das Spiel:  „Wir haben viele Chancen liegen lassen. Nichtsdestotrotz haben wir drei Punkte und fahren happy nach Hause. Es hätten ein paar Tore mehr fallen können, auch auf Kölner Seite.“

Torwart Timo Horn (1. FC Köln) über...

...über das Spiel: „Wir haben die ersten Minuten komplett verschlafen. Bayern wollte, ähnlich wie in Mainz, das Spiel direkt entscheiden. Gegen solch eine Weltklasse-Mannschaft zurückzukommen, ist natürlich schwer. Spätestens mit dem 4:0 war es entschieden.“ 

...über die zweite Halbzeit: „Bayern hat einen Gang zurückgeschaltet, in der ersten Halbzeit hatten wir gar keinen Zugriff. In der zweiten Halbzeit hatten wir uns vorgenommen, dass wir nochmal alles versuchen. Da kann man uns keinen Vorwurf machen.“

Mark Uth (1. FC Köln) über...

...über das Spiel: „Es war schwer, die Bayern zu greifen. Gerade im Mittelfeld hattest du das Gefühl, dass sie zwei Mann Überzahl haben. Dann läufst du 90 Minuten hinterher. Unser Problem war, dass Serge Gnabry und Thomas Müller sich in die Räume haben fallen lassen. Wenn wir dann nicht kippen, werden die Abstände zwischen den Ketten zu groß. Und dann wird es schwierig.“

...über die zweite Halbzeit: „Wir haben es sehr, sehr gut gemacht in der zweiten Halbzeit. Der Trainer hat in der Kabine gesagt, dass wir die erste Halbzeit ausblenden sollen. Heute sind wieder 50.000 gekommen, und die wollen nicht sehen, wie der Effzeh abgeschlachtet wird.“

pm

Während derFC Bayern München am 22. Spieltag also die Tabellenführung derBundesliga zurückerobert hat, hielt eine Horror-Verletzung beim Spiel KSC gegen Osnabrück die 2. Liga in Atem.

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