Pokalauftakt

Gute Einstellung, souveräner Sieg: Der FC Bayern kommt in Schwung

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Harter Kampf: Thomas Müller gegen zwei CFC-Verteidiger.

Dem FC Bayern gelingt in der 1. Runde des DFB-Pokals ein überzeugender Sieg: Den Drittligisten Chemnitzer FC spielen die Münchner geduldig und konzentriert an die Wand.

Chemnitz - Kevin Kurz wusste nicht so recht, ob er sich nun freuen oder doch betrübt sein sollte. Der Torhüter des Chemnitzer FC hatte wirklich gut gehalten gegen den großen FC Bayern - aber am Ende eines einseitigen Spiels in der 1. Runde des DFB-Pokals "steht da halt ein 0:5", sagte er mit etwas gequältem Lächeln, und das war dann schon ein bisschen heftig. "Eins weniger hätte ich mir gewünscht", ergänzte der Schlussmann.

Der Rekordpokalsieger und Rekordmeister aus München hatte am Samstag beim Drittligisten aus Sachsen freilich nicht die geringste Lust, Kurz wenigstens ein wenig Genugtuung zu gestatten. Nach der verkorksten Vorbereitung und dem Gewinn des Supercups gegen Borussia Dortmund diente Chemnitz den hochmotivierten Bayern sechs Tage vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Bayer Leverkusen (Freitag, 20.30 Uhr/Eurosport und ZDF) als Sparringspartner.

Kimmich: „Es hat Spaß gemacht“

Das Training unter Wettkampfbedingungen erfüllte dann auch seinen Zweck. "Es war ein gutes Spiel von uns. Wir haben eine gute Einstellung gezeigt", sagte Trainer Carlo Ancelotti nach dem sehr souveränen 5:0 (1:0) - und vor allem der zweite Teil seiner Analyse beschrieb die Leistung seiner Mannschaft ganz gut: Die Münchner bespielten das Chemnitzer Bollwerk mit Geduld und zugleich mit größtmöglicher Konzentration und Seriosität.

"Es hat Spaß gemacht", sagte Nationalspieler Joshua Kimmich, "für uns war es wichtig eine Runde weiterzukommen und Spielpraxis zu sammeln als Mannschaft." Die Vorbereitung sei ja "nicht so optimal" gewesen, "deswegen ist es für uns ganz wichtig, dass wir da jetzt in den Rhythmus kommen". Nicht zuletzt wegen vieler Verletzungen konnten sich die Münchner nicht so gut einspielen, jetzt scheinen sie mit dem vorhandenen Personal auf einem guten Weg.

Bayern fehlen noch fünf Stammspieler

"Die Form ist sehr gut", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic bei Sky, "endlich haben wir mal alle Spieler an Bord." Nun, das war ein wenig geschönt angesichts des fehlenden Personals: Manuel Neuer kommt vielleicht schon am Freitag gegen Leverkusen zum Einsatz, auf jeden Fall länger fehlen werden Jerome Boateng, Thiago, Javi Martínez, James sowie Juan Bernat. Immerhin David Alaba und Arjen Robben kamen nun schon zu Kurzeinsätzen.

Aber die, die da waren, harmonierten ganz gut. Zunächst verhalf noch ein doppelt abgefälschter Freistoß von Robert Lewandowski (20.) zur Führung. Nach dem Treffer von Kingsley Coman (51.) ging es dann allerdings umso flotter dahin: Nochmal Lewandoski (60.), Franck Ribéry (79.) und Mats Hummels (89.) sorgten für ein am Ende standesgemäßes Resultat.

"Die Bayern haben eine Qualität, die sucht ihresgleichen", stellte Torhüter Kurz fest. Und dabei hatte nicht mal die ganze Qualität der Bayern in Chemnitz mitgespielt.

Zwei verdienten sich die 1: Bilder und Noten von Bayerns Sieg in Chemnitz

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