Nach Trainerschelte

Knallharter Kovac rüffelt Rafinha mit heftiger Ansage

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Kann auch streng sein, wenn die Kicker keinen Respekt zeigen: FCB-Trainer Niko Kovac.

Mit seiner Trainerschelte hat Rafinha intern wohl ein Eigentor geschossen. Ungewöhnlich hart fällt das Echo von Bayern-Coach Niko Kovac aus, der zudem zu einer ungewöhnlichen Maßnahme griff.

München - Dass Niko Kovac nur auf den ersten Blick ein Trainer der Kategorie Kumpeltyp ist, dürfte Rafinha spätestens die vergangene Woche über in Erfahrung gebracht haben. Nachdem sich der Brasilianer nach dem 1:0-Sieg gegen Hertha BSC zu einer Trainerschelte der besonderen Art hinreißen ließ („Der Trainer zählt nicht auf mich“), griff der Cheftrainer der Münchner zu knallharten Erziehungsmaßnahmen: Kovac ließ den Brasilianer vor versammelter Mannschaft antanzen und sich für sein Verhalten entschuldigen.

„Niemand darf sich über die Mannschaft, über den Verein, über seine Mitspieler stellen und sich so kritisch über den Trainer äußern“, stellte der Kroate klar. „Ich weiß, dass die Enttäuschung da ist. Bei vielen, die nicht gespielt haben, war sie groß. In der Emotion sagt man dann mal etwas, was man im nächsten Moment bereut. Er hat sich vor der Mannschaft bei mir für das entschuldigt, was er gesagt hat. Damit ist das Thema vom Tisch und es geht ganz normal weiter. Eines ist aber klar: In dieser Form darf das nicht passieren!“

Wegen Personalproblemen ist Rafinha für Kovac eine Option

Mit Blick auf die Gelbsperre von Joshua Kimmich für das Rückspiel gegen Liverpool am 13. März gilt Rafinha als Option für die Startelf und klagte mit Blick auf die entscheidende Partie im CL-Achtelfinale über zu wenig Spielpraxis unter Kovac. Über die Partie gegen die Reds, die am Donnerstag Watford mit 5:0 deklassiert hatten, wollte der 47-jährige Trainer aber noch nicht denken. Was zählt, ist der Hit am Samstag in Gladbach – eine Partie, bei der Rafinha aufgrund erheblicher Personalprobleme erneut eine Option ist.

Wie Kovac verriet, muss er bei der Partie gegen den Drittplatzierten einige Verletzte beklagen. Den linken Flügel darf er aufgrund der Ausfälle von Kinsgley Coman (Muskelfaserriss) und Franck Ribéry (Magen-Darm) komplett neu besetzen. Hinter den Einsätzen von Manuel Neuer (Grippe), David Alaba (Sehnenreizung) und Leon Goretzka (Sprunggelenk) steht ebenfalls ein großes Fragezeichen. Lediglich Mats Hummels und Sven Ulreich meldeten sich gestern nach Erkrankungen wieder fit. Auch bei Arjen Robben ist das Ende des Tunnels nach wie vor nicht in Sicht. Auf die Frage, ob der Holländer es gegen Liverpool schafft, meinte Kovac nur: „Ich kann es nicht sagen, wir müssen von Tag zu Tag schauen.“ Dass Rafinha bereit steht, weiß er jetzt…

Lesen Sie auch: Nach Rafinhas Kritik an Niko Kovac - jetzt schaltet sich Ex-Bayern-Star Lothar Matthäus ein

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