Wenig Spielzeit für Bayern-Bubis

Bundesliga-Debüt mit 17! Leverkusen feiert Wirtz - Wie läuft‘s bei den FCB-Youngstern?

FC Bayern: Am Montagabend feierte der 17-jährige Florian Wirtz sein Bundesliga-Debüt für Bayer Leverkusen. Wie sieht‘s bei den Bayern-Bubis aus?

  • Am  Montaggabend feiert Youngster Florian Wirtz sein Bundesliga-Debüt für Bayer Leverkusen
  • Der 17-Jährige stand in der Partie beim SV Werder Bremen (4:1) in der Startelf
  • Wie sieht es mit dem Nachwuchs des FC Bayern aus?
  • Mehr zu diesem Thema und viele weitere spannende Geschichten gibt es in unserer App

München - Am Montagabend hat in der Bundesliga eine neue Zeitrechnung begonnen. Mit Florian Wirtz (17) lief erstmals ein Spieler des Jahrgangs 2003 im Oberhaus auf. Dass Bayer Leverkusen nun den jüngsten Kicker der laufenden Saison stellt, ist kein Zufall. Die tz erklärt, welche Klubs am meisten auf den Nachwuchs setzen.

Aber der Reihe nach: Top-Talent Wirtz war erst im Winter vom 1. FC Köln nach Leverkusen gewechselt. Der Transfer des Offensivspielers hatte für böses Blut zwischen den rheinischen Rivalen gesorgt. Wirtz störte das ganz offensichtlich nicht, er akklimatisierte sich schnell bei Bayer und nutzte die Corona-Unterbrechung, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

FC Bayern: Wie viel setzt der FCB wirklich auf die Jugend? Leverkusen feiert Wirtz

Peter Bosz ließ den Youngster beim 4:1 in Bremen gleich von Beginn an ran. Anschließend sagte der Leverkusen-Coach: „Es war alles in allem eine gute Leistung von ihm.“ Wirtz ist nun mit 17 Jahren und 15 Tagen der jüngste Bayer-Profi aller Zeiten und der drittjüngste Bundesliga-Debütant hinter Nuri Sahin (16 Jahre, elf Monate, ein Tag) sowie Yann Aurel Bisseck (16 Jahre, elf Monate, 28 Tage).

Auch unabhängig von Wirtz gehört Leverkusen zu den Klubs, die besonders auf junge Spieler setzen. Das CIES Football Observatory aus der Schweiz hat ausgewertet, wie viele Einsatzminuten pro Verein in der Hinrunde 2019/2020 auf Akteure unter 22 Jahren entfielen. Bei Bayer kommen die Nachwuchskicker auf 15,8 Prozent der Einsatzzeit. Mehr Vertrauen bekommen die U-22-Spieler nur in Köln (17,6), bei RB Leipzig (18,7), Schalke 04 (19,1) und bei Borussia Dortmund (22,3) geschenkt. Bei den Schwarzgelben gehörten in der ersten Saisonhälfte Jungspunde wie Achraf Hakimi (21) und Jadon Sancho (20) zum Stammpersonal.

FC Bayern und der Nachwuchs: Alphonso Davies ist gesetzt - aber dann?

Der FC Bayern ist im Bundesliga-Vergleich erst auf Platz elf zu finden, nur 7,4 Prozent der Einsatzminuten entfielen auf Profis unter 22 Jahren. Alphonso Davies (19) gehört inzwischen fest zur Startelf. Michael Cuisance (20), Joshua Zirkzee (18), Leon Dajaku (19) und Sarpreet Singh (21) sind Ergänzungsspieler. Nachwuchskräfte wie Christian Früchtl (20), Ron-Thorben Hoffmann (21), Lukas Mai (20), Oliver Batista Meier (19) und Fiete Arp (20) kamen noch gar nicht in der Liga zum Einsatz.

Im Vergleich der internationalen Spitzenteams zeigt sich, dass vielerorts deutlich mehr auf die Stars von morgen gesetzt werden könnte. Manchester City setzt nur zu 2,3 Prozent auf U-22-Akteure, der FC Barcelona zu 5,4 Prozent, Juventus Turin zu 7,9 Prozent. Der FC Chelsea hingegen befindet sich im Umbruch, junge Spieler kommen auf über 23 Prozent der Spielminuten. Positiv aus deutscher Sicht: Die Bundesliga (9,8) fördert Talente stärker mit Einsätzen als die großen Ligen in England (8,5), Italien (7,7) und Spanien (7,0). 

Jonas Austermann

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © dpa / Matthias Balk

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