Top-Talent träumt von Welt-Karriere in München

Senkrechtstarter Richards: „Ich will zur Bayern-Legende werden“

Chris Richards ist fest entschlossen, seinen Weg zu den Profis zu gehen.
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Chris Richards ist fest entschlossen, seinen Weg zu den Profis zu gehen.

Chris Richards hat große Pläne. Das 20-Jährige US-Talent will einer der ganz Großen beim FC Bayern werden. Große Klappe oder Riesen-Talent?

  • Chris Richards ist seit zwei Jahren beim FC Bayern*.
  • In einem US-Podcast setzt er sich ambitionierte Ziele. 
  • In der 3. Liga spielt er bisher eine starke Saison.

München - Talente haben es beim FC Bayern nicht leicht - diese Erkenntnis ist nicht neu. Besonders in der Innenverteidigung ballt sich in München seit Jahren die internationale Klasse. Niklas Süle, Jérôme Boateng und Lucas Hernández sind dort in dieser Saison eingeplant, Benjamin Pavard fühlt sich ebenfalls in der Mitte am Wohlsten. Gibt es wie in der Hinrunde eine Verletzungsmisere, rückt kurzerhand David Alaba in die Zentrale und wird rasch zum Abwehrchef. Schlechte Karten also für Talente aus der eigenen Jugend. Doch einer lässt sich davon nicht beirren.

FC Bayern: Chris Richards will zur Legende werden

Chris Richards hat ein klares Ziel: Er will „zur Bayern-Legende werden“. Der 20-Jährige US-Amerikaner wechselte im August 2018 zunächst auf Leihbasis vom FC Dallas zum FC Bayern. Ein halbes Jahr später verpflichteten ihn die Münchner für 1,1 Millionen Euro fest, nachdem er in der U19 überzeugte. 

In der laufenden Saison bildet er mit Lars Lukas Mai dasInnenverteidiger-Duo desDrittliga-Teams und ist dort nicht mehr wegzudenken. Er gilt neben Joshua Zirkzee und Christian Früchtl als größtes Talent beim FC Bayern und zeichnet sich vor allem durch seine Ruhe am Ball, Stellungsspiel, Schnelligkeit und Physis aus. Angeblich gibt es bereits Interesse anderer Bundesliga-Klubs sowie aus der englischen Premier League.

Im amerikanischen “Underdog Soccer Podcast“ gab er zuletzt ein großes Interview, in dem er ambitionierte Ziele formulierte. „Hoffentlich bekommen ich im nächsten Jahr ein paar Minuten auf dem Feld mit der ersten Mannschaft“, sagt der Youngster. "Hier spielen Weltklasse-Innenverteidiger. Ich werde ihnen sicherlich nichts wegnehmen. Aber es ist an der Zeit, dass ich den Leuten zeige, was ich drauf habe", erklärte der in Alabama geborene Abwehrspieler. 

Chris Richards: „Ich analysiere Dinge, bevor sie passieren“

Beweisen durfte er sich bereits auf der USA-Tour und im Trainingslager der Bayern in Katar. Und auch das Bayern-Gen scheint Richards schon in Form einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein in sich zu tragen: "Eine Sache, die bei mir wirklich herausragt, ist meine Athletik. Ich bin ziemlich schnell und groß. Ich kann hoch springen und schnell die Seiten wechseln“, zählt Richards seine Stärken auf. „Meine Kopfbälle sind ziemlich gut, und ich kann einen Stürmer verfolgen, wenn ich muss. Ich decke ziemlich schnell eine große Fläche des Spielfeldes ab“, beschreibt der 20-Jährige seine Spielweise. „Ich bringe ein gewisses Maß an Gelassenheit und Besonnenheit mit. Ich analysiere Dinge, bevor sie passieren.“

Richards: „Wurde von Arjen Robben auf links gezogen“

Trotz dieser selbstbewussten Aussagen mangelt es Richards nicht an Respekt. Er ist sich bewusst, dass er noch eine Menge von den Profis lernen kann. „In meiner ersten Woche hier wurde ich von Arjen Robben auf links gezogen. Ich habe die Trainingsübung damals nicht richtig ausgeführt und ein paar Mal Mist gebaut. Er ist dann einfach auf mich los gegangen. Ich dachte 'Wow, das ist ein beängstigender Moment'." 

Auch von anderen Spielern ist er beeindruckt. "Lewandowski ist nicht aufzuhalten. Aber ich musste im Training auch schon gegen Kingsley Coman und Serge Gnabry antreten. Wenn du da nicht richtig postiert bist, dann ziehen die gnadenlos an dir vorbei", erzählt Richards.

Richards hat Profi-Potenzial - muss aber noch hart arbeiten

Nach Alphonso Davies und Joshua Zirkzee, die nun fester Bestandteil des Profikaders sind, ist Chris Richards ein weiterer Kandidat, der von Hansi Flick eine Chance bekommen könnte. Er wird sich mit seinen Leistungen aber unentbehrlich machen müssen, denn auch sein Abwehrkollege Lars Lukas Mai wurde, als sich Süle und Hernández verletzten, nicht berücksichtigt. Die Grundlage dafür ist harte Arbeit - das weiß Richards. "Wenn du hier im Training nicht dein Bestes gibst, dann gehen sie auf dich los. Jedes Jahr spielen die Bayern um Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League mit. Man muss darauf achten, dass jeder stets sein Bestes gibt."

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