Da kann keiner mithalten

In Sachen Effizienz ist der FC Bayern europaweit ganz vorne

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Jubelnde Bayernstars Hummels, Costa, Lewandowski, Alonso: Gut und - vergleichsweise - günstig.

München - Der FC Bayern verdient nicht nur Jahr für Jahr mehr Geld, er setzt es auch effizient ein. Und zwar derart gut, dass europaweit kein Verein mithalten kann.

Umsatzrekorde vermeldet der FC Bayern mittlerweile jedes Jahr aufs Neue. Dass die Münchner pumperlgsund sind, ist kein Geheimnis – beeindruckender als ihr Umsatz von 626 Millionen Euro ist nur noch ihre Effizienz. In ganz Europa kann da keiner mithalten!

Kein Meister aus den großen Top-Ligen gibt so wenig Geld für seine Spieler aus – gemessen am erzielten Umsatz. Das hat die Beratungsgesellschaft KPMG im Rahmen einer Studie über die Titelträger in acht europäischen Ligen ermittelt. Dafür hat sich die Gesellschaft an den Umsätzen der Klubs ohne ihre Transfererlöse orientiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Effizienz der Bayern einmalig ist. 260 Millionen Euro von den 592 Millionen Euro Umsatz (ohne Transfers) gibt der Rekordmeister für seine Stars aus. Bedeutet: Nur 44 Prozent ihres Umsatzes investieren die Roten in Robert Lewandowski, Thomas Müller & Co. – der Top-Wert unter den Elite-Klubs! Da kann nicht mal der FC Barcelona mithalten, obwohl die Katalanen einen noch größeren Umsatz als die Bayern verzeichnen. Von den 620 Millionen Euro stecken sie stolze 371 in ihr Team, das sind umgerechnet 60 Prozent. Lionel Messi, Luis Suarez und Neymar müssen schließlich fürstlich entlohnt werden. Getoppt wird der Wert nur noch von Juventus Turin. Die Alte Dame gibt sogar 65 Prozent des Umsatzes für Gonzalo Higuain & Co. aus.

Besonders erstaunlich: Selbst die Meister der kleineren Ligen arbeiten nicht so effizient wie der FCB. Türkei-Champion Besiktas Istanbul übersteigt die Münchner mit 60 Prozent locker, der PSV Eindhoven und Benfica Lissabon kommen zumindest in ihre Nähe. Der PSV investiert 48 Prozent seines Umsatzes in Spielergehälter, Benfica 49. So verwundert es auch nicht, dass die 33 Millionen Euro Gewinn, die der deutsche Rekordmeister 2016 erzielte, internationaler Top-Wert sind.

Während sich die Konkurrenz in den europäischen Top-Ligen über die Mega-Einnahmen aus der TV-Vermarktung freut, hat sie ein anderes Geschäftsfeld außer Acht gelassen. Beim Sponsoring und Merchandising stecken die Bayern mit Einnahmen von 342 Millionen Euro fast alle in die Tasche, selbst BarÇa oder Real Madrid. Einzig der umsatzstärkste Klub der Welt, Manchester United, setzt hier noch mehr Geld um (363 Millionen Euro). Allerdings müssen die englischen Vereine auch extra tief in die Tasche greifen, um ihren Spielern das Gehalt zu zahlen.

Das liegt zum einen an den teils irrwitzigen Summen, die auf der Insel gezahlt werden, zum anderen am hohen Einkommensteuersatz. Für ein Nettogehalt von einer Million Euro müssen die Premier-League-Teams rund 2,75 Millionen aufwenden – gemeinsam mit Frankreich (2,74) absoluter Höchstwert. Den Bundesliga-Klubs geht es da schon deutlich besser, hier profitiert auch der FC Bayern. Rund 1,9 Millionen Euro sind für eine Million Nettoeinkommen notwenig, etwas weniger als in Italien und Spanien. 

Glänzende Zahlen: die Bayern steuern Jahr für Jahr auf Rekordkurs

sw

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