Fast sicher: Ex-Bayern-Stürmer zu 1860

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Deniz Yilmaz (r.) im Luftduell mit Dortmunds Chris Löwe beim LIGA total! Cup im Juli

München - Der Überraschungsdeal ist schon fast fix: Ein Ex-Bayern-Stürmer soll den Löwen helfen. Florian Hinterberger gibt unterdessen Auskunft über Transfer-Planung und mögliche Vertragsverlängerungen.

Eigentlich ist man bisher davon ausgegangen, dass die Löwen sich derzeit in erster Linie nach Verstärkungen in der Abwehr umschauen. Trainer Reiner Maurer und Sportchef Florian Hinterberger allerdings verrieten jetzt, dass man sich auch um einen neuen Mann für die Offensive bemüht. Namen, die infrage kommen, gaben sie keinen preis, aber die tz erfuhr jetzt, wer höchstwahrscheinlich in den kommenden Tagen als Neuzugang im Angriff vorgestellt wird: Deniz Yilmaz von Mainz 05. Ein Ex-Bayer!

Yilmaz (23) war im August vergangenen Jahres zur Tuchel-Truppe gewechselt, brachte es in der Vorrunde allerdings auf keine einzige Einsatzminute in der Bundesliga. Am Sonntag beim Rückrundenstart in Leverkusen (2:3) stand der gebürtige Neu-Ulmer jedoch plötzlich in der Startelf. Der Lohn für seinen starken Auftritt beim 5:0 im Testspiel gegen den VfL Bochum, in dem er an allen fünf Toren beteiligt war.

Trotzdem: Das Ausleihgeschäft mit dem TSV 1860 soll über die Bühne gehen. „Wir brauchen noch einen variablen Mann für die Offensive“, begründete Hinterberger die Bemühungen des TSV 1860. Und Reiner Maurer fügte hinzu: „Wir sind vorne derzeit dünn besetzt. Schäffler ist weg. Wood und Kaiser fallen nach ihren Operationen länger aus, und Halfar, der eine Reizung am Bauchmuskelansatz hat, ist derzeit etwas fraglich.“ Im Trainingslager in Belek konnte Halfar an keinem Testspiel teilnehmen.

Yilmaz, der am liebsten als hängende Spitze agiert, war 2005 vom FC Bayern verpflichtet worden, für den er erst in der Jugend spielte und anschließend 115 Spiele in der zweiten Mannschaft bestritt und dabei 33 Tore erzielte. Für die Türkei war Yilmaz 53 mal in den U-Nationalmannschaften im Einsatz.

Einem anderen Kandidaten haben die Löwen abgesagt: Linksverteidiger Andreas Ibertsberger von der TSG Hoffenheim. Hinterberger: „Ich habe seinen Berater angerufen und ihm mitgeteilt, dass wir von einer Verpflichtung Abstand nehmen.“ Der Grund dürfte klar sein: Ibertsberger laboriert seit längerer Zeit an Rückenproblemen, und es wäre wohl keineswegs sicher gewesen, dass er in den ersten Punktspielen fit und einsatzfähig gewesen wäre.

 

So geht die Suche weiter. Nicht nur nach einem linken Abwehrmann, sondern auch nach einem Innenverteidiger. Hinterberger: „Unser Ziel ist es, dass die Neuen, das können dann bis zu drei Spieler sein, in den beiden Testspielen am Samstag in Winterherthur und am nächsten Dienstag in Salzburg dabei sind.“

Gespräche über Vertragsverlängerungen hat Hinterberger zusammen mit Geschäftsführer Robert Schäfer im Trainingslager in Belek auch begonnen. Die Ansprechpartner hießen Aigner, Rakic und Rukavina. Hinterberger: „Definitiv abgesagt hat uns dabei keiner von ihnen…“

tz

1860-Transfer-Kandidaten: Der aktuelle Stand

Der Geldhahn ist offen! Bis zu drei neue Spieler für bis zu zwei Millionen Euro wollen die Löwen (im Foto v. l.: Dieter Schneider, Hasan Ismaik und Robert Schäfer) im Winter verpflichten. © M.I.S.
Wen lotsen Florian Hinterberger (r.) und Reiner Maurer nach München? Gesucht wird vor allem ein Innenverteidiger, aber auch ein Linksverteidiger und ein zentraler Mittelfeldspieler stehen auf der Liste. Wir fassen die kursierenden Gerüchte zusammen. © sampics
Deniz Yilmaz (FSV Mainz 05, r.): Der 23-Jährige spielte bis zum vergangenen Sommer noch für den FC Bayern. Nun unterhielten sich die Löwen und die Mainzer über eine Ausleihe. Das hat sich allerdings nun doch zerschlagen. © Getty
Stéphane Besle (vereinslos): Der französische Innenverteidiger war nach tz-online-Informationen ein ganz heißer Kandidat. Der 27-Jährige wurde im Januar bei Xamax Neuchatel gefeuert - nach Ansicht vieler als Bauernopfer. Davor war er jahrelang Stammspieler beim Schweizer Erstligisten und zuletzt auch Kapitän. Allerdings hat sich Besle am Ende für einen Wechsel nach Metz in Frankreich entschieden. © Getty
Jonas De Roeck (FC Augsburg): Bei den Schwaben steht der Belgier auf dem Abstellgleis. Der KSC soll sich um ihn bemühen - aber auch bei den Löwen gilt er als Kandidat. Der 32-Jährige zeigt sich geehrt und nennt die Sechziger einen "interessanten Verein". Allerdings steht er weniger weit oben auf der Liste als etwa der besagte Besle. © Getty
Stefan Bell (Eintracht Frankfurt): Verwechselt! Stefan Bell hat zunächst die falsche Entscheidung getroffen. Nachdem er vergangene Saison bei den Löwen Top-Leistungen zeigte, ging der Youngster nach Frankfurt. Dort kam der Innenverteidiger aber kaum zum Zug. Doch aus einer Rückholaktion wurde nichts. Bell geht im Winter zurück nach Mainz. © Getty
Guillermo Vallori (Grashoppers Zürich, l.): Der Innenverteidiger reiste ins Trainingslager der Sechziger nach Belek, um einige Tage lang sein Können zu zeigen. Nun wartet er auf ein Signal. Er habe ein gutes Gefühl, betont Vallori gegenüber tz-online: "1860 ist eine offene Tür für mich, eine gute Chance." Er hofft nun, dass die Zusage aus München kommt. Die Löwen seien für ihn nicht die einzige Option, aber die interessanteste: "1860 hat für mich Priorität." © dpa
Florian Kringe (Borussia Dortmund): Über den Allrounder hat es nach tz-online-Informationen zwar Gespräche gegeben - allerdings nur sehr vage. Borussia Dortmund würde den Großverdiener (Vertrag bis Sommer) nicht nur ablösefrei ziehen lassen, sondern ihm sogar noch was "mitgeben", wenn er geht. Weiterhelfen würde der Allrounder den Löwen zweifellos - allerdings ist ein Wechsel eher unrealistisch, zumal der 1. FC Köln in vorderster Front mitmischt. © Getty
Dominic Maroh (1. FC Nürnberg): Nach tz-online-Informationen gab es über den Clubberer bereits vage Gespräche. Die kamen schnell zu einem Ende: Nürnberg lässt ihn im Winter nicht ziehen. Er wird möglicherweise im Sommer ein Thema. Dann läuft sein Vertrag aus. © Getty
Arne Friedrich (vereinslos): Der Fitnesszustand des Ex-Nationalspielers ist nach wie vor ungewiss. Trotzdem fällt sein Name bei Fans immer wieder, wenn es um mögliche Neuverpflichtungen für die Löwen geht. Aber aus einer Verpflichtung wird wohl nichts. "Mit solchen Hirngespinsten beschäftigen wir uns nicht", erklärte Sportdirektor Florian Hinterberger im November gegenüber tz-online. © Getty
Maximilian Nicu (SC Freiburg): Im Breisgau wurde der gebürtige Priener suspendiert. Und er ist bei den Löwen offiziell ein Kandidat. Das haben auch die Verantwortlichen bestätigt. Sein Berater Maikel Stevens nennt drei Gründe, die für einen Wechsel nach München sprechen. "1860 hat einen hohen Stellenwert bei ihm, weil er sieht, was sich da entwickelt. Die Gespräche waren bisher gut. Und er kommt aus der Nähe von München. © Getty
Christoph Janker (Hertha BSC, unten): Da würde einiges passen! Der gebürtige Chamer kommt aus Bayern. Er spielte einst schon bei den Löwen. Und: Wie tz-online erfuhr, ist er noch heute überzeugter Fan der Sechziger und würde gerne noch mal das Trikot der Blauen überziehen. Allerdings fühlt er sich auch in Berlin wohl und darf gar nicht weg. © Getty
David Jarolim (Hamburger SV): Auch das Interesse am Mittelfeld-Routinier haben die Löwen-Verantwortlichen bestätigt. Er dürfte den HSV ablösefrei verlassen. Jedoch wird er auch mit dem 1. FC Nürnberg, dem FC Augsburg und dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht. Und: Er würde wohl den Gehaltsrahmen sprengen. © Getty
Hans Sarpei (FC Schalke 04): Der Linksverteidiger dürfte Schalke im Winter ablösefrei verlassen und wird von vielen Fans vorgeschlagen. Allerdings geht es dabei wohl erst in zweiter Linie um sein Leistungsvermögen. Und in erster Linie um seinen Kultfaktor. Denn Hans Sarpei ist ein Facebook-Star. Hier finden Sie die coolsten Sprüche. © dpa
Heiko Butscher (SC Freiburg): Schade! Die Löwen hatten sich wie rund ein Dutzend anderer Vereine um die Dienste des im Breisgau gefeuerten Innenverteidigers bemüht. Allerdings bekam Sportchef Florian Hinterberger am 10. Januar die Absage per SMS. Butscher hat sich für das Interesse bedankt, sich aber gegen die Sechziger entschieden. Und am Ende für Eintracht Frankfurt. © M.I.S.
Marc Hornschuh (Borussia Dortmund II): Der 20-jährige Innenverteidiger wird seit Wochen immer wieder gehandelt. Allerdings suchen die Sechziger eigentlich eher einen erfahreneren Mann. Als Ausleih-Vereine werden vielmehr der FC Ingolstadt und der MSV Duisburg gehandelt. © Getty
Alexander Eberlein (Wacker Burghausen): Der 23 Jahre alte Ex-Löwe zählt im defensiven Mittelfeld zu den herausragenden Figuren der 3. Liga. Für diese Position suchen die Sechziger einen neuen Mann - und Rückholaktionen haben ja immer einen gewissen Charme. Nach tz-online-Informationen wurde eine Rückkehr an der Grünwalder Straße auch schon vage besprochen. Doch im Winter ist ein Wechsel unrealistisch, zumal Wacker ihn nicht abzugeben gewillt ist. © sampics
Tobias Weis (1899 Hoffenheim): Viele Fans nennen den giftigen Sechser aus Hoffenheim als Wunschkandidaten. Im Kraichgau kommt er kaum noch zum Zuge, sein Vertrag läuft im Sommer aus. Man würde ihm wohl keine Steine in den Weg legen. Doch ist ein Ex-Nationalspieler nicht eine Nummer zu groß für die Löwen? Ihm sei von einem Interesse nichts bekannt, "und ich weiß auch nicht, ob Tobias bereit wäre, in die 2. Liga zu wechseln", erklärte Hoffenheim-Manager Ernst Tanner am 19. Januar gegenüber tz-online. © Getty
Alexander Baumjohann (FC Schalke 04, l.): An dem hochveranlagten Kreativmann waren die Löwen schon vor gut zwei Jahren dran, als er noch für den FC Bayern spielte. Doch Miki Stevic handelte sich einen Korb ein: "Ich hatte dabei auf die Karte München gesetzt und mit seinem Berater Jürgen Milewski gesprochen. Hätte ja sein können, dass Baumjohann gerne hier bleiben würde und sich dann bei uns Spielpraxis holen könnte." Konnte er sich nicht vorstellen. Und ob er heute freiwillig in Liga 2 gehen würde? © Getty
Maximilian Haas (vereinslos): Vom FC Bayern II zog es den Innenverteidiger auf die Insel. Sein Engagement bei Middlesbrough ist seit Sommer beendet. Er ist seitdem auf Vereinssuche und Anfang Januar im Probetraining beim KSC durchgerasselt. Er wäre ein interessanter Mann, aber keiner, der den Sechzigern auf Anhieb weiterhelfen würde. © sampics
Andreas Ibertsberger (1899 Hoffenheim, hinten): Der Außenverteidiger kam in der Hinrunde auf nur ein mickriges Bundesliga-Spiel. Sein Plus: Er kann rechts wie links. Sein Minus: Sein Rücken spielt nicht mit. Löwen-Sportchef Florian Hinterberger: "Ich habe seinen Berater angerufen und ihm mitgeteilt, dass wir von einer Verpflichtung Abstand nehmen." © dpa
Antonio Ferreira (Terek Grosny): Die Löwen-Verantwortlichen sparten sich die Reisekosten! Denn auch Grosny gastierte im Trainingslager in Belek. So konnten die Sechziger ihn zwei mal bequem beobachten. Empfohlen hatte ihn Co-Trainer Denis Bushuev. © Getty
Enis Alushi (SC Paderborn): Wie tz-online erfuhr, haben sich die Löwen nach dem Mittelfeldmann vom SC Paderborn erkundigt. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Dann könnte das Thema auch wieder aktuell werden. Denn vorher lässt ihn der Zweiligist nicht ziehen. © dpa
Ilir Berisha (KF Pristina) Im Löwen-Training tauchte plötzlich ein neuer Mann auf. Ilir Berisha lautet der Name des 20-Jährigen. Der kosovarische Innenverteidiger von KF Pristina soll sein Können unter Beweis stellen. Er könnte ablösefrei wechseln und wäre ein Mann für die U23 - oder auch die Profis. © Lackovic

Quelle: tz

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