Ex-Bayer Diarra – „Das siebte Weltwunder“

Alou Diarra (l.) führt Girondins Bordeaux an
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Alou Diarra (l.) führt Girondins Bordeaux an

München - Bayerns Champions-League-Gegner Bordeaux steckt in der Krise. Angeführt werden die Franzosen von einem ehemals unauffälligen Spieler der FC-Bayern-Amateure: Alou Diarra.

Der französische Meister setzte die Generalprobe für das Duell gegen den Rekordmeister in den Sand – und rutschte nach dem 0:1 beim Tabellen-Zehnten AJ Auxerre mit 19 Punkten auf den dritten Platz der Ligue 1 ab. Die Elf von Coach Laurent Blanc verlor zweimal in Serie und konnte nicht von der ersten Saisonschlappe des Tabellenführers Olympique Lyon profitieren.

„Rien ne va plus“ – „Nichts geht mehr bei Bordeaux“, schrieb das Fachmagazin France Football in seiner Online-Ausgabe. Vor 16 500 Zuschauern schoss der Slowene Valter Birsa das Siegtor per Elfmeter. Auch die Einwechslung des nach einer Muskelverletzung von seiner Bestform weit entfernten Nationalelf-Spielmachers Yoann Gourcuff in der 71. Minute brachte Bordeaux keinen Erfolg. Coach Blanc sah man selten so zornig. „Ich bin sehr enttäuscht, wir hätten auch höher verlieren können“, klagte er. Auch Bordeaux’ Kapitän konnte das Ruder gegen Auxerre nicht mehr rumreißen – und der ist in München ein alter Bekannter: Alou Diarra. Von 2000 bis 2002 spielte der Franzose für die Bayern-Amateure – ohne in den Fokus der Profiabteilung zu rücken. Jetzt führt Diarra am Mittwoch seine Mannschaft aufs Feld und spielt sogar in der Equipe Tricolore.

„Das ist für mich das siebte Weltwunder, dass der jetzt Kapitän von Bordeaux und sogar in der Nationalmannschaft ist“, wundert sich Uli Hoeneß über den kometenhaften Aufstieg des 28-Jährigen: „Wenn mir einer das vor fünf Jahren gesagt hätte, hätte ich mein Vermögen verloren bei einer Wette.“ Über Le Havre, Bastia, Lens und Lyon führte Diarra sein Weg nach Bordeaux. Für das Nationalteam lief er inzwischen schon zwölf Mal auf. „Er war schon damals ein sehr guter Spieler. Groß, kopfballstark, hat ein sehr gutes Passpiel“, erklärte Philipp Lahm, der damals mit Diarra kickte. „Dass er Profi wird, war klar, aber dass es so weit geht, konnte man nicht erwarten.“ Jetzt hoffen die Bayern, dass Diarra am Mittwoch nicht zeigt, was ihnen entgangen ist…

Quelle: tz

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