Erste Bayern-Attacken gegen Inter

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Zwei Stars, ein Ziel: Ribery (vorne) und Robben peilen große Titel an.

München - Die Bayern sehen gute Chancen auf Revanche gegen Inter Mailand für das verlorene Champions League-Finale im vergangenen Jahr. Franck Ribery stichelt: „Mailand ist nicht mehr so kompakt.“

Am Mittwoch Mittag haben die Bayern unerwarteten Besuch bekommen. Die UEFA hatte Dopingkontrolleure an die Säbener Straße geschickt. Zum zweiten Mal in dieser Saison wurden zehn Profis zum Test ausgelost. Einer von ihnen war Franck Ribery, er grinst schief auf die Frage, ob alles gut geklappt habe beim Wasserlassen: „Ja, ja, kein Problem.“

Er hat in dieser Spielzeit ja schon ganz andere Torturen bewältigen müssen. Dass die UEFA Abgesandte geschickt hat, ist ein erster Vorbote darfür, dass es so langsam in die entscheidende Phase der Saison geht. Ribery ist gerade rechtzeitig fit geworden. „Ich fühle mich super“, sagt er, „ich hoffe jetzt auf einen großen FC Bayern.“

In der Liga lauten die kommenden Aufgaben Mainz 05, Dortmund, Hannover und Hamburg. Alles keine Laufkundschaft. Dazu steht das Pokal-Duell mit Schalke aus - und gewiss nicht zuletzt: Der Vergleich in der Champions League mit Inter Mailand. Bei einigen dieser Hürden haben die Bayern einiges gutzumachen. Das geht los bei Mainz, gegen das man in der Hinrunde verlor und hört auf bei den Italienern, die letztes Jahr im Finale der Königsklasse das bessere Ende für sich hatten. Ribery erinnert sich noch gut an die Wunden, die Mainz und Mailand hinterlassen haben - obwohl er selbst nicht auf dem Platz stand. Im Endspiel von Europas Elite fehlte er gesperrt, den Vorrundenvergleich mit Mainz sah er in seiner französischen Heimat im Fernsehen ; er pausierte verletzt. „Ein Sieg gegen die ist jetzt Pflicht“, sagt er, „aber wir müssen jetzt überhaupt alle unsere Spiele gewinnen - wir sind der FC Bayern.“

Die Hoffnungen, dass die Münchner Motoren nun endlich wieder so auf Touren laufen, dass Siegesserien selbstverständlich werden, ruhen zu einem gehörigen Teil auf Riberys Schultern. Beim 4:0 gegen Hoffenheim am Samstag wirbelten er und Arjen Robben, sein Pendant auf der rechten Seite, den Gegner so gekonnt durcheinander, dass ihnen höchstes Lob von allen Seiten zuteil wurde. Ribery fand die Vergleiche mit den Top-Stars der Branche wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo schön, „das tut dem Selbstvertrauen gut“, er weiß aber auch: Nur wer Großtaten in der Champions League vollbringt, darf sich wirklich zum erlesenen Zirkel zählen.

Im Finale 2010 hatte Inter wenig Mühe, Robben kaltzustellen. Ribery fehlte, mit nur einem Ausnahmekönner ist eine erstklassige Defensive schwer zu knacken. Vor dem Hinspiel nächste Woche sieht es aber so aus, als könnten die Münchner die Revanche mit beiden Flügelflitzern angehen - die Bayern sehen nun beste Chancen, ins Viertelfinale einzuziehen. Sie werden am kommenden Mittwoch in der Lage sein, beidseitig Angriffswellen zu fahren.

Zur Einstimmung ritt Ribery schon mal verbal erste Attacken gegen Mailand. „Sie sind vielleicht ein bisschen weniger kompakt und nicht mehr so gut wie im letzten Jahr“, sagt der Franzose, „es wird nicht einfach, aber die Chancen stehen bei 50:50.“ Sein Teamkollege Danijel Pranjic drückt noch deutlicher aus, dass die Bayern keinen Bammel haben: „Inter ist nicht mehr die gleiche Mannschaft wie letzte Saison. Sie haben nicht mehr diese Ordnung und Leidenschaft. Jose Mourinho ist weg, die Organisation nicht mehr so gut - diesmal klappt es.“

Ribery und Robben machen Mut. Zumal sie sich gegenseitig grün sind. Dass Robben mehr Lob einheimst, stört Ribery keineswegs. „Mir ist nicht wichtig, im Mittelpunkt zu stehen. Ich spiele nicht für mich, sondern für das Team.“ Worte, die Louis van Gaal gefallen dürften. Das Verhältnis zum Trainer sei nun „besser“, sagt Ribery. Auch diese anfangs schwierige Beziehung ist eine Tortur, die überstanden scheint.

von Andreas Werner

Quelle: tz

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