Nach dem Aufstieg beginnen die Kaderplanungen für die 3. Liga

Endlich Männerfußball! Hoeneß vor Bewährungsprobe bei Bayern-Amateuren

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Die Vorerst letzte Ansage von Holger Seitz an die Bayern-Amateure in der Regionalliga.

Nach dem Aufstieg in die 3. Liga gehen die Planungen für die kommende Saison los. Einige große Änderungen stehen bereits fest. So gibt es beispielsweise auch einen Trainerwechsel.

München – Nach dem Aufstieg ist vor der 3. Liga. Acht lange Jahre hatte die zweite Mannschaft des FC Bayern nach dem Abstieg 2011 in der Regionalliga zubringen müssen. Seit Sonntag sind die „Bayern-Amateure“ zurück in Liga drei. Dank eines 4:1-Kraftakts nach 0:1-Rückstand konnte die Mannschaft von Trainer Holger Seitz die 1:3-Hinspielniederlage gegen den VfL Wolfsburg II noch umbiegen und der Regionalliga Bayern damit den Rücken kehren.

Nach den Feierlichkeiten begannen Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Nachwuchsleiter Jochen Sauer direkt mit den Vorbereitungen auf die 3. Liga. Die wichtigste Veränderung wird dabei auf dem Trainerposten vorgenommen: Sebastian Hoeneß, der zuletzt zwei Jahre lang die U 19 des Rekordmeisters betreute, wird Holger Seitz beerben. Mit der Aufstiegsmannschaft dagegen sei man „gut besetzt“, wie Salihamidzic erklärte, „nur punktuell“ würden Ergänzungen vorgenommen.

Ohnehin betonten alle Verantwortlichen des Rekordmeisters, dass sie die 3. Liga als ideale Plattform für die eigenen Talente betrachten. Salihamidzic etwa zeigte sich „glücklich über den Aufstieg, für die Entwicklung der Spieler ist das gut“. Als „optimal für unsere Nachwuchsarbeit“ sieht auch Präsident Uli Hoeneß die 3. Liga an. „Die meisten Spieler haben noch Vertrag“, erklärte Nachwuchschef Sauer, mit den drei Routiniers Nicolas Feldhahn, 32, Maximilian Welzmüller, 29, und Kwasi Okyere Wriedt, 24, sei man auch in Bezug auf die bei U 23-Teams erlaubten drei älteren Spieler „gut aufgestellt“. Mit 24 Saisontreffern hatte sich Wriedt die Torjägerkanone der Regionalliga Bayern gesichert, ohne den Aufstieg wäre er wohl schwer zu halten gewesen.

Die 3. Liga sieht auch Salihamiczic als „große Aufgabe“ an, dort würden die Eigengewächse „Männerfußball kennenlernen“. Auch Sebastian Hoeneß, der Sohn von Dieter Hoeneß, steht vor einer Bewährungsprobe. Bislang war der 37-Jährige in Leipzig und München nur im Nachwuchsbereich tätig. Sein großer Name dürfte zunächst mehr Bürde als Hilfe sein, wovon schon das ein oder andere kritische Transparent der Bayern-Fans im Grünwalder Stadion kündete.

Dabei wusste Hoeneß beim Rekordmeister bisher durchaus zu überzeugen, nicht nur wegen seiner ruhigen, sachlichen Art zu coachen. In der abgelaufenen Spielzeit belegte er mit der U 19 zwar nur den vierten Platz, in der Spielzeit davor aber hatte er die A-Junioren des Rekordmeisters nach einer starken Runde auf Platz zwei geführt, punktgleich mit Meister Hoffenheim. Zudem überstand der Münchner Nachwuchs unter Hoeneß im Vorjahr erstmals die Gruppenphase der UEFA Youth League.

Die 3. Liga aber wird kein Zuckerschlecken. Weder für ihn noch für seine Mannschaft: Am letzten Spieltag stieg Cottbus äußerst bitter ab – mit 45 Punkten.

Unterdessen meldete sich Uli Hoeneß mit einer etwas überraschenden Aussage zu Wort: Der Bayern-Chef bereut im Nachhinein offenbar den Verkauf von Toni Kroos.

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