Wir schreiben den 23. Mai 2009, es ist der letzte Spieltag der Saison 2008/09

Ein Jahr Klinsmann - die Bilanz

Ein Jahr Jürgen Klinsmann als Bayern-Trainer - die tz zieht in einer Zeitreise Bilanz.
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Ein Jahr Jürgen Klinsmann als Bayern-Trainer - die tz zieht in einer Zeitreise Bilanz.

Heute werfen wir die FC-Bayern-Zeitmaschine an. Wir schreiben den 23. Mai 2009, es ist der letzte Spieltag der nächsten Bundesliga-Saison, Jürgen Klinsmann wirkt jetzt ein Jahr als Bayern-Trainer.

Und alle Klinsi-Freunde, Klinsi-Skeptiker und Klinsi-Gegner müssen konstatieren: Phantastisch, was der Mann geschafft hat! Er hat den FCB tatsächlich neu erfunden. Die Spieler sind schneller und schlauer denn je. Basti Schweinsteiger übersetzt fließend von der Inuit-Sprache Kalaallisut ins Slowenische, 63,4 Prozent des Kaders haben jetzt Abitur. Aber lesen Sie selbst: Ein Jahr Klinsmann – die Pracht-Bilanz.

Juli:Klinsi tritt mit einer Vision an. Er träumt von einer völlig neuen Profi-Generation – geistig springlebendig, fit in allen Welt- und Landessprachen. Idealvorstellung, so Klinsmann: „Das Hirn von Stephen Hawking im Körper von Lothar Matthäus.“

August:Der von Klinsi verfügte Sprachunterricht zeigt bereits Erfolge. Luca Toni überrascht die Journalisten vor dem ersten Bundesliga-Spiel in Hoffenheim mit einem selbstgeschriebenen bairischen Gstanzl: „Heit hau i eana viere nei, mit Hoffenheim is schnai vorbei“, deklamiert Luca in makellosem Münchnerisch mit leichtem Haidhauser Einschlag.

September:Das von Klinsmann geforderte verstärkte gesellschaftliche Engagement der Profis hat sich gelohnt. Lahm, Neuzugang Odonkor und Schweinsteiger werden in den Landtag gewählt. Schweini gibt das Mandat aber zurück, er will sich neben dem Fußball und seiner Hebräisch-Doktorarbeit auf das Fernstudium des Brauchtums der neuseeländischen Blaufuß-Indianer konzentrieren.

Oktober:Die von Klinsmann geforderten 1,1 Sekunden, um die jeder Spieler schneller werden muss, waren schnell erreicht. Jetzt verdoppelt der 29-köpfige Trainerstab die Anforderungen. Ribéry läuft die 100 Meter mittlerweile in 9,37 Sekunden, und die Arena muss nach Allershausen verlängert werden, um den pfeilschnellen Spielern genug Auslaufzone zu geben.

November:Auch Klinsis Computerkurse haben sich bewährt. Neuverpflichtung Gattuso, Sagnol und Sosa haben in ihrer Freizeit die erste absturzfreie Windows-Version aller Zeiten programmiert. Sagnol und Sosa hören mit dem Fußball auf und konzentrieren sich ganz auf die expandierende neue Bayern-Tochtergesellschaft Klinsisoft.

Dezember:Erfolg für Klinsmanns Appell ans Umweltbewusstsein der Spieler. Wissenschaftler finden heraus, dass sich über der Säbener Straße das Ozonloch geschlossen hat.

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Januar:Ein wenig Unruhe beim FCB. Ribéry will zu Fuß in der Formel 1 antreten und wird verhaftet, weil er mit 104 Sachen durch eine Tempo-30-Zone joggt. Lell beendet seine Karriere, weil er im Auftrag der NASA überprüfen soll, ob die Relativitätstheorie nicht vielleicht doch Unfug ist.

Februar:Der gesellschaftlich engagierte Poldi will als Bundespräsident kandidieren, findet aber rechtzeitig heraus, dass man dazu mindestens 40 sein muss. Klinsi überredet Katsche Schwarzenbeck zur Kandidatur, der im Juli Horst Köhler ablöst.

März:Mark van Bommel, der jetzt den Pilotenschein hat, fliegt den FC Bayern ab sofort selbst zu den Spielen. Beim Anflug auf Kiew sind die Ukrainisch-Kenntnisse von Co-Pilot Schweini sehr hilfreich.

April:Das Spiel in Köln (mit 24 Punkten Rückstand Zweiter) muss verschoben werden, weil sechzehn Bayern-Profis fürs Abitur büffeln.

Mai:Saisonende! Bayern ist jetzt der schnellste und schlaueste Fußballklub der Welt. Klinsi holt das Double und scheitert im Champions-League-Halbfinale nur knapp an Chelsea. Trotzdem hat sich viel geändert: Dr. Schweini kann die Schlappe jetzt in drei ostjapanischen Dialekten erklären. Was für ein Trainer!

Jörg Heinrich

Quelle: tz

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