Effenberg redet Klartext

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Stefan Effenberg ist skeptisch, was den FC Bayern angeht.

München - Sky-Experte Stefan Effenberg äußerte sich in der Sendung Sky90 ausführlich zu den wichtigsten Themen rund um den FC Bayern München.

Effe über:

... Franck Ribéry: Er muss sich jetzt auf den FC Bayern konzentrieren. Der FC Bayern braucht Ribéry. Der FC Bayern ohne Ribery ist eine Durchschnittsmannschaft, zum heutigen Zeitpunkt. Er macht den Unterschied aus.

... die Transferpolitik: Im kompletten Abwehrbereich haben die Verantwortlichen des FC Bayern in den letzten ein, zwei Jahren einfach geschlafen. Denn es gab immer Probleme, ob mit Demichelis oder mit Lucio. Da gab es haarsträubende Fehler. Die muss man abstellen und die kann man nur abstellen, indem man sich verstärkt, nicht ergänzt. Ich gebe keine 30 Millionen für Gomez aus, der in meinen Augen einen Marktwert hat von zwölf oder 15 Millionen. Dann investiere ich die Summe, die ich noch hätte – und Bayern hat genug – in die Bereiche, in denen ich Probleme habe. Und es ist doch offensichtlich, dass sie in der Abwehr Probleme haben und im Spiel nach vorne zu abhängig sind von Ribéry.

... über den Saisonstart: Bayern ist kein Titelfavorit. Sie spielen um die Meisterschaft mit, aber dieser haushohe Favorit, der sie in den letzten Jahren immer waren, sind sie nicht mehr!

... über das System von Louis van Gaal: Das ist keine Systemfrage. Jeder Spieler hat eine Aufgabe zu erfüllen. Mir fehlt es an Qualität. Da ist nicht die Qualität im Kader vorhanden, um wirklich ganz oben mitzuspielen.

... über die Torwartdiskussion und die Probleme in der Abwehr: Jede Topmannschaft braucht einen der besten Torhüter der Welt. Den hatten wir mit Oliver Kahn, den hat Bayern München mit Rensing nicht. Rensing ist ein guter Torwart, der bei Köln spielen würde oder bei Frankfurt, aber nicht beim FC Bayern, mit diesen Ansprüchen, die der FC Bayern hat. Zweiter Mann ist Butt: Das ist nicht das, was man zwischen den Pfosten braucht, um die Ziele, die der FC Bayern hat, nämlich international wieder ranzukommen, zu erreichen. Allerdings gehört die Abwehr im Verbund mit dazu. Badstuber ist ein guter Junge, aber der muss geführt werden. Da ist niemand, der ihn führen kann, weil sie alle selber Problem haben. Das ist fatal. Wenn sie schon in der Bundesliga solche Probleme haben, was soll denn dann international rauskommen?

... über die Taktik gegen Mainz: Da biete ich meine komplette Offensivkraft auf. Mit einer Spitze kann ich im Viertelfinale oder Halbfinale gegen Real oder Manchester spielen. Alles okay. Da muss ich massiv hinten stehen, aber doch nicht gegen Mainz.

... über die Zukunft des FC Bayern: National ist der FC Bayern durchaus in der Lage Deutscher Meister zu werden, international sage ich auch heute schon, wird es nicht reichen.

tz

Quelle: tz

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