Demütigung! FCB-Spieler verzocken Extra-Prämie

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Franck Ribéry (l.), Mario Gomez (Mitte) und Thomas Müller waren entsetzt von der 1:3-Pleite

München - Der FC Bayern hat gegen Dortmund mehr als drei Punkte verzockt. Es war eine Demütigung im "Imagespiel". Dabei hätten die FCB-Bosse - wie die tz erfuhr - bei einem Sieg viel Geld fließen lassen.

Der Schal baumelte nicht mehr um seinen Hals. Uli Hoeneß hatte ihn abgenommen, zusammengerollt und fest in der Hand. In Mailand noch trug der Präsident das rot-weiße Fan-Utensil voller Stolz, ein Grinsen zierte sein Gesicht. Die 90 Minuten von Samstag hatten alles geändert. Versteinerte Miene, ein kurzes „Nein, kein Kommentar“, nur noch weg. Denn seine Bayern, für die er Tag und Nacht lebt, waren zu Hause vorgeführt worden wie selten zuvor. Der Gipfel in der Arena wurde zur schwarz-gelben Machtdemonstration.

Der FC Bayern verlor beim 1:3 mehr als drei Punkte. „Das war ein Imagespiel. Und wir haben ohne Frage an Image verloren“, konstatierte Karl-Heinz Rummenigge. So groß waren die Sprüche, so selbstsicher die Bosse. Am Ende behielt Hoeneß nur in einem recht – dass es einen Sieg mit zwei Toren Unterschied geben würde. Für die falsche Seite…

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Rummenigge sieht "Imageverlust"

Wie sehr die Niederlage schmerzte, zeigte sich am Samstag, als um 20.19 Uhr alles vorbei war. Denn die Bayern-Fans pfiffen nicht. Sie verfielen in eine Schockstarre. Blankes Entsetzen in der Arena. Und in Fröttmaning war nur noch eines zu hören: Dortmunder Jubelgesänge. Die Bayern mussten mitansehen, wie der BVB die vorgezogene Meisterfeier veranstaltete. Das war den Roten zuletzt anno 2004 passiert – nach einer 1:3-Heimniederlage gegen den Double-Sieger Bremen.

„Wer wird Deutscher Meister? BVB Borussia!“, hallte es aus 10 000 Dortmunder Kehlen. Und Lautsprecher Kevin Großkreutz verteilte nach Schlusspfiff weitere Wirkungstreffer. „Große Klappe und viel dahinter“, grinste der 22-jJährige Dauerläufer. „Ich habe nur gesagt, dass Bayern reif ist – und das haben wir heute bewiesen. Was Hoeneß sagt, interessiert mich nicht.“ Großkreutz beackerte seine linke Seite, setzte nach vorne Akzente, half hinten aus – und genoss das 3:1 in vollen Zügen. „Hier für den ersten Sieg seit 20 Jahren gesorgt zu haben, ist genial“, erklärte der Jung-Nationalspieler. „Ich war als Fan öfter in München und bin meistens schon 20 Minuten früher gegangen. Heute war es geil.“

Die Dortmunder Machtübernahme für zumindest ein Jahr ist perfekt. „Die Meisterschaft haben wir begraben“, streckte Christian Nerlinger die Waffen. Die Bayern haben andere Probleme. Platz zwei darf auf keinen Fall verpasst werden. Die Leverkusener bereiten große Sorgen. „Wir müssen uns schütteln“, mahnte Rummenigge. „Wir müssen zusehen, dass wir am Mittwoch das Pokalfinale erreichen.“ Sonst könnte aus einer durchwachsenen eine desaströse Saison werden.

ta, jj

Quelle: tz

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