Vorstandsboss wird bei Sané-PK deutlich

Krach beim FC Bayern München? Rummenigge mit Machtwort im Alaba-Poker

David Alaba möchte beim FC Bayern verlängern - allerdings auch in die Topriege der Verdiener aufsteigen. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bezieht nun öffentlich Stellung.

  • David Alaba hat sich beim FC Bayern längst zu einem Leistungsträger entwickelt.
  • Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung (aktuell bis 2021) ziehen sich jedoch.
  • Der Österreicher möchte eine satte Gehaltserhöhung. Karl-Heinz Rummenigge bezieht Stellung.

München - Im Fokus des Auftritts sollte die Vorstellung von Leroy Sané stehen. Weil der neue Superstar des FC Bayern aber bereits in den Tagen zuvor ausführlich gesprochen hatte, wurde er – zumindest, was die Fragen an die Bosse anging – zur Nebensache. Viel interessanter, das merkte man schnell, ist die nach wie vor ungeklärte Zukunft von David Alaba und Thiago. Beim Spanier hat man die Hoffnung auf einen Verbleib nach Vertragsende 2021 aufgegeben – und in Richtung des Österreichers sagte Rummenigge: „Wir haben die Karten auf den Tisch gelegt. Es liegt am Berater und an David.“ Dass Ärger in der Luft liegt, war nicht zu überhören.

FC Bayern: Rummenigge mit Fingerzeig an Alaba und Berater Zahavi

Beide Fälle begleiten die sportliche Führung des FC Bayern München ja schon lange. Anders als bei Manuel Neuer und Thomas Müller ziehen sich die Gespräche, und bei Alaba habe man „bis dato keine Lösung“. Einige Runden mit Vater George sowie Berater Pini Zahavi haben bereits stattgefunden, es sei „kein Geheimnis“, führte Rummenigge aus, „dass es wie immer ums Gehalt geht“. Alaba, so hört man, soll im internen Salär-Ranking aufsteigen wollen, aktuell liegt er unter den Topverdienern wie Robert Lewandowski und Manuel Neuer. Er will wohl 20 Millionen Euro pro Jahr. Trotz Corona.

Möchte auch in Zeiten von Corona einen großen Sprung im FCB-Gehaltsgefüge machen: David Alaba (re.).

Rummenigge schickte ein eindeutiges Signal an die Verhandler – und sagte: „Ich stelle fest, dass die Transfersummen sich nach unten bewegt haben. Bei Gehältern zumindest im Spitzenbereich scheint der eine oder andere Berater noch zu denken, dass die Sonne hell scheint. Dem ist aber nicht so.“ Die Worte sind freilich Teil des Pokerspiels, das Alaba wie Berater Zahavi kennen. Der Israeli handelte auch für Lewandowski den Optimal-Vertrag aus, er pokerte lange und gut.

Bayern München möchte mit David Alaba verlängern - Aber nicht um jeden Preis

Karl-Heinz Rummenigge betonte immer wieder, dass „wir grundsätzlich verlängern wollen“. Sollte das nicht möglich sein, „müssen wir uns mit anderen Optionen auseinandersetzen“. Heißt: einen Verkauf noch in der laufenden Transferperiode, die bis 5. Oktober geöffnet ist. Allen Interessenten rief Rummenigge aber plakativ zu: „Es wird beim FC Bayern keinen Sommer-Sale geben.“ Das gilt für Alaba genauso wie für Thiago, der beim FC Liverpool im Gespräch ist. Bisher gab es keinen Kontakt, über die kursierende Ablöse von rund 30 Mio. Euro aber muss Rummenigge „schmunzeln“. Der FC Bayern wird den Mittelfeld-Strategen aus Spanien nicht unter Wert ziehen lassen. „Fakt ist“ zudem, sagte Rummenigge, „dass wir bei beiden nicht aufs Gaspedal drücken müssen“.

Was als Nächstes ansteht: Gespräche mit Jerome Boateng und Javi Martinez, die ebenso nur bis 2021 gebunden sind.

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