Zentrale Dauerbrenner des FC Bayern

Das sind Jupps drei Musketiere

Wer sind Jupps Schlüsselspieler?
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Wer sind Jupps Schlüsselspieler?

Jupp Heynckes rotiert gerne und viel. Wie jeder andere Coach hat aber auch er seine Schlüsselspieler, die sich im Zweifel nicht so oft auf der Bank wiederfinden.

München - Welche Bedeutung die Rotation für Jupp Heynckes hat, zeigt der folgende, beeindruckende Fakt: In den 25 Spielen unter dem 72 Jahre alten Trainer des FC Bayern gab es nicht einmal dieselbe Startelf. Und geht es nach dem Triple-Coach, wird sich das Spielergeschiebe auch in die entscheidende Phase der Saison hineinziehen – Härtefälle hin oder her. „Jeder muss das akzeptieren“, so Heynckes neulich. „Wer beim FC Bayern München einen Vertrag unterschreibt, der muss damit rechnen, dass er hier und da mal nicht von Anfang an spielt.“ Wie jeder andere Coach hat aber auch Don Jupp seine Schlüsselspieler, die sich im Zweifel nicht so oft auf der Bank wiederfinden wie andere.

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Bei Heynckes sind das im Mittelfeld Javi Martínez, James Rodríguez und Arturo Vidal. Hinter Schlussmann Sven Ulreich, Stammknipser Robert Lewandowski und den Dauerbrennern in der Abwehr sind die drei Latinos (und Arjen Robben) die Spieler mit den meisten Spielminuten unter Heynckes. Gerade im überbesetzten Mittelfeld des Rekordmeisters, wo dem Trainer für drei Positionen insgesamt sechs Kicker zur Verfügung stehen, sind Jupps drei Musketiere die Akteure, die die längste Zeit auf dem Platz standen. Unter Heynckes’ Vorgänger Carlo Ancelotti hingegen waren die drei Amigos eher im unteren Drittel dieser Kategorie vertreten.

Martínez, Vidal und James sind Heynckes’ Dauerbrenner in der Zentrale

Am stärksten hat sich der Wechsel auf der Trainerbank für James Rodríguez ausgewirkt. Unter Ancelotti absolvierte der Kolumbianer in neun Spielen gerade einmal 237 Minuten, bei Heynckes (wo er genauso wie unter Ancelotti drei Spiele verletzungsbedingt verpasste) kommt der Ex-Spieler von Real Madrid auf 1436 Minuten aus 25 Partien. „Ich bin sehr zufrieden mit ihm“, lobte Heynckes den Südamerikaner und fügte an: „In Zukunft wird er noch wichtiger für uns werden.“ So wichtig wie Vidal, bei dem der Trainer des Rekordmeisters nach der Entlassung von Ancelotti gerade in Sachen Disziplin behilflich sein musste, schließlich kannte Heynckes ihn noch aus gemeinsamen Zeiten in Leverkusen. Mittlerweile geht aber auch der Krieger wieder wie gewohnt voran.

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Der Schlüssel im Jupp-System ist aber wie im Triple-Jahr 2013 wieder einmal Javi Martínez. Unter die ersten Amtshandlungen des Trainerfuchses fiel, den Spanier von der Abwehrmitte wieder auf seine angestammte Position auf der Sechs zu beordern, wo er beim CL-Finale in Wembley entscheidend zum Sieg über den BVB beitrug. „Für mich ist er ein ganz wichtiger Spieler in meinem System“, gab Heynckes schon vor Monaten zu. Kein Wunder also, dass der Mann aus Navarra lediglich zweimal rausrotiert wurde…

José Carlos Menzel López

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