Wieder auf Bundesliga-Kurs

Gala gegen Schalke: Hat Hansi Flick jetzt sein Triple-Trio gefunden?

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Jubelnde Bayern gegen Schalke.

Der FC Bayern ist wieder auf Kurs - beim 5:0 über Schalke überzeugte vor allem das Trio im Mittelfeld. Hat Hansi Flick jetzt seine Stammformation gefunden?

  • Der FC Bayern München hat den FC Schalke 04 mit 5:0 besiegt.
  • Vor allem der ehemalige Gelsenkirchener Leon Goretzka überzeugte.
  • Hat Trainer Hansi Flick mit ihm, Thiago und Joshua Kimmich nun die Stammformation im Mittelfeld gefunden?

Leon Goretzka kann man bedenkenlos als den etwas anderen Profi bezeichnen. Der 24-Jährige bezieht in politischen Themen gerne offensiv Stellung, erhebt die Stimme gegen Rassismus. Auch auf dem Fußballplatz ist der gebürtige Bochumer eine ehrliche Haut. Zu beobachten war das wieder einmal rund um den 5:0-Sieg des FC Bayern gegen Schalke 04 – den Verein, für den Goretzka vor seinem Wechsel nach München fünf Jahre spielte.

Was war passiert? In Minute 50 hatte der Mittelfeldmann einen Treffer der Marke Traumtor erzielt, den Ball nach einer Ecke akrobatisch mit einem Scherenschlag versenkt. Wer im Anschluss eine entschuldigende Geste à la Mario Götze erwartet hatte, wurde enttäuscht. Goretzka rutschte auf Knien über den nassen Arena-Rasen in Richtung der Nordtribüne. Also auch dorthin, wo hoch oben unter dem Stadiondach die Gästefans sitzen. Eine Provokation? Keineswegs, versicherte der ehemalige Gelsenkirchener: „Dass die Schalke-Kurve dort war, war nicht geplant. Aber ich bin kein Fan davon, wenn man seinen Jubel unterdrückt. Ich empfinde das so ein bisschen als scheinheilig.“

Leon Goretzka betont: Respektlos sollte sein Jubel nicht sein  

Goretzka hoffe, seine Freude werde ihm im Schalker Lager nicht als Respektlosigkeit ausgelegt. „Das sollte es auf keinen Fall sein“, meinte der 24-Jährige. Was der Nationalspieler in den 90 Minuten am Samstagabend mit seinen ehemaligen Weggefährten veranstaltet hatte, wird allerdings keiner so schnell vergessen. Goretzka, der vor Joshua Kimmich und Thiago den offensiven Freigeist gab, war nicht zu greifen gewesen. Mal im Raum hinter Robert Lewandowski, mal auf einer Linie mit ihm.

In Durchgang eins verhinderte lange Zeit einzig der Videobeweis eine Torbeteiligung von Goretzka. Thomas Müllers Treffer (17.) und Lewandowskis vermeintlich zweitem Streich (37.) verweigerte der Videobeweis die Anerkennung. In der Nachspielzeit war das 2:0 aber nicht mehr zu verhindern: Goretzka servierte Müller das Leder nach einer Perisic-Flanke per Kopf (45.+2). Sportdirektor Hasan Salihamidzic sagte: „Wenn Leon so auftritt wie heute, gibt er der Mannschaft das gewisse Etwas.“

FC Bayern München besiegt Schalke: Thomas Müller sorgt für die nötige Bodenhaftung

Bester Beweis dafür war das erwähnte Traumtor zum 3:0. „Natürlich spielst du einen anderen Fußball, wenn du selbstbewusst bist. Das hat man nicht nur bei mir gesehen, sondern bei der ganzen Mannschaft“, meinte Goretzka. Für die nötige Bodenhaftung sorgte Teamkollege Müller. Er sagte schmunzelnd: „Leon hat schon genug Sonderlob vor laufenden Kameras bekommen, jetzt reicht es wieder.“ Und fügte an: „Ich fand seine Vorlage zu mir deutlich ansprechender als das Tor.“

Wortwörtlich im Schatten von Goretzka zogen Kimmich und Thiago ihre Kreise. Noch unter Niko Kovac hatte das Mittelfeld-Duo selten harmoniert, jetzt traten die beiden Spielmacher den Beweis an, dass es auch zusammen bestens klappen kann. Sinnbildlich dafür die Entstehung des 4:0: Kimmich und Thiago setzten Amine Harit am Mittelkreis gemeinsam zu, den Ballgewinn veredelte der Spanier nach Lewandowskis Zuspiel (58.).

Müller meinte: „Unsere Techniker gewinnen mit Super-Einsatz den Ball. Da muss man nicht groß etwas herausspielen oder eine Abwehr überwinden, die im eigenen Sechzehner steht.“ Salihamidzic sagte: „Sie sind kreativ und diszipliniert. Das sieht richtig gut aus!“

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