Abriss! Brenos Villa ist nicht mehr zu retten

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Die Villa, in der Breno lebte, muss abgerissen werden.

München - Für Breno geht es sportlich gesehen bergauf, doch die im Herbst abgebrannte Villa in Grünwald ist nicht mehr zu retten: Das Haus wird in diesen Tagen abgerissen.

Er ist motiviert, er lacht, er ist auf dem Wege, ein anderer Mensch zu werden, positiv, er arbeitet sehr viel, trainiert sehr viel.“ Das sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes jüngst über Breno, seinem Innenverteidiger, der ein Brandstifter sein soll.

Viel Arbeit haben nun allerdings auch die Bauarbeiter: Denn die Villa des Fußballstars (21) in Grünwald wird gerade abgerissen! Vor zweieinhalb Monaten hat seine Villa lichterloh gebrannt, er soll sie aus Verzweiflung selbst angezündet haben. Knapp zwei Wochen lang saß der Kicker danach in Untersuchungshaft und war erst Anfang Oktober wieder auf freien Fuß gekommen. Mittlerweile trainiert Breno wieder bei den Bayern, spielt auch für die zweite Mannschaft – allerdings ist der Verdacht gegen ihn nicht aus der Welt: schwere Brandstiftung, auf die im schlimmsten Falle eine Haftstrafe droht.

Breno ist gegen eine hohe Kaution auf freiem Fuß – die SZ schrieb von 500 000 Euro. Der Strafbefehl ist nicht aufgehoben, sondern lediglich außer Vollzug. Nur gegen diese Kaution und elf weitere Auflagen, die eine Fluchtgefahr ausschließen sollen, kann Breno seinem Hauptberuf wieder nachgehen und Fußballspielen. Und da scheint sich der 21-jährige Brasilianer mächtig ins Zeug zu legen. Seine Knieprobleme hat er überstanden, seine Fitness scheint gut zu sein: „Er hat ein Gewicht wie nie zuvor. Über einen Gully darf er gar nicht gehen. Ich habe Angst, dass er da reinsinkt“, sagte Heynckes launig auf der Pressekonferenz am Freitag.

Der Schaden an der Villa, in der Breno zur Miete wohnte, ist nicht mehr zu retten, der Schaden dürfte Millionen betragen. Vor der vorzeitigen Haftentlassung gegen Kaution hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß die Staatsanwaltschaft wegen Brenos Festnahme stark kritisiert. Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger sagte Anfang Oktober: „Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen sind Verdunkelungs-Handlungen, anders als zum Zeitpunkt des Erlasses des Haftbefehls, nicht mehr zu befürchten.“ Alle wichtigen Beweise seien schon gesichert gewesen. Und Breno bleibt die Hoffnung, dass seine Karriere nicht in Rauch aufgeht …

Quelle: tz

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