FCB-Markenbotschafter 

Breitner: Leipzig wird mit Bayern um Transfers konkurrieren

Paul Breitner hängt Ende März seinen Job als Markenbotschafter des FC Bayern an den Nagel
+
Paul Breitner hängt Ende März seinen Job als Markenbotschafter des FC Bayern an den Nagel.

München - Sportlich hat Aufsteiger RB Leipzig bislang zwar eine Klassesaison gespielt, kann dem FC Bayern aber noch nicht das Wasser reichen. Das könnte sich nach Meinung von Paul Breitner bald ändern, auch in Sachen Transfers.

13 Punkte liegt RB Leipzig in der Bundesliga-Tabelle hinter dem FC Bayern zurück. Der zwischenzeitlich als FCB-Jäger titulierte Aufsteiger erlebt gerade eine kleine Durststrecke. Dennoch sind sich die Experten einig: Mit RB Leipzig ist in Zukunft zu rechnen.

Breitner: „Leipzig ist eine Bereicherung für die Bundesliga“

Das sieht auch Paul Breitner so. Der noch bis Ende März als Markenbotschafter des FC Bayern tätige Ex-Profi sieht in dem Projekt des Red-Bull-Gründers Dietrich Mateschitz großes Potenzial - sportlich wie auch wirtschaftlich. „Der deutsche Fußball tut sich schwer mit einem Klub wie RB Leipzig. Ich nicht. Denn ich habe Fußball immer als Geschäft gesehen. Ich bin schon damals Profi geworden, um mir mein Studium zu finanzieren“, erklärt Breitner im Gespräch mit der Sport Bild

Die „Aufjauler und RB-Beleidiger“, die immer über die notwendige Tradition im Fußball schwafelten, kann Breitner nicht verstehen: „Tradition um der Tradition willen ist genauso wertlos wie Erfahrung um der Erfahrung willen. Ich bin Dietrich Mateschitz dankbar, dass er dem Osten Deutschlands und der Bundesliga diese Mannschaft geschenkt hat. Leipzig ist eine Bereicherung für die Bundesliga.“

Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz (r.) mit dem Leipziger Vorstandsvorsitzenden Oliver Mintzlaff.

Auf Sicht sieht Breitner Leipzig als dauerhaften Titelkandidaten in der Bundesliga, Voraussetzung sei allerdings, dass die richtigen Entscheidungen getroffen würden. Vor allem in Sachen Verstärkungen für die Mannschaft. Laut Breitner wetteifern die Bayern mit Leipzig künftig nicht mehr nur sportlich um Punkte, sondern auch um die besten Kicker.

„Wenn das notwendige Geld da ist, werden auch Top-Leute sagen: Warum soll ich zwingend nach Madrid, Barcelona oder München gehen? Warum nicht nach Leipzig? Das ist für mich ein ganz naheliegender Gedanke“, erklärt der 65-Jährige: „Leipzig wird also nicht nur sportlich für Vereine wie den FC Bayern ein ernsthafter und nachhaltiger Konkurrent, sondern auch auf dem Transfermarkt.“ Schließlich bekomme der Verein ein neues Stadion, die RB-Nachwuchsakademie findet Breitner „toll“, zudem habe Leipzig einen Flughafen.

WhatsApp-News zum FC Bayern gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für FCB-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Roten direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

Auch interessant:

Meistgelesen

Bayern-Trainer Flick wird ernst und wendet sich mit emotionalem Appell an Kanzlerin Merkel
Bayern-Trainer Flick wird ernst und wendet sich mit emotionalem Appell an Kanzlerin Merkel
Nach Vorfällen in Italien: Ex-Bayern-Trainer fordert Spielabbrüche 
Nach Vorfällen in Italien: Ex-Bayern-Trainer fordert Spielabbrüche 
Bayern-Star verletzt sich ohne Gegner-Einwirkung und muss noch in der ersten Halbzeit raus
Bayern-Star verletzt sich ohne Gegner-Einwirkung und muss noch in der ersten Halbzeit raus
Ex-Bayern-Star als Matchwinner und Lichtgestalt - Presse und Mitspieler wegen „FR7“ aus dem Häuschen
Ex-Bayern-Star als Matchwinner und Lichtgestalt - Presse und Mitspieler wegen „FR7“ aus dem Häuschen

Kommentare