FC Bayern lädt van Bommel ein

Mailand - Der FC Bayern präsentiert sich rund um das Champions-League-Spiel als große Familie: Neben dem verletzten Ivica Olic saß auch ein Ex-Profi mit im Flieger. Und: Mark van Bommel darf mit seinen ehemaligen Kollegen speisen.

Es ist angerichtet. Dieses Spiel will sich keiner entgehen lassen. Als am Dienstag um 11.42 Uhr die Maschine LH 2570 Richtung Mailand startete, war mit Andreas Brehme nicht nur ein alter Bekannter an Bord. Auch das Team demonstriert Zusammenhalt: Der gesamte Kader – inklusive Rekonvaleszent Ivica Olic – trat die Reise zum Achtelfinal-Hinspiel an. Zum bisherigen Höhepunkt der Saison, der Revanche fürs verlorene Finale 2010.

Mark van Bommel - hier im Dress seines neuen Arbeitgebers AC Mailand - darf am Bayern-Bankett teilnehmen

Zeit, sich zu rächen – und mal wieder in Mailand Geschichte zu ­schreiben. Wie 2001, als die Roten im San Siro die Königsklasse gewannen. Oder 1988/89, als den Bayern nach einer 0:2-Hinspielniederlage mit einem 3:1 das Wunder von nnMailand gelang. „Das werde ich nie vergessen“, erinnerte sich Christian Nerlinger gestern, „ich hoffe, dass uns am Mittwoch ein ähnlich historischer Sieg gelingt“. Louis van Gaal ist sich in einem jedenfalls sicher: „Nach den letzten Wochen denke ich, dass wir immer ein Tor machen.“

Für das Hinspiel bekommen die Bayern besondere Unterstützung: Ex-Kapitän Mark van Bommel wird vor Ort sein und nach dem Spiel am Bankett teilnehmen. „Er hat mich angerufen und wir haben Mark natürlich gerne eingeladen“, bestätigt Karl-Heinz Rummenigge der tz. Der Vorstandsboss spielte einst drei Jahre für Inter, „deswegen ist das Duell auch für mich persönlich ein ganz besonderes Spiel“, erklärt Rummenigge, der die Bayern „weder als Favorit noch als Außenseiter“ sieht: „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Gedanken an das verlorene Finale von Madrid natürlich eine Rolle spielen.“

Rache für Madrid. Dabei stehen aus Bayerns Finalelf nur noch fünf Spieler auf dem Platz: Lahm, Badstuber, Schweinsteiger, Robben und Müller. Die Ü30-Fraktion wurde ausgemustert (Butt, van Buyten) oder verkauft (Demichelis, van Bommel). Olic fehlt verletzt, Altintop sitzt draußen – für ihn spielt der Hoffnungsträger: Franck Ribéry, im Finale noch rotgesperrt. „Er ist ein großer Trumpf für uns, der im Finale gefehlt hat“, freut sich Rummenigge auf das unberechenbare Duo „Robbéry“: „Die ganze Offensive ist im Moment in fantastischer Verfassung.“

Der bayerische Wirbelsturm trifft am Mittwoch auf einen alten Bekannten: Verteidiger Lucio. Der trat zuletzt übel gegen Uli Hoeneß nach („er kritisiert und blamiert Menschen in der Öffentlichkeit“). Rummenigge hat dafür kein Verständnis. „Das ist überflüssig von Lucio. Wir versuchen, sauber mit den Spielern umzugehen. Das Gleiche erwarte ich auch von den Spielern“, sagt der Vorstandschef vor dem Inter-Kracher zur tz. „Lucio sollte seriös mit dem FC Bayern umgehen.“ Lucios Kritik an Hoeneß sei „nicht angebracht“. Rummenigge verteidigt Hoeneß: „Uli hat sich als Manager immer wie ein Löwe vor seine Löwenkinder gestellt.“ Die verbale Antwort auf Lucios unsachliche Kritik – am Mittwochabend soll dann die sportliche folgen. Für Hoeneß, für die Final-Pleite von Madrid. Große Aufgaben für die roten Rächer.

ta

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © Getty

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