Die Bayern humpeln in die Rückrunde!

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Die Bayern am Boden, Gladbach obenauf - ein Bild mit Symbolcharakter für das Spiel im Borussia-Park.

München - Das hatte sich der Rekordmeister anders vorgestellt, doch nach der Pleite in Gladbach ist der Kampf um die Tabellenspitze enger denn je. Das muss besser werden beim FC Bayern - die tz-Analyse:

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Die Szene war symptomatisch: Gerade hatte Schiri Kinhöfer das Spiel in Gladbach abgepfiffen, da stapfte Holger Badstuber frustriert durch den Spielertunnel, will an einem Absperrungs-Poller seinen Frust abreagieren. Er holt aus - und tritt daneben. „Sch…“ Nicht mal das wollte gelingen. Die Pleite der Bayern gegen Gladbach, es war bereits die fünfte Niederlage der laufenden Bundesliga-Saison. Mittelfeld-Mann Toni Kroos beunruhigt das nicht: „Wenn wir am Ende zehnmal verloren haben und trotzdem Meister sind, ist mir das auch egal.“ Nur: Nach der „besten Vorbereitung, die ich je mitgemacht habe“ (Heynckes), war die Pleite gegen Gladbach ein Dämpfer.

Vor allem die Art und Weise wie sich die Mannschaft präsentierte, war bedenklich. Planlos, zweikampfschwach, defensiv leicht auszuschalten - Thomas Müller fand harte Worte: „Wir sind extrem beschissen gestartet, zwischendrin war’s okay, dann war’s wieder beschissen, dann war’s wieder bemüht, und dann war’s nochmal beschissen…“ Doch wo liegen die Ursachen? Die tz analysiert die Niederlage:

Einstellung: Die Bayern gewannen nur 34,3 Prozent ihrer Zweikämpfe. Der schlechteste Wert aller Mannschaften der laufenden Saison! Und der schlechteste Wert der Bayern seit Beginn der Datenerhebung 2006. „Ich mache meiner Mannschaft den Vorwurf, dass sie es nicht verstanden hat, weniger Ballverluste zu haben“, sagte Heynckes. Vielleicht war die Harmonie nach dem optimalen Trainingslager doch zu groß. Und vielleicht ist es nicht förderlich, wenn ein Großteil der Stammplätze vergeben ist, echter Konkurrenzkampf fehlt. Und vielleicht hat auch das Thema Champions-League-Finale abgelenkt. In jedem Fall muss Heynckes nun seinen Männern ins Gewissen reden. Seine Leistung muss es nun sein, die Zügel anzuziehen und seine Spieler auf die Meisterschaft zu fokussieren.

Umschalten: Das schnelle Konterspiel der Gladbacher machte den Bayern Probleme. Sowohl Badstuber als auch van Buyten hatten Schwierigkeiten mit dem Stellungsspiel, das Umschalten klappte nicht. Nun fällt van Buyten aus, Boateng und Badstuber sind nicht eingespielt. Kreativität: Zwar hatten die Bayern deutlich mehr Ballbesitz - viel kam dabei aber nicht herum. Robben ist in einer Formkrise, Ribéry nicht ersetzbar. Gut, dass der Dribbel-Künstler im nächsten Spiel zurückkehrt.

Hierarchie: Auffällig in Gladbach: Es gab niemanden, der die Mannschaft aufgerüttelt und mitgerissen hätte. Lahm nicht, Schweinsteiger nicht, Robben nicht. In manchen Situationen wäre ein echter Leader der Marke Effenberg oder van Bommel hilfreich - aber dieses Problem ist vielleicht das am schwierigsten zu lösende.

Jan Janssen

Quelle: tz

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