Hitzfeld über Martinez

"Ein Spieler, der die Drecksarbeit macht"

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Im tz-Interview spricht der frühere Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld (links) auch über die Verpflichtung von Javier Martinez.

München - Im tz-Interview spricht der frühere Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld über die Verpflichtung von Javier Martinez, über das Tandem Heynckes/Sammer und über die Zukunft von Mario Gomez.

Herr Hitzfeld, der FC Bayern hatte einen gelungenen Saisonstart – trotzdem wurde viel diskutiert: über Heynckes, über Sammer, über Martinez. Kann diese Unruhe gefährlich sein?

Hitzfeld: Nein, das ist man bei Bayern gewohnt. Bayern steht immer im Mittelpunkt.

Die Diskussionen um das Tandem Heynckes/Sammer schaden also nicht?

Hitzfeld: Nein. Ich denke sogar, das Gegenteil ist der Fall. Es war ja auch der Wunsch von Jupp Heynckes, Matthias Sammer zu verpflichten. Ich denke, Sammer ist eine Unterstützung für den Trainer.

Aber ist es nicht schwierig für einen Trainer, wenn er einen Kontrolleur zur Seite gestellt bekommt?

Hitzfeld: Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Verein jemanden einstellt, um Jupp Heynckes zu kontrollieren. Dieser Gedanke ist absurd. Denn im Leistungssport kann man nur gemeinsam erfolgreich sein. Und Matthias Sammer ist eine Person, die sich total dem Erfolg verschreibt und Jupp Heynckes total unterstützen wird.

Viele wundern sich, dass Sammer bei jedem Training zusieht. Können Sie das verstehen?

Hitzfeld: Das wird sich alles einpendeln. Matthias Sammer muss sich doch erst mal einen Überblick verschaffen. Und das wichtigste ist die Mannschaft. Wichtig ist, dass sich beide absprechen, wie der gemeinsame Weg aussieht. Und Jupp Heynckes hat eine große Gelassenheit und ein großes Selbstbewusstsein – er wird das nicht als belastend empfinden.

Sammer war sich nicht sicher, ob er bei den Spielen auch auf der Bank sitzen sollte. Momentan tut er es.

Hitzfeld: Das ist aber als Sportdirektor doch legitim! Das hat Christian Nerlinger auch gemacht und vor ihm Uli Hoeneß auch. Als Sportdirektor ist es wichtig, dass man direkten Kontakt hat zur Mannschaft, dass man weiß, was in der Kabine gesprochen wird und wie die Stimmung ist. Das gehört zu seinem Job.

Heynckes hat selbst für Wirbel gesorgt, als er indirekt sagte, er wolle 2013 aufhören.

Hitzfeld: In seine Aussage kann man ja vieles hinein interpretieren. Das muss ja nicht heißen, dass er definitiv aufhört. Und das hat er ja auch klargestellt. Ich glaube, dass Jupp Heynckes – wenn er einen oder mehrere Titel holen sollte –, dass dann sein Hunger noch nicht gestillt ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er auch nach Juni 2013 bei Bayern weitermacht. Er macht ja einen sehr vitalen Eindruck, ist konzentriert und voll engagiert. Ich sehe da kein Problem.

Ein Problem war der Transfer von Javi Martinez. Was denken Sie über ihn?

Hitzfeld: Ein Spieler auf seiner Position fällt häufig nicht so sehr auf wie ein Zehner oder ein Stürmer. Aber er würde Bayerns Defensive enorm verstärken. Er ist ein Spieler, der die Drecksarbeit für die anderen macht. So einen Spieler sieht man weniger, dafür ist er aber umso wichtiger.

Maria Imizcoz: So sexy ist die Ex-Freundin von Javi Martinez

Maria Imizcoz ist die hübsche Ex-Freundin von Javi Martinez. © fkn
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Maria Imizcoz ist die hübsche Ex-Freundin von Javi Martinez. © fkn
Maria Imizcoz ist die hübsche Ex-Freundin von Javi Martinez. © fkn

40 Millionen ist viel Geld.

Hitzfeld: Nicht unbedingt. Wenn man Weltklasse holt – und Martinez ist Weltklasse –, dann kostet das eben Geld. Aber Bayern hat sich das hart erarbeitet, und es ist ja ihr eigenes Geld, das sie ausgeben. Sie müssen dafür keine Schulden machen. Wenn man von einem Spieler überzeugt ist, dann muss man dieses Spiel zähneknirschend mitmachen.

Andere fragen, ob man nicht besser 30 Millionen für Reus ausgegeben hätte, statt 40 Millionen für Martinez.

Hitzfeld: Aber Reus kann eben nicht die Sechser-Position ausfüllen. Und in der Offensive hat man ja kein Problem gehabt. Die hat ja immer hervorragend funktioniert.

Auch Neuzugang Mario Mandzukic funktioniert. Was wird jetzt aus Mario Gomez?

Hitzfeld: Man kann Bayern zu diesem Transfer nur gratulieren. Und Konkurrenz ist immer optimal für eine Leistungssteigerung. Gomez muss jetzt diesen Konkurrenzkampf annehmen.

Aber ist er gesetzt, wenn er wieder fit ist?

Hitzfeld: Ich denke, die Karten werden neu gemischt, wenn neue Spieler kommen. Besonders bei Bayern. Gesetzt sind da nur sehr wenige Spieler. Nur so kann man die Mannschaft ja auch weiterentwickeln. Wenn Gomez fit wird, wird es eine schwierige Entscheidung für den Trainer, aber das ist gut so.

Auch ihr Schützling Xherdan Shaqiri macht sich gut…

Hitzfeld: Ja, das ist schön zu sehen. Ich war überzeugt, dass er bei Bayern einschlagen würde. Er ist ein Straßenfußballer, wie früher Mehmet Scholl.

Trauen Sie ihm zu, Stammspieler zu werden?

Hitzfeld: Die Zeit läuft für ihn. Ob jetzt in diesem Jahr oder erst im nächsten, ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass er Tritt fasst bei Bayern und sich das Vertrauen des Trainers erarbeitet. Ich bin total überzeugt, dass er sich durchsetzen wird.

Alle Infos zu Martinez!

Interview: Jan Janssen

Quelle: tz

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