FCB-Reserve heiß auf Relegations Rückspiel

Bayern-Amateure „werden alles in die Waagschale werfen“

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Mit vollem Einsatz ins Rückspiel: Allen voran Kapitän Nicolas Feldhahn.

Das 1:3 aus dem Hinspiel ist eine denkbar schlechte Ausgangslage. Trotzdem überwiegt die Zuversicht im Hinblick auf das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die 3. Liga.

München – „Es ist noch nicht vorbei“, gibt sich auch Nachwuchschef Jochen Sauer kämpferisch. Mit 1:3 verlor die zweite Mannschaft des FC Bayern am Mittwochabend das Aufstiegsrunden-Hinspiel zur 3. Liga bei der Reserve des VfL Wolfsburg. Die Ausgangslage vor dem Rückspiel am Sonntag (16 Uhr, Grünwalder Stadion) ist damit schwierig, aber doch nicht unlösbar. „Am Sonntag“, versprach Trainer Holger Seitz, „werden wir alles in die Waagschale werfen.“ Im eigenen Stadion, so der 44-Jährige, „mit unseren Fans im Rücken sind wir eine Macht“.

Zwar überwog nach dem Abpfiff die Enttäuschung über eine insgesamt doch ernüchternde Vorstellung. Die Überzeugung, im Rückspiel „trotz der schwierigen Ausgangslage den Aufstieg perfekt zu machen“, wie Torjäger Kwasi Okyere Wriedt erklärte, ist dennoch ungebrochen. Nervös hatte der FCB-Nachwuchs den Wölfen im ersten Durchgang zu ihren Treffern generös assistiert, erst im zweiten Abschnitt verteidigten die Münchner stabil. Zu großen Torgelegenheiten aber kamen sie auch nach der Pause nicht mehr.

2014, als der Nachwuchs des Rekordmeisters zum bislang einzigen Mal als Regionalliga-Meister an der Aufstiegsrunde zur 3. Liga teilgenommen hatte, waren die Münchner ebenfalls mit einer Auswärtsniederlage vom Hinspiel zurückgekehrt. Nach dem 0:1 bei Fortuna Köln führte das damals von Erik ten Hag trainierte Team durch einen Doppelpack Ylli Sallahis mit 2:0, ehe ein Lapsus von Torwart Lukas Raeder den Gästen in letzter Minute doch noch das 2:1 und damit den Aufstieg bescherte.

Auch diesmal würde ein 2:0 genügen. Das „wichtige Auswärtstor“ wurde deshalb von allen Protagonisten hervorgehoben. „Abgerechnet wird am Ende“, betont der Bayern-Coach. Seine Mannschaft aber, so Seitz, müsse aus dem Hinspiel „die richtigen Schlüsse ziehen“ und etwa in der Offensive „zielstrebiger agieren“. Hoffnung ziehen die Bayern-Amateure auch aus dem Umstand, dass ihre Leistungen in der Regionalliga ebenfalls gewissen Schwankungen unterworfen waren, dass sie auf eine Niederlage aber stets die passende Antwort hatten. Das 1:3 in Wolfsburg allerdings war nun bereits die zweite Niederlage in Folge nach dem 1:2 am letzten Regionalliga-Spieltag in Burghausen.

Helfen könnten die Erfahrungen vom prestigeträchtigen Premier League International Cup. Sechs Partien hatten die kleinen Bayern im Rahmen dieses Nachwuchswettbewerbs absolviert, am Ende durften sie sich nach einem 2:0-Finalerfolg über Dinamo Zagreb als Sieger feiern lassen. Sich dort durchgesetzt zu haben, hofft Seitz, könne seiner Mannschaft „die nötige Wettkampfhärte“ vermittelt haben, um nun auch im letzten Saisonspiel bestehen zu können.

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