"Ein Wunschspieler"

Kimmich: Lieber FCB als Chance auf VfB-Stammplatz

Joshua Kimmich
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Mit RB Leipzig siegte Joshua Kimmich im August 2014 in der Arena gegen den TSV 1860.

München - Der FC Bayern hat mit Joshua Kimmich eines der größten deutschen Nachwuchstalente zu sich geholt. Der 19-Jährige zog die Münchner einen möglichen Stammplatz in Stuttgart vor.

Beim FC Bayern hat es den Verantwortlichen ziemlich gestunken, dass die deutsche U 19-Nationalmannschaft im Sommer Europameister wurde. Der Grund: Im Kader stand kein Münchner – und das ist mit dem Selbstverständnis der Münchner nicht vereinbar. Nun allerdings kann der FC Bayern behaupten, eines der größten deutschen Nachwuchstalente zu sich geholt zu haben: Joshua Kimmich, 19, U 19-Europameister.

Joshua Kimmich ist „ein Wunschspieler“ von Sportvorstand Matthias Sammer und Trainer Pep Guardiola, teilte der FC Bayern am Freitag mit. Und um beiden diesen Wunsch zu erfüllen, haben die Münchner wohl eine ganze Menge Geld auf den Tisch gelegt. Angeblich sieben Millionen Euro gehen für Kimmich an den VfB Stuttgart. Gespielt hat der Hochtalentierte allerdings in den vergangenen anderthalb Jahren bei RB Leipzig.

Aufgrund einer Optionsvereinbarung kehrt Kimmich nun am 30. Juni aus Leipzig nach Stuttgart zurück, um am 1. Juli dann Spieler des FC Bayern zu werden. Dort erhält er einen Fünfjahresvertrag bis 2020. Der VfB kassiert derweil eine Millionen-Ablöse, abzüglich der 750 000 Euro, die er nach Leipzig überweisen muss. Ansonsten hätte sich der Vertrag von Kimmich bei den Sachsen automatisch um weitere zwei Jahre verlängert.

Der 1,66 Meter große Kimmich ist defensiver Mittelfeldspieler. In Leipzig war er Stammspieler auf der „Sechs“, einer Position, auf der auch VfB-Trainer Huub Stevens Handlungsbedarf sieht. Aus Leipzig ist jedoch zu hören, dass Kimmichs Bereitschaft zur Rückkehr nach Stuttgart sehr gering war. Wohl deshalb haben sich die Schwaben nun entschlossen, Kimmich, der als Zwölfjähriger zum VfB gekommen war, gleich weiterzureichen nach München.

Lesen Sie auch: Vorbild Schweinsteiger - So tickt FCB-Zugang Kimmich

In München ist seit Saisonbeginn im Auftrag von Sammer Michael Reschke für die Kaderplanung zuständig – eine Position, die der 56-Jährige bereits bei Bayer Leverkusen bekleidete. Seitdem ist ein Trend zu erkennen. Im August verpflichteten die Münchner für angeblich 2,5 Millionen Euro bereits Sinan Kurt (18) aus Mönchengladbach. Er erhielt einen Vierjahresvertrag, spielte aber bislang in erster Linie noch bei den A-Junioren. Auch um den norwegischen Wunderknaben Martin Ödegaard bemühen sich die Münchner verstärkt. Ödegaard ist seit dem 17. Dezember 16 Jahre alt, könnte nun also offiziell wechseln.

Quelle: tz

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