Lahm veröffentlicht ein Buch: Die Details

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Philipp Lahm

München – Philipp Lahm ist ein Profi, der sich seiner Vorbildfunktion bewusst ist – auch deshalb hat er ein Buch geschrieben.

Einen Moment ist der schmucke Saal – pikanterweise trägt er den Namen „Milano“ – im Mandarin Oriental Hotel von Gelächter erfüllt. Autor Christian Seiler hat den humoristischen Coup des Abends gelandet.

Philipp Lahm hatte erzählt, dass man als Fußballprofi ab und an in komische Situationen gerät, etwa, wenn Kanzlerin Angela Merkel nach Länderspielen in der Kabine erscheint. Die Spieler kommen da ja vom Duschen, „man hat nur ein Handtuch um – das ist dann eigenartig, wenn plötzlich die Kanzlerin mit einem Bier dasteht“. Seiler kommentierte die Szene trocken: „Besser als andersrum.“ Bei allem Respekt vor der Kanzlerin – sie nur mit einem Handtuch bekleidet, bei dieser Vorstellung muss auch Lahm lachen.

Lahm, 27, hat schon viel erlebt und gesehen. Doch das ist nicht der Antrieb, wieso er im September ein Buch auf den Markt bringen wird. Als er sich Seiler als Ghostwriter angelte, erklärte er ihm als Erstes: „Ich will keine Biographie.“ Da kann man noch so viel gesehen und erlebt haben – mit 27 Jahren ist das irgendwie unpassend, findet Lahm. Die Intention des Werks, aus dem der Bayern-Profi am Mittwochabend erstmals in ganz kleinem Kreis vorlas, ist die, den Menschen zu vermitteln, was es heißt, Fußballprofi zu sein. Natürlich hangelt es sich durch Lahms Karriere, es klappert die Tief- und Höhepunkte seiner Laufbahn ab, wobei jedes Ereignis aus dem speziellsten Blickwinkel, den man sich vorstellen kann, wiedergegeben wird – aus dem des Protagonisten.

Lahm will Vorbild sein, er sieht es als seine Pflicht, Verantwortung zu übernehmen. Auf dem Platz als Kapitän der Bayern und der Nationalelf, daneben mit seiner Stiftung, die Kinder in Deutschland und Südafrika unterstützt – und nun mit einem Buch, das vor allem der Jugend zeigen soll, was wichtig ist, will man etwas erreichen. Zwischen den Zeilen schimmert dabei durch, dass Lahm weiterhin ein normaler junger Mann ist, der mitdenkt, reflektiert – und sich auch immer wieder mal selbst ein bisschen wundert. Während der WM 2006 lud die Kanzlerin mal zum Dinner ins Kanzleramt. „Da sitzt du da, plauderst mit Frau Merkel und denkst dir plötzlich: ,Ist schon komisch, dass ausgerechnet du hier sitzt.’ Aber es wär schön.“ Serviert wurde Backhendl. Backhendl bei der Kanzlerin – noch so eine komische Geschichte, die nicht jeder erlebt.

awe

Quelle: tz

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