Was der Verteidiger in München vorhat

EHC-Neuzugang Auger: „DEL, das wäre cool…“

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Dominic Auger (r., im Kassel-Trikot) verstärkt den EHC

München - Seit Mittwoch ist er da: Dominic Auger, die Neuverpflichtung des EHC München. Und gleich der erste Arbeitstag für seinen neuen Klub hatte es in sich…

Vormittags Medienrummel, mittags Training, abends das Derby in Landshut (Endstand 2:3).  Auger vorher zur tz: „So ist Eishockey. Man ist da, zack, sofort rein.“ Gegen Landshut wollte er es bewusst langsam und defensiv angehen lassen, um Sicherheit zu bekommen.

Bei seinem alten Klub Kassel hatte Auger zuletzt nicht viel Eiszeit bekommen: „Ich weiß nicht, wieso. Ich habe nie wirklich eine Chance bekommen. München war interessiert an mir und hat eine gute Mannschaft – ich bin glücklich, hier zu sein.“ Auch, wenn der Wechsel aus der DEL in die zweite Liga natürlich finanzielle Einbußen mit sich bringt. Auger: „Ich möchte vor allem spielen und mit dem EHC etwas erreichen. Unser Ziel muss sein, die Playoffs zu gewinnen und aufzusteigen.“

Für diese Mission ist Auger von Manager Christian Winkler geholt worden – er soll die Mannschaft des Tabellenführers noch einmal verstärken. Auger: „Die Spieler sind in der Kabine zu mir gekommen und haben mich begrüßt. Sie waren alle sehr nett.“

Wie die tz erfahren hat, waren einige EHC-Spieler jedoch nicht sonderlich über die Neuverpflichtung erfreut. Darauf angesprochen, meint Kevin Lavallee: „Wenn man überlegt, dass wir Tabellenführer sind und die wenigsten Gegentore der Liga bekommen haben, da denkst du natürlich darüber nach, ob man wirklich einen neuen Verteidiger braucht. Ich verstehe aber auch die Verantwortlichen, die das bestmögliche Team wollen und sich gegen Verletzungssorgen absichern möchten.“ Lavallee hat mit Auger schon in Schwenningen zusammengespielt und sagt: „Dominic ist ein kompletter Spieler.“

Der EHC habe mit ihm einen guten Fang gemacht. Auch privat können die beiden Franko-Kanadier gut miteinander: „Ich habe ihn vor einer Woche schon angerufen, um zu fragen, ob es stimmt, dass er zu uns kommt. Ich kenne ihn ganz gut.“ Es gebe beiden „ein Stück Heimat“, wenn sie sich auf Französisch unterhalten. Aber nur privat: „In der Kabine wäre es nicht gut, wenn wir viel Französisch sprechen würden. Das käme bei den anderen Spielern nicht gut an.“ Auger kennt München schon – von Auswärtsspielen und Oktoberfestbesuchen: „Eine tolle Stadt. Mein persönliches Ziel ist es, wieder in die DEL zurückzukommen. Wenn es mit München klappen würde, das wäre cool.“

Martin Wimösterer

Quelle: tz

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