Eishockey  Bayernliga, Zwischenrunde

Peißenberg ist so gut wie durch

Anspannung sieht anders aus: Locker und gut gelaunt verfolgen Coach Randy Neal (hinten links) und sein Co-Trainer Simon Mooslechner im siegreichen Spiel gegen Dorfen das Treiben ihrer Schützlinge. foto: privat
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Anspannung sieht anders aus: Locker und gut gelaunt verfolgen Coach Randy Neal (hinten links) und sein Co-Trainer Simon Mooslechner im siegreichen Spiel gegen Dorfen das Treiben ihrer Schützlinge.

Peißenberg -  Nach dem 6:3-Sieg in Dorfen haben die  „Eishackler“ gut lachen. Sie können bereits für die Play-off-Spiele planen.

 Andreas Bauer drückte sich noch ein wenig vorsichtig aus. „Das Tor zum Viertelfinale ist schon geöffnet“, schrieb der Pressesprecher der „Eishackler“ in einer Mitteilung des Vereins nach dem 6:3 (1:2, 4:0, 1:1) des TSV beim ESC Dorfen. Doch man muss kein großer Prophet sein, um vorauszusagen, dass den Peißenbergern der erste Platz in der Zwischenrunde nicht mehr zu nehmen sein wird. Zwar sind erst drei von sechs Spieltagen absolviert, doch angesichts eines Vorsprungs von sechs Zählern auf den Rest der Konkurrenz müsste für die „Eishackler“ schon alles schieflaufen, wollen sie die sichere Teilnahme an den Play-offs noch verspielen. Zumal auch der Spielplan für die Peißenberger spricht: Zwei der drei verbleibenden Zwischenrunden-Partien tragen sie in heimischer Halle aus. Nach menschlichem Ermessen müssen sie nur eine davon gewinnen, um den ersten Platz abzusichern. Läuft alles optimal, herrschen für die Schützlinge von Coach Randy Neal bereits nach dem Heimspiel gegen Dorfen am kommenden Freitag klare Verhältnisse.

Die „Eishackler“ erwischten gegen die Dorfener einen Start nach Maß. Nach einem schönen Spielzug schloss Martin Andrä den anschließenden Alleingang nach nur 44 Sekunden mit der TSV-Führung ab. Dann aber erhöhten die Hausherren den Druck und dominierten das Geschehen. Bis zur ersten Pause hatten sie aus dem Rückstand einen verdienten 2:1-Vorsprung (8., 18.) gemacht. Es hätte für die „Eishackler“ sogar noch schlimmer kommen können, doch der glänzende aufgelegte TSV-Torhüter Felix Barth verhinderte weitere Gegentreffer.

Bei der Kabinenansprache von Coach Neal hatten die TSV-Spieler offensichtlich sehr gut aufgepasst, denn im zweiten Abschnitt ergriffen sie die Initiative, was auch toremäßig seinen Niederschlag fand. Zunächst glich Valentin Hörndl mit einem verdeckten Handgelenkschuss zum 2:2 aus (26.). Binnen fünf Minuten sorgten die Peißenberger dann für klare Verhältnisse, als sie nach Treffern von Tobias Estermaier (34.), Ryan Bohrer (35.) und Matthias Müller (39.) auf 5:2 davonzogen. „Die Jungs haben die taktischen Korrekturen, die wir in der Kabine besprochen haben, zu einhundert Prozent umgesetzt. Das war super“, lobte Trainer Neal.

Im Schlussdrittel war den Peißenbergern dann anzumerken, wieviel Kraft das Kampfspiel zwei Tage zuvor in Germering gekostet hatte. Im Spiel nach vorn ging so gut wie nichts mehr. Da war es von Vorteil, dass die TSV-Abwehr sicher stand. Nur einmal war sie nicht im Bilde, als Andreas Pfaff während eines Peißenberger Überzahlspiels den durchgebrochenen Lukas Miculka nur noch mit einem Foul stoppen konnte. Den fälligen Penalty verwandelte Miculka zum 3:5 aus Dorfener Sicht (51.). In der Folge vergaben beide Teams gute Möglichkeiten. Zwölf Sekunden vor dem Ende sorgte Martin Andrä mit seinem Tor zum 6:3 für den Endstand. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Dorfener bereits ihren Torwart zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen.

Stefan Schnürer

Quelle: Merkur.de

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