Das Eishockey-Interview, das Russland beschäftigt

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NHL Draft: Seider schon als Nummer sechs gewählt

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Endgültig angekommen

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Es läuft derzeit bestens: Andreas Eder hat seine bislang beste Spielzeit beim EHC München absolviert. Dabei erzielte der 23-jährige Miesbacher in 52 Partien elf Tore und steuerte neun Assists bei.

Heute um 19.30 Uhr startet der EHC München in die Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Mit dabei: Andreas Eder. Im Viertelfinale trifft der Miesbacher mit seinen Mannschaftskameraden in der Best-of-seven-Serie auf die Eisbären Berlin.

Andreas Eder kniet im Mittelkreis des Münchner Olympia-Eisstadions und macht die Dehnübungen vor. Das ist keine große Sache, die Spieler wechseln sich dabei ab. „Zuletzt war der Daubi (Mitspieler Maximilian Daubner) dran, aber da haben wir verloren“, sagt Eder. Deswegen ist jetzt der 23-jährige Miesbacher als Glücksbringer an der Reihe. Andreas Eder im Mittelpunkt – irgendwie passt dieses Bild. Denn der Stürmer des EHC München hat sich beim Deutschen Meister in dieser Saison in den Vordergrund gespielt.

Es ist die Neuauflage des Vorjahres-Endspiels. Das Ziel der Münchner ist klar: Sie wollen zum vierten Mal in Folge Deutscher Meister werden. Das schaffte in der 25-jährigen Geschichte der DEL noch keiner. Andreas Eder ist endgültig in der Liga angekommen. Er hat seine beste Hauptrunde im EHC-Trikot gespielt. Er absolvierte alle 52 Partien, schoss elf Tore, sammelte dazu neun Assists und bekam über zehn Minuten Eiszeit pro Spiel. Alles waren persönliche DEL-Bestwerte, unter den deutschen U23-Spielern scorten nur Stefan Loibl (Straubing Tigers) und Lean Bergmann (Iserlohn Roosters) besser.

„Es war wieder ein schwerer Start für mich“, sagt Eder. „Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich reingekommen bin. Aber dann haben es mir meine Reihenkollegen und auch die Eiszeit, die ich gekriegt habe, einfach gemacht.“

Der 23-Jährige musste bis zum zwölften Spieltag auf sein erstes Saisontor warten. Dann lief es aber gut. Eder erzielte unter anderem zwei Doppelpacks, Ende Januar und Anfang Februar hatte er einen sehr guten Lauf mit vier Treffern in vier Spielen.

Für den etwas schleppenden Start hat der Miesbacher eine Erklärung. „Ich glaube, dass das eine mentale Sache ist. Nach dem Sommertraining denkt man, jetzt muss es von Anfang an laufen, weil man so viel getan hat. Aber die Saison hat 52 Spiele, und man hat schon ein bisschen Zeit – auch wenn man es am Anfang nicht glauben will.“

Andreas Eder war einer der vielen jungen Spieler des EHC München, die in der abgelaufenen Hauptrunde mehr Verantwortung übernehmen mussten. Schließlich hatte die Mannschaft vor allem im Sturm große Verletzungsprobleme. Die Münchner haben dank der hauseigenen Akademie in Salzburg aber einen großen Pool an Talenten. Auch Tobias, der jüngere der Eder-Brüder, spielte in dieser Saison regelmäßig, bis ihn eine Verletzung außer Gefecht setzte.

„Ich denke, dass wir sehr gute junge deutsche Spieler haben“, sagt Andreas Eder. „Wir können alle in der DEL spielen. Aber in München hast du halt bei so vielen Spielern immer ein Luxusproblem. Das ist gut, in diesem Jahr haben wir alle gebraucht.“

Eder hat sein Ziel erreicht, die ganze Saison in München zu bleiben und nicht beim Kooperationspartner SC Riesssersee in der Oberliga zu spielen. Der nächste Schritt wäre, die kompletten Playoffs für den Meister zu bestreiten. Auch das wäre ein Novum.

Andreas Eder freut sich auf die anstehende Viertelfinal-Serie gegen DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin, denn es wartet ein richtig starker Gegner. „In den Playoffs ist keine Karnevalstruppe mehr dabei. Alle, die da sind, muss man erst mal schlagen.“ Die Eisbären haben nach sechs Siegen in Folge viel Selbstvertrauen. „Berlin kommt immer besser in Schwung. Das wird eine sehr schwere Serie für uns.“

cf

Quelle: Merkur.de

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