Großer Preis von Brasilien

Darüber wird auch noch gesprochen im Formel-1-Fahrerlager

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Gelangweilt von Vergleichen mit Nico Rosberg: Valtteri Bottas (M) bei der Pressekonferenz zum Rennen in Brasilien. Foto: Nelson Antoine/AP/dpa

São Paulo (dpa) - Die Piloten, die Fans - sie alle freuen sich auf ein spannendes und spektakuläres Rennen.

Über den Ausgang des Großen Preises von Brasilien am Sonntag wird zwar auch gesprochen, im Formel-1-Fahrerlager von Interlagos gibt es aber auch noch andere Themen so kurz vor dem Saisonende.

SENNA UND DIE SEHNSUCHT

Sebastian Vettel trug ein Armband zu seinen Ehren, Ayrton Senna wird aus Interlagos und der Formel 1 nie wegzudenken sein. Vor 25 Jahren verunglückte der Brasilianer tödlich in Imola. Drei WM-Titel hatte er bis dahin geholt. 34 Jahre alt wurde Senna nur. Auf dem Kurs in Interlagos hatte er 1991 einen seiner denkwürdigsten Rennsiege gefeiert. Die letzten Runden nur im sechsten Gang, schaffte er mit letzter Kraft den so ersehnten ersten Heimsieg.

HAMILTON UND DIE VORFREUDE

Bald ist es soweit. Lewis Hamilton auf einem MotoGP-Motorrad, Valentino Rossi im Formel-1-Rennwagen. "Ich bin super aufgeregt", sagte Hamilton in São Paulo. Er fahre schon seit mehreren Jahren Motorrad, aber das werde unglaublich. Am 9. Dezember sollen die beiden auf dem Kurs im spanischen Valencia Rennwagen und Rennmotorrad tauschen. Allein mit Rossi auf einem Kurs zu fahren, sei auch eine Ehre, sagte Hamilton. Der 40 Jahre Italiener gewann neun WM-Titel. Hamilton steht derzeit bei sechs.

BOTTAS UND DIE LANGEWEILE

Es gibt etwas, das Vizeweltmeister Valtteri Bottas langweilt. Und zwar die Vergleiche mit seinem Vorgänger Nico Rosberg. Dieser hatte 2016 Hamilton bezwingen können, sonst hätte der britische Superstar vermutlich schon jetzt sieben Titel. Rosberg und Hamilton hatten sich ein erbittertes Duell geliefert, Psychospiele inklusive. Dass Hamilton auch von Motorenschäden gebremst worden war, schadete Rosberg nicht. "Jeder Fahrer ist individuell. Ich bin ich, nicht Nico", sagte Bottas, der bislang von Hamilton klar dominiert wurde, nach seiner bisher "besten" Saison in der Motorsport-Königsklasse aber weiter auf den Titel hofft.

HÜLKENBERG UND DAS AUS

Zumindest weiß Nico Hülkenberg, was er im Januar vorhat. Wenn eigentlich die Vorbereitung auf die neue Saison in vollem Gange ist, wird sich der Tennis-Fan in Melbourne einfinden - zu den Australian Open. Denn Hülkenberg hat ab Anfang Dezember Zeit, viel Zeit. Er wird nächstes Jahr - wie zu erwarten war - kein Stammcockpit mehr in der Formel 1 haben. Er bestätigte es vor dem Rennen in São Paulo.

FORMEL 1 UND DIE SORGE

Die Formel 1 und ihr ehrgeiziges Ziel: bis 2030 Null-CO2-Emission. Am besten so schnell wie möglich hundertprozentiger Bio-Sprit. Die Fahrer unterstützen den Kurs. Sebastian Vettel plädiert schon seit einiger Zeit für umsichtigeres Handeln. "Dass viele der Dinge nicht einfach sind, nicht einfach umsetzbar sind und auch Geld kosten, ist klar. Aber ich glaube, die Formel 1 als Geschäftsmodell generiert sehr viel Geld und ich würde mir wünschen, dass man das Geld dann auch dafür einsetzt. Das Vorbild dann auch vorzuleben", sagte er nun dem Bezahlsender Sky. Hamilton bot sich bereits an, eine Rolle zu übernehmen. Seit längerem schon nutzt er die sozialen Netzwerke, um auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen.

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