Niebauer rettet VfR den Punkt

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Handelfmeter: Dennis Niebauer verwandelt für den VfR Garching kurz vor der Pause zum 1:1.

VfR Garching - Derbys haben ihre eigenen Gesetze. So war es nicht ganz überraschend, dass aus dem normalen Landesligaspiel des VfR Garching gegen den TSV Eching eine ganz knifflige Aufgabe wurde. Letztlich war der enttäuschend auftretende Spitzenreiter mit dem 1:1 (1:1) sogar noch gut bedient.

von Nico Bauer

Die Echinger hofften angesichts einiger Ausfälle bis zuletzt vergeblich auf die Absage. Auf dem Platz dann präsentierten sie das gefährliche Team, das eigentlich keine Chance hat und befreit aufspielen kann. In das Bild der lockeren Gäste aus der Nachbargemeinde passte dann auch das frühe 1:0. Auf der rechten Seite flankte Witzl und in der Mitte köpfte der ehemalige Heimstettener Thomas Eckmüller das Tor (6.). Bei beiden Spielern waren Garchinger Gegenspieler nicht in Sicht. Selten hat der Tabellenführer so leicht eines seiner wenigen Gegentore zugelassen.

Der VfR bemühte sich fortan um die Spielkontrolle, tat sich aber sehr schwer. Diszipliniert arbeitende Echinger ließen kaum Chancen zu. So war die Dreiviertelmöglichkeit von Florian de Prato Mitte der ersten Hälfte die aufregendste Szene. Technisch fein umkurvte er den heraus laufenden Torwart, sah sich dann aber aus extrem spitzen Winkel drei Verteidigern auf der Linie gegenüber. Für den Ausgleich brauchte es in der 44. Minute einen ganz dummen Fauxpas. Echings Innenverteidiger Mustafa Kantar nahm mutterseelenallein im Strafraum den Ball mit dem Oberarm mit. Der Schiedsrichter gab Elfmeter und Dennis Niebauer vollstreckte sehr platziert, obwohl der Torwart die Ecke geahnt hatte.

Garchings grenzenlos optimistische Fans sangen weiterhin über den „Landesligameister VfR“, obwohl auf dem Platz wenig auf meisterliche Taten hindeute. Eching begnügte sich nach dem Seitenwechsel nicht mit der Verwaltung des Unentschiedens und Garching hatte weiterhin riesige Probleme.

Der VfR hatte eine schlechte Raumaufteilung und leistete sich immer wieder unnötige individuelle Fehler. Vor allem nach vorne lief gar nichts bei den Garchingern. Eching hatte kaum Mühe in der Abwehr. In der gesamten zweiten Halbzeit kamen die Garchinger zu keiner richtig großen Tormöglichkeit. Garching hatte zudem bei einer Schiedsrichterentscheidung noch etwas Glück. Der Gast aus Eching hätte nach 66 Minuten durchaus auch einen Foulelfmeter bekommen können.

In der Schlussphase drückte der Nachbar sogar noch und hatte zwei richtig gute Chancen. Die Garchinger mussten früh einsehen, dass an diesem Tag ein mitgenommener Punkt das höchste der Gefühle war. Vollauf bayernligatauglich präsentierten sich diesmal nur die Ultras auf der Haupttribüne.

Quelle: fussball-vorort.de

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