SCF macht in Landshut den Fehlstart perfekt

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Erst schaute er staunend zu, dann vergeigte er einen Elfer: Jerome Faye (2.v.r.). Der Senegalese war im Winter ebenso zum SCF gekommen wie David Malamura (l.), der Sohn des neuen SCF-Sponsors aus Kanada. In Landshut gingen beide leer aus.

SC Fürstenfeldbruck - Wieder keine Punkte und wieder keine Tore: Im Nachholspiel bei der SpVgg Landshut musste sich der SCF mit 0:2 geschlagen geben. Der Fehlstart des SC Fürstenfeldbruck in die Frühjahrsrunde ist somit perfekt.

Obwohl sich die in Landshut gastgebenden Favoriten als durchaus schlagbar präsentiert haben, hat es für die Brucker gestern wieder eine 0:2 (0:1)-Niederlage gesetzt. „So ist das, wenn man hinten drin steht“, konstatierte Präsident Eckart Lutzeier. Denn seine Brucker stellten in Niederbayern die bessere Mannschaft. Vier Großchancen – darunter ein Strafstoß – ließ der SCF jedoch ungenutzt. Auf der anderen Seite musste man ein umstrittenes Gegentor hinnehmen. Das zweite wurde den Gastgebern praktisch selbst aufgelegt.

Vor allem der vergebene Strafstoß von Jerome Faye kurz nach Wiederanpfiff wurmt den Präsidenten: „Wenn wir den machen, gewinnen wir das Spiel.“ Dass sich ausgerechnet Faye den Ball geschnappt hatte, wunderte Lutzeier. „Der hat zuvor schon nicht ins Spiel gefunden.“ Prompt scheiterte der Winter-Neuzugang an SpVgg-Keeper Stefan Schmid. Kurz darauf wurde der Senegalese ausgewechselt und verweigerte Coach Sasa Miskovic auch noch frustriert den Handschlag. Den Elfmeter hatte Armin Lange gegen den Landshuter Keeper herausgeholt.

Überhaupt: Immer wieder Lange. Der junge Stürmer geriet zum Spiegelbild der gesamten Brucker Spielweise. Er agierte stark, scheiterte jedoch zweimal aus besten Positionen beim Torschuss. Einmal jagte er das Leder freistehend am langen Pfosten vorbei, danach schoss er Schmid genau in die Arme. Kurz vor Schluss machte es Tobias Hänschke bei der vierten Brucker Großchance nicht besser. Und so reichten den Hausherren am Ende zweieinhalb Möglichkeiten, um das insgesamt wenig berauschende Spiel auf den Kopf zu stellen.

Bei der ersten Möglichkeit wurde das Leder zunächst noch von der Linie gekratzt. Doch nach der fälligen Ecke war’s dann geschehen. Allerdings ging dem 1:0 ein Foul an Alexander Hollering voraus. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Marco Fenzl blieb stumm – das Tor zählte. Beim vorentscheidenden 2:0 stand dann einmal mehr Lange im Mittelpunkt, als er den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam. „Da muss er die Kugel Ball einfach mal kompromisslos raushauen“, ärgerte sich Lutzeier. So gab es am Ende lange Gesichter, aber keine Kritik vom Vereinschef. Lutzeier: „Man kann der Truppe kämpferisch keinen Vorwurf machen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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