"Sticheleien? Das ist normal"

Kelmendi-Brüder im Doppel-Interview vor Duell in Garching

Lirim (li.) und Arijanit Kelmendi (re.) könnten am Freitag das erste Mal aufeinander treffen. Foto: Sven Leifer

Man kennt es aus den verschiedensten Ligen, dass immer wieder gute Freunde und Brüder sich auf dem Platz gegenüber stehen. So auch im Spiel vom VfR Garching gegen den FC Unterföhring am Freitagabend. Im Lokalderby des Münchner Nordens treffen Arijanit und Lirim Kelmendi aufeinander. Wir haben die Brüder auf ihr mögliches erstes Aufeinandertreffen angesprochen.

Für Lirim Kelmendi und seinem Bruder Arijanit steht am Freitag eine besondere Partie an. Es ist nicht nur das "Lokalderby", wie es in den Reihen des VfR Garching betitelt wird, sondern es kommt zum aller ersten Duell der beiden Brüder. Wir haben mit den beiden Burschen gesprochen und sie auf das Spiel angesprochen.

Ihr trefft am Freitag im Derby der Münchner Nord-Vereine aufeinander. Es kommt zum ersten Bruder-Duell. Ist das in euren Hinterköpfen?

Na klar ist das in unseren Hinterköpfen. Das ändert aber nicht, wie wir in ein Spiel reingehen. Es wird ein Spiel um drei Punkte beiben. 

Beim ersten Aufeinander hat Arijanit gefehlt. Gibt es Im Hause Kelmendi jetzt schon kleine Sticheleien?

Ja! Wie beim jedem Derby oder bei Spielen zwischen Freunden gibt es auch zwischen Brüdern Sticheleien. Das ist normal. 

Fahrt ihr zusammen zum Spiel und wie werdet ihr auf dem Platz miteinander umgehen?

Ja, wir fahren gemeinsam zum Spiel. Aber ab dem Zeitpunkt, wo wir in die Kabinen gehen, werden wir Gegenspieler sein. Dann werden wir so miteinander umgehen, wie wir mit jedem Gegenspieler umgehen - mit Respekt.

Lirim, es ist deine dritte Regionalliga Saison und deine zweite beim VfR Garching. Denkst du, ihr macht am Freitag den Klassenerhalt endgültig klar?

Natürlich glaube ich dran, dass wir den Klassenerhalt insgesamt schaffen können. Da es sich um ein Derby handelt und es außerdem gegen meinen Bruder geht, wäre es schön, den Deckel am Freitag schon so gut wie drauf zumachen. 

Arijanit, wie willst du dem VfR und deinem Bruder nochmal ein Bein stellen?

Ja, indem wir gewinnen und drei Punkte einfahren. 

Ihr habt beide eine ähnliche Vita und spielt in der Abwehr. Lirim kam von den Löwen zum VfR und Arijanit vom FC Deisenhofen nach Unterföhring. Wie seht ihr die Laufbahn des jeweiligen anderen?

Es sind zwei ganz verschiedene Laufbahnen. Der eine hat sich von unten hochgearbeitet, der andere wurde in einem Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet. Wir sind natürlich stolz, dass wir in der höchsten bayrischen Liga spielen. Wir sind beide sehr ehrgeizige Typen und noch nicht am Ende. Was die Zukunft bringt, werden wir noch sehen.

Arijanit, es ist deine erste Regionalliga Saison. Wie war es, letzte Saison aufzusteigen und jetzt zu wissen, dass es gleich wieder in die Bayernliga zurück geht? 

Sehr schwer. Keiner will verlieren. Vor allem, weil wir letztes Jahr alles gewonnen haben. Wir müssen nach vorne schauen und diese unglaubliche Erfahrung mitnehmen. Würden wir nochmal neu anfangen, hätten wir mit den Erfahrungen aus der Saison, die Liga meistern können. 

Lirim, in wie weit hast du die Saison deines Bruder verfolgt und leidest du etwas mit ihm?

Ich hab mir natürlich immer die Ergebnisse und auch ein paar Spiele angeschaut. Man wünscht keinem Spieler, geschweige denn seinem Bruder, einen Abstieg. Aber so ist der Fußball leider nun mal. Das ist aber für Unterföhring kein Weltuntergang, wenn man bedenkt, dass es ihre erste Regionalligasaison ist. Das war in Garching ja auch so.

Quelle: fussball-vorort.de

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