Heimstetten verliert auch gegen Hof

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Rainer Elfinger musste mit seinem Team die zweite Heimschlappe in fünf Tagen hinnehmen.

SV Heimstetten - Nach der 2:5-Schlappe gegen Fürth war der SVH auf Wiedergutmachung aus, aber gegen die stabile Mannschaft aus Hof war das kein leichtes Unterfangen.

VON FABIAN HERRMANN

Heimstetten – Die Gäste aus Hof sind seit der Winterpause noch ungeschlagen. Die Serie hätten die Heimstettner gerne beendet und tatsächlich bot sich schon nach wenigen Sekunden die Chance, den Grundstein dafür zu legen.

Das Spiel war noch keine Minute alt, als die Hofer Abseitsfalle das erste Mal nicht funktionierte und Andreas Neumeyer frei vor Gäste-Keeper Christian Berchthold auftauchte. Neumeyers Versuch, den Ball an Berchthold vorbei zu streicheln, misslang aber, weil der Torwart noch den Fuß an den Ball brachte.

Ein frühes Gegentor hätte den Gästen wohl den Schwung aus den Segeln genommen. So aber fanden sie mit dem Selbstvertrauen aus den vergangenen Partien in der Folgezeit besser ins Spiel. Wirklich zwingend wurden sie dabei aber nicht. Und so entwickelte sich nach schwungvollen Anfangsminuten eine zähe erste Hälfte, in der die Gäste zwar die aktivere Mannschaft, gefährliche Torraumszenen aber selten waren.

„Die erste Halbzeit haben wir verpennt. Wir haben nicht umgesetzt, was wir wollten. Hof hat gegen den Abstieg gespielt und wollte etwas bewegen, bei uns hat das eher nach Trainingsspiel ausgesehen“, sagte Elfinger. Nach dem Seitenwechsel musste er seine Mannschaft ein wenig umbauen. Der angeschlagene Mamadi Keita musste kurz vor der Pause ausgewechselt werden, für ihn kam Gianluca Simari. Hugo Lopes rutschte ins Mittelfeld, Simari und Memis Ünver beackerten fortan die Flügel.

Am Strafraum war Schluss

Das belebte das Heimstettner Spiel deutlich – meistens aber nur bis zum Strafraum der Gäste. Im Abschluss fiel ihnen zu wenig ein, auch, weil die zuletzt so starken Stürmer Marco Bläser und Andreas Neumeyer diesmal nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Wenn die Gastgeber doch einmal gefährlich durchkamen, verhinderten Torhüter Berchthold oder irgendein Abwehrbein die Führung. Auf der Gegenseite musste Patrick Lehner seine Mannschaft nach 63 Minuten in höchster Not vor dem Rückstand bewahren.

Nach einem Heimstettner Ballverlust im Mittelfeld hatte Cem Ekinci auf dem linken Flügel Fahrt aufgenommen und passte den Ball in den Lauf von Daniel Gareis. Der kam im Strafraum frei zu Schuss und setzte gedanklich vermutlich schon zum Jubel an, als von der Seite doch noch der Keeper heranrauschte. Wieso und warum der Ball nicht im Tor war, konnten sich wohl weder Gareis noch Lehner so genau erklären.

Leichter fiel die Analyse beim 0:1 in der 77. Minute. Mit der Hereinnahme von Stürmer Florian Rudy wollte Elfinger gerade zur Schlussoffensive blasen, als ein Einwurf von der linken Eckfahne aus in den Heimstettner Strafraum segelte. Dort gönnten sich die Verteidiger eine kurze Auszeit, der Ball tropfte dem eingewechselten Christian Knorr vor die Füße.

Knorr entscheidet die Partie

Der zog humorlos ab zum 0:1 ab. „Das ist schade, weil wir nach der Pause gut rausgekommen sind und beherzt gespielt haben. Aber wir haben eben das Tor nicht gemacht. Jetzt soll Hof auch in der Liga bleiben, wenn sie uns schon die Punkte entführt haben“, sagte Elfinger.

Quelle: fussball-vorort.de

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