Trauer um Donders: Der Fußballsport war sein Leben

Donders als verantwortungsbewussten Trainer, wie etwa bei seiner letzten Station beim TSV Eching, hier mit Torwarttrainer Erwin Stich und Fußballabteilungsleiter Marcus Heiss.

TSV Eching - Große Trauer um Wolfgang Donders. Der beliebte und sympathische Fußballer hat am Montag, am Tag seines 55. Geburtstags den Kampf gegen den Krebs verloren.

Wolfgang Donders hat den Kampf gegen die Leukämie verloren. Der beliebte Sportler, der fast zwei Jahrzehnte als Regisseur auf dem Platz oder am Spielfeldrand die Fußballlandschaft im Kreis Freising mitprägte, schloss am Montagabend, am Tag seines 55. Geburtstags, für immer die Augen.

Dabei schien die Heilung nach der Stammzellenspende aus Nabelschnurblut am 5.

Donders als den Regisseur, ob auf dem Platz oder am Spielfeldrand (l. u.).

Juli auf dem besten Weg zu sein, und die Mediziner waren anfangs auch mit dem Verlauf zufrieden. Allerdings wussten sie um lebensgefährliche Rückschläge in den ersten 100 Tagen nach der Transplantation. Ein Rückfall Ende vergangener Woche, ausgelöst durch eine Virusinfektion, machte diese Hoffnung zunichte. „Wir sind tief betroffen, und unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Pia und seinen Angehörigen“, so der TSV Eching in seiner gestrigen Presse-Erklärung.

Wolfgang „Wolle“ Donders, der „Wolle“, wie ihn seine Freunde nannte, wird zweifelsohne als Clublegende einen gebührenden Platz in der Echinger Vereinsgeschichte finden. Der gebürtige Kölner spielte in seiner Heimat bei großen Vereinen wie Viktoria Köln oder Fortuna Köln. Er war dort sogar in der dritthöchsten deutschen Fußballliga aktiv. Der beruflich bedingte Umzug führte den Reiseverkehrskaufmann eines großen Tourismuskonzerns nach Eching.

„Wolle“ Donders war ein Glücksfall für den TSV Eching. Beim Bayernligisten war er Anfang der 1990er Jahre der Spielmacher und Regisseur auf dem Platz unter dem damaligen Trainer Trainer Sepp Summerer. „Er war ein unglaublicher Zugewinn für uns“, sagt sein ehemaliger Coach. Der erfahrene Spieler war Echings Experte für Freistöße und Eckbälle. Als Schlitzohr war er in der höchsten bayerischen Fußballliga bekannt.

Aber nicht nur als Fußballer war die rheinische Frohnatur ein Gewinn für die

Wolfgang Donders war ein Kämpfertyp. An seinem 55.Geburtstag hat der beliebte Fußballer den Kampf gegen den Krebs verloren.

Echinger. Als Freund ging Donders dann auch beim SVA Palzing, wo er erst als Spielertrainer und dann als Trainer die goldene Generation des Vereins in der Bezirksliga jahrelang führte. Später übernahm er noch zweimal den TSV Eching als Trainer und zwischendrin den VfR Garching. Der Fußballer aus Leidenschaft war bei allen seinen Engagements sportlich erfolgreich und steckte mit seiner positiven Art die Menschen an. Bei seiner letzten Trainerstation in Eching stieg Donders im Sommer 2009 in die Bezirksoberliga auf.

Ob in seiner aktiven Zeit oder danach: „Wolle“ Donders verlor nie den Kontakt zu seinen Weggefährten und wird nicht zuletzt wegen seines unverwechselbaren trockenen Humors vielen in Erinnerung bleiben. Wie beliebt der Echinger war, wurde deutlich, als sich rund 1000 Menschen bei der Aktion „Hilfe für Wolfgang und andere“ typisieren ließen. Donders gab diese Solidarität viel Kraft bei seinem Kampf gegen die heimtückische Krankheit, doch diesen Kampf hat er nun in der Nachspielzeit verloren. (nb/mac)

Der Gottesdienst findet am Samstag, dem 17. September 2011, um 14.00 Uhr in

So kannte man Wolfgang Donders, den seine Freunde „Wolle“ nannten: Als filigranen Techniker am Ball, was er in seinem Fußballerleben u. a. auch als Spielertrainer beim SVA Palzing unter Beweis stellte.

der Pfarrkirche St. Andreas, Eching, statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familienkreis zu einem späteren Zeitpunkt in Düren-Lendersdorf.
Anstatt zugedachter Blumen- und Kranzspenden bitten wir um eine Spende zu Gunsten: Leukämiehilfe Ostbayern e. V., Sparkasse Regensburg, Kto.-Nr. 780 017 000, BLZ 750 500 00, Kennwort: Wolfgang Donders.

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